Umoja von Morgan Freeman vorgestellt

Die Frauen von Umoja sind besonders stolz, dass ihr Dorf in der von National Geographic produzierten Sendereihe „The story of God“ mit Morgan Freeman vorgestellt wird. Hier sehen Sie die bemerkenswerte Dokumentation:

Anmerkungen von Rebecca Lolosoli

Rebecca Lolosoli freut sich sehr und ist stolz darauf, dass sie, gemeinsam mit der Umoja Uaso Women Group, in Morgan Freeman‘s „The Story of God / Man / Us“ vorgestellt wird.

Die Höhepunkte der Geschichte:

    • Interview mit ihr und den Umoja Women über ihre einzigartige Führung der Frauengruppe einschließlich ihrer persönlichen Geschichte, wie das Frauendorf gegründet wurde.
    • Über die Notlage der Frauen bei Ihrem Eintreffen in Umoja und dem anschließenden Leben in Umoja.
    • Dreharbeiten in der Umoja-Schule
    • Nacherzählung einiger der dramatischeren Dinge, die in Umoja passiert sind.

Rebeccas bescheidene Meinung ist, dass kein Mensch ein geringeres Wesen ist.
Mut, Wille und Fokussierung sind alles was nötig ist, um die erforderlichen Eigenschaften zu erwerben, um zur Gleichstellung der Geschlechter in unseren Gesellschaften und auf der ganzen Welt beizutragen.

Anmerkungen von Rebeccas Sohn Tom Lolosoli

Der Beitrag von Rebecca Lolosoli und der Umoja Uaso Women Group in der Geschichte von Gott / Mann / Uns – mit Morgan Freeman – ist in der Tat ein Maßstab, um die globale Dimension und Aufmerksamkeit zu demonstrieren, die die Frauen aus Umoja auf ihrer langen Reise seit 1990 erlangt haben.
Die Frauen haben um ihren Platz in der Gesellschaft und ihre Rechte kämpfen müssen und ihre nachdrücklichen Erfolge sehen wir heute. Es war kein Spaziergang und kein Zuckerschlecken, aber ihre Ausdauer hat sich bezahlt gemacht.
Inzwischen haben sie Ansehen erworben und werden geschätzt, sie besitzen Land und führen ihre Geschäfte. Sie haben eine Schule im Frauendorf gegründet, wo ihre Kinder geschult werden, und sie treiben ihre Anliegen immer zum Besseren voran.
Ich hoffe, dass ihr Wirken den dringend benötigten Welleneffekt für alle Frauen haben wird, die in unterdrückten, männerdominierten Gesellschaften auf der ganzen Welt leben.

Herzlichen Glückwunsch an Rebecca Lolosoli und die Gemeinschaft der Umoja Uaso Women Group!

Auf youtube gibt es weitere Berichte über Umoja, die etwas älter sind und die aktuellen Entwicklungen (z.B. Brunnen, fertige Gästehäuser) noch nicht beinhalten. Sie bieten aber einen guten Überblick, um sich über Umoja zu informieren.

Bitte klicken Sie die Links mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Link in neuem Tab öffnen“, weil Sie ansonsten die Seite des Freundeskreises verlassen.

Hier ein Bericht von wocomoTravel auf deutsch aus April 2017:
Bericht auf youtube öffnen (8 Minuten)

Hier ein Bericht von klara sjöstrand auf englisch aus Februar 2018:
Bericht auf youtube öffnen (11 Minuten)

„ELTERN FAMILY“ berichtet über Umoja

In der aktuellen Ausgabe 12/2018 der Zeitschrift „ELTERN FAMILY“ ist eine sehr lesenswerte Reportage über das Frauendorf Umoja zu finden.
Der Artikel wurde von Margot Weber verfasst und mit Fotos von Annette Etges illustriert.
Wir danken dem Verlag Gruner + Jahr für die Bereitstellung der Titelseite des Artikels und die Erlaubnis zur Veröffentlichung.

ELTERN FAMILY_122018_Das Dorf der Frauen

Geo-Reportage: Das Dorf der Frauen

Im Jahr 2006 entstand eine ausführliche Reportage über Umoja, die bereits mehrfach im Fernsehen gesendet wurde, zuletzt auf arte. Der Film steht unter folgendem Link auf youtube zur Verfügung:

Hier Geo-Reportage ansehen

Seit dieser Berichterstattung hat sich in Umoja viel getan. Über die Entwicklung der vergangenen Jahre berichtet die nachfolgende Kurz-Dokumentation.

Bericht Entwicklung Umoja

Zu dumm zum Schafe hüten

oder: Wozu Bildung führen kann

Der Samburu Turoop Losenge galt als Kind für zu dumm um Schafe zu hüten. Heute ist er Professor für Gartenbau an der Universität von Nairobi.
Lesen Sie den beeindruckenden Beitrag der Frankfurter Rundschau vom 26. Mai 2017: Bericht lesen

Dieser Bericht ist ein Spiegelbild unserer eigenen Erfahrungen in der interkulturellen Zusammenarbeit mit dem Frauendorf Umoja in Kenia. Auf der einen Seite steht die Jahrhunderte alte Lebensweise der sehr traditionsbewussten Samburu-Bevölkerung und auf der anderen Seite die Notwendigkeit der Anpassung an die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts.

Eine permanente Gradwanderung zwischen der Wertschätzung für die erhaltenswerten Traditionen und dem Überlebenskampf dieses indigenen Stammes in einer sich radikal verändernden und durch den Klimawandel bedrohten Lebenswirklichkeit.

Aber dann gibt es auch sehr viele positive und hoffnungsvolle Entwicklungen, die durch einige Führungspersönlichkeiten aus den Reihen der Samburu für einen langsamen aber stetigen kulturellen Wandel sorgen.

Morani gegen FGM

Junge Samburu-Krieger aus Kenia kämpfen gegen Genitalverstümmelung

Nach 25 Jahren unermüdlichem Kampf gegen Genitalverstümmelung durch Rebecca Lolosoli und die Umoja-Frauen scheint sich tatsächlich langsam aber sicher ein kultureller Wandel bei den Samburu zu vollziehen. Die im Frauendorf Umoja aufgewachsenen jungen Krieger kämpfen nun mit ihren Altersgenossen aus Archer’s Post und Umgebung gemeinsam mit den Frauen gegen diese archaische Tradition, die so tief in der Samburu-Kultur verwurzelt ist. Nun scheint endlich ein Umdenken zu erfolgen, das hoffentlich unumkehrbar ist.

Dazu möchten wir auf folgenden lesenswerten Bericht verweisen:
Bericht auf Globalcitizen

Beim Lesen kamen uns einige Gesichter auf den Fotos bekannt vor und deshalb haben wir bei Tom Lolosoli nachgefragt, ob das ein Bericht über die jungen Morani aus Umoja ist, was er wie folgt bestätigt hat:

“Yes Ise. I have seen 3 Umoja Women in the picture. Everyone in the picture is from our home area in Archer’s Post. Yes Rebecca is the Pioneer here and the cause has flourished making sense to many including the warriors.”

Obwohl sie in diesem Bericht nicht genannt wird, trägt Rebeccas Kampf gegen Genitalverstümmelung endlich Früchte! Es ist wieder ein Sieg für Rebecca Lolosoli, deren visionäres Denken und unbeirrbares Handeln trotz aller Widerstände nun endlich zum Erfolg führt. Wir sind stolz, diese charismatische Frau bei der Realsierung ihrer Lebensträume unterstützen zu können. Sie verdient höchsten Respekt und Anerkennung weil sie unermüdlich zum Wohle der Menschen in Kenia und speziell der Samburu arbeitet.

Frauendorf Umoja in Kenia bewirkt kulturellen Wandel bei den Samburu

Wir möchten auf einen sehenswerten Film hinweisen, der im Jahr 2015 in Umoja und einigen umliegenden Dörfern gedreht wurde. Der Film ist leider nur in englischer Sprache verfügbar.

Nachfolgend möchten wir Ihnen die Kernaussage gerne vermitteln.
Rebecca Lolosoli, die Gründerin des ersten Frauendorfes in Afrika, kämpft seit mehr als 25 Jahren für Menschenrechte und Frauenrechte und schuf mit dem Frauendorf Umoja einen Zufluchtsort für Mädchen und Frauen vor Gewalt und Unterdrückung.

Viele der Frauen, die im Laufe der Jahre in Umoja Schutz fanden und dort einige Jahre lebten, wurden von Rebecca Lolosoli dermaßen gestärkt und geschult, dass sie den Mut fanden, in ihre Heimatdörfer zurück zu gehen und dort kurzerhand die Rolle der Dorfchefin übernahmen.
Zurück in ihren Dörfern führten sie dort Regeln für das Zusammenleben ein und forderten Gleichberechtigung. Es sind zwar keine reinen Frauendörfer, aber die Männer müssen sich den
neuen Regeln anpassen oder gehen.
Ein erstaunlicher Wandel, den vor allem die jüngeren Männer sogar unterstützen. Ein älterer Mann erklärt vor laufender Kamera, dass er seine eigenen Kinder nicht mehr beschneiden lässt.Man sieht sogar Männer beim Wasser holen, eine vorher typische Frauenarbeit! Das ist bemerkenswert.

Obwohl noch viele Samburu-Männer die „Befreiung“ der Frauen beklagen und missbilligen, können sie
aber offensichtlich eine Umkehr dieses gesellschaftlichen Wandels nicht mehr erreichen. Dazu sind die Frauen einfach viel zu stark und erfolgreich.

Etwa 60 Dörfer im Samburu-Distrikt stehen mittlerweile unter der Schirmherrschaft von Umoja. Hier wird deutlich, welchen immensen Einfluss die „Keimzelle Umoja“ mit der charismatischen
Führungspersönlichkeit Rebecca Lolosoli auf die gesamte Region hat.
Mit Weitblick, Zielstrebigkeit und ungeheurem Mut hat sie trotz aller Rückschläge den kulturellen
und gesellschaftlichen Wandel unaufhaltsam eingeleitet.

Wir freuen uns sehr, Rebecca Lolosoli, die Umoja Uaso Women Group sowie indirekt auch die vielen angeschlossenen Dörfer mit unserer Arbeit nachhaltig unterstützen zu können.
Ise Stockum