Kampf gegen Genitalverstümmelung (FGM)

Wir arbeiten zur Durchführung unserer Projekte sowohl hier in Deutschland als auch in Kenia mit bewährten Partnern zusammen. Hierzu gehören in Kenia unter anderem
Antonia Waskowiak mit Ihrem Verein Zinduka e.V. Zinduka ist Kiswahili und bedeutet Hoffnungsschimmer. Ziel ist es, jungen Frauen und Mädchen in Kenia, die von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM), Kinderehen und Jugendschwangerschaften bedroht sind, einen Hoffnungsschimmer zu geben. Mehr unter: https://www.zinduka-ev.com/
Jeremia Kipainoi: Er ist ein preisgekrönter Multimedia-Journalist, der den End FGM-Podcast und die End FGM Live-Show produziert und moderiert. Mehr unter https://www.kipainoi.com/

Gerade wurde eine bemerkenswerte und sehr lesenswerte Reportage von Stephanie Sinclair mit Videos von Jeremia Kipainoi in der New York Times veröffentlicht und steht unter https://www.nytimes.com/2020/12/10/opinion/kenya-covid-child-marriage.html in englischer Sprache zur Verfügung.

Der Bericht schildert eindrucksvoll die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf junge Mädchen in Kenia. Während der monatelangen Schulschließungen lebten sie wieder bei ihren Familien und wurden von diesen mit älteren Männern zwangsverheiratet. Einer alten Tradition folgend, geht der Zwangsheirat die Genitalverstümmelung voraus. Beides ist in Kenia verboten, kommt jedoch häufig nicht zur Anzeige.
Der Samburu Girls Foundation wurden von März bis September 2020 allein 500 neue Fälle im Samburu County bekannt, eine signifikante Steigerung gegenüber vorherigen Zahlen. Die sexuelle Gewalt nahm in diesem Zeitraum um 230% zu.
Die Mädchen wissen häufig nicht um ihre Rechte und an wen sie sich in ihrer Not wenden können. Sie werden nach der Zwangsheirat schnell schwanger und sind nicht mehr in der Lage, weiterhin die Schule zu besuchen.

Die Bekämpfung von Genitalverstümmelung und Zwangsheirat durch Aufklärung war schon immer einer der Schwerpunkte von Rebecca Lolosoli und der Umoja-Frauengruppe. Antonia und Jeremia unterstützen tatkräftig diese Arbeit und haben schon mehrfach gemeinsam Workshops durchgeführt, die sehr eindrücklich und nachhaltig waren. Vor allem werden in diesen Workshops auch Männer einbezogen. Diese Workshops sollen auch in Zukunft weitergeführt werden. Die Finanzierung der Umoja-Workshops übernimmt dabei unser Kooperationspartner, Tatort-Straßen der Welt e.V. aus Köln. Unser Kooperationspartner action five e.V. in Bonn unterstützt ebenfalls die Arbeit von Zinduka e.V.

Der Freundeskreis Umoja hat zur Bekämpfung von FGM und Zwangsheirat des Projekt P+7 ins Leben gerufen.
Hierbei zahlen Klassenpaten für den Schulbesuch eines Kindes, unter der Voraussetzung, dass die Elten vertraglich auf FGM und Zwangsverheiratung des Kindes verzichten. Dieses Projekt zum Schutz der Kinder hat sich nun insbesondere während der Corona-Pandemie bewährt. Die Familien der Projektkinder erhielten Lebensmittel und Hygieneartikel. Dadurch waren sie nicht auf Gelder angewiesen, die sie durch die Zwangsverheiratung ihrer Kinder bekommen hätten. Nach Angaben aus Umoja sind dort und an auch an der Schule – Umoja Muehlbauer Academy – keine derartigen Auswirkungen der Corona-Pandemie aufgetreten.

Wenn Sie sich für eine Patenschaft für den Einschulungsjahrgang 2022 interessieren, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Aktueller Bericht: The village with no men

Von Zeit zu Zeit berichten Umoja-Besucher in diversen Medien über ihre Erlebnisse. Hier ist ein Video von Nas Daily auf youtube, das die Geschichte der Entstehung des Dorfes erzählt.

Ein sehr schöner Film, der auf den Punkt bringt, um was es im Frauendorf Umoja geht, auch wenn einige Aussagen der künstlerischen Freiheit der Filmemacher zuzuschreiben sind. Sehenswert!

Unser Verein unterstützt das Frauendorf Umoja seit vielen Jahren und hat dort für eine Zeitenwende gesorgt. So finanzieren wir unter Anderem den laufenden Unterhalt der dorfeigenen Schule, z.B. durch Zahlung von Lehrergehältern, Schulmahlzeiten und vielem mehr. Es gibt ein Patenprojekt, das Mädchen wirksam vor Genitalverstümmelung schützt und eine gute Primärbildung ermöglicht. Ein Tiefenbrunnen wurde gebaut. Er sorgt für sauberes Trinkwasser und ermöglicht den Anbau von Gemüse. Auch werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie wirksam gemildert durch die Versorgung des Dorfes mit Lebensmitteln und ausreichenden Hygieneartikeln.

Vereinfachter Spendennachweis ab 2021!

Viele unserer Unterstützer:innen machen ihre Spenden an den Freundeskreis steuerlich geltend. Hierzu erhalten Sie von uns im 1. Quartal des Folgejahres eine Spendenbescheinigung, sofern uns die vollständige Adresse vorliegt.

Das Finanzamt erkennt eine Spende auch ohne Spendenbescheinigung an, wenn ihm eine Kopie des Überweisungsträgers zusammen mit einem Spendennachweis des Vereins vorgelegt wird. Unseren Spendennachweis finden Sie hier: Infoseite Spenden

Bisher lag die Spendenhöhe, bis zu der das Finanzamt auf eine Spendenbescheinigung verzichtet, bei 200 Euro. Für Spenden ab dem 01.01.2021 wurde die Grenze auf 300 Euro erhöht.

Weihnachtsgrüße aus Umoja

Wir freuen uns über die diesjährigen Weihnachtsgrüße aus Umoja, in denen Tom und Rebecca Lolosoli allen Unterstützenden ihren Dank aussprechen:

Liebe Freunde von Umoja,
die Gemeinschaft von Umoja Uaso Women Group und Umoja Muehlbauer Academy (UUWG/UMA) wünscht allen
Gönnerinnen und Gönnern ein frohes, heiteres und friedliches Fest. Die COVID-19-Pandemie hat die Welt im Sturm erobert und zum Stillstand gebracht, aber mit Ihrer Unterstützung hat die Organisation den Sturm überstanden und das Jahr ohne schlechte Nachrichten. Trotz der Lücken, die die Pandemie mit sich brachte, gelang es der Einrichtung, Fortschritte zu machen (die im Anschluss aufgezählt werden. Auch die Unterstützenden werden genannt).

Die Umoja Uaso Frauengruppe und die Umoja Muehlbauer Akademie möchten Ihnen von ganzem Herzen unseren Dank aussprechen.
Auch im Namen von Rebecca Lolosoli wünschen wir Ihnen Frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr.

BLEIBEN SIE SICHER, BLEIBEN SIE GESUND

Tom Lolosoli
Leiter Umoja Uaso Frauengruppe und
Umoja Muehlbauer Akademie

X-Mass Greetings 2020

Die Lackierung der Schulbusse

Wie schon berichtet, konnten im September 2 Mini-Vans als Schulbusse für die Umoja Muehlbauer Academy gekauft werden.
Die Umlackierung zu Schulbussen wurde am 29.10.2020 begonnen, nachdem die keniansiche nationale Transport- und Sicherheitsbehörde (NTSA) eine Änderung der Fahrzeugfarbe in gelb genehmigt hatte.


© Tom Lolosoli

Ursprünglich sollten die Umrüstungsarbeiten in einer Werkstatt in Meru erfolgen, die aber leider von Einbrüchen heimgesucht wird. Deshalb wurde umdisponiert und die Werkstatt kommt nun mit der gesamten Ausrüstung nach Umoja. Die Wagen werden auf dem Gelände des Frauendorfes in gelb lackiert.

Durch diese Maßnahme hat Tom Lolosoli dafür Sorge getragen, dass die Fahrzeuge unter Bewachung sicher auf dem Umoja-Gelände stehen und nicht gestohlen oder Teile abmontiert werden können. Eine sehr umsichtige Entscheidung, selbst wenn nun die Kosten für die Umrüstung sich dadurch möglicherweise etwas erhöhen.

Wir werden weiter berichten.

Aktuelle Nachrichten, Newsletter, Jahresbericht 2019

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir haben wieder einen Newsletter fertiggestellt, der über laufende Projekte und die Ereignisse in Umoja in den vergangenen Monaten berichtet. Ein Themenfokus liegt auf der Schule und den Auswirkungen der Schulschließung: Newsletter 2020-3

Außerdem stellen wir unseren Jahresbericht 2019 zur Verfügung. Darin finden Sie Berichte über unsere Projekte und die Verwendung der Beiträge und Spenden: Jahresbericht 2019

Ansonsten bereiten wir unsere Mitgliederversammlung vor, die leider nicht in der üblichen Form stattfinden kann. Wir hätten uns sehr über ein Wiedersehen gefreut und hoffen auf ein persönliches Zusammenfinden im nächsten Jahr. Die diesjährige Versammlung wird voraussichtlich in der zweiten Novemberhälfte als Online-Meeting stattfinden.

Auf absehbare Zeit bleibt uns nur Zuversicht und Durchhaltevermögen. Machen Sie es sich gemütlich mit einem guten Buch, schöner Musik, Kerzenschein, leckeren Plätzchen und duftendem Tee oder Kaffee. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Angehörigen alles Gute und bleiben Sie gesund.

Mit herzlichen Grüßen
Ise Stockums

WDR Kinderrechtepreis 2020

Der WDR hat auch in diesem Jahr den Kinderrechtepreis ausgeschrieben. Dieser richtet sich an Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen aus Nordrhein-Westfalen, die sich vorbildlich für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland oder im Ausland einsetzen. Bewerben können sich Kinder und Erwachsene, die engagiert, kreativ und nachhaltig für die Interessen von Kindern eintreten und versuchen, strukturelle Veränderungen zugunsten von Kindern herbeizuführen.

Wir haben im März 2020 die Bewerbungsunterlagen zu diesem Wettbewerb eingereicht und dabei unser Patenprojekt P+7 vorgestellt, das Mädchen aus mittellosen Familien die Chance auf Bildung ermöglicht und gleichzeitig mit dem Schutz vor Genitalverstümmelung verknüpft ist.
Die Eltern/Erziehungsberechtigten der Mädchen müssen sich gegenüber der Schule in einem schriftlichen Vertrag verpflichten, die Mädchen nicht beschneiden zu lassen und keine Früh- bzw. Zwangsverheiratung vorzunehmen. Als Gegenleistung tragen die Paten das Schulgeld.
Ziel ist, für jeden neuen Einschulungsjahrgang mindestens 20 neue Patenschaften zu vermitteln, damit noch mehr Mädchen vor der grausamen Genitalverstümmelung geschützt werden können. Derzeit genießen schon 79 Mädchen diesen besonderen Schutz.

Unsere Bewerbung wurde angenommen. Mehr als 80 Vereine und Initiativen hatten sich beworben und es war für die Jury eine schwierige Aufgabe aus den zahlreichen Projekten die Gewinner zu ermitteln. Am 10. Juni 2020 hat die Jury getagt und die Gewinner waren drei Initiativen aus Nordrhein-Westfalen.

Auch wenn unser Projekt nicht unter den Preisträgern war, wird der WDR sich bemühen, in seinen Programmen auf die eingereichten Projekte aufmerksam zu machen. Außerdem wurde zum Weltkindertag am 20. September 2020 die Broschüre zum Kinderrechtepreis verteilt. Darin werden die Preisträger 2020 vorgestellt und viele weitere Projekte aus dem Wettbewerb. Auf Seite 37 wird über unser Patenprojekt P+7 in Umoja berichtet.

Die Broschüre können Sie HIER einsehen und herunterladen.