Fragiles Glück!

Unerwartete Süßkartoffel-Ernte in Umoja

Es ist wie ein kleines Wunder! Seit die Kinder der Umoja Muehlbauer Academy laut lärmend die Heuschrecken gejagt haben, sind diese nicht wieder im Gelände des Frauendorfes eingefallen. (Bericht vom 31.Januar 2020)

So konnte inzwischen weiter geerntet werden und heute, am 3. März 2020 haben die Umoja-Frauen voller Stolz Süßkartoffeln geerntet, wie die Fotos zeigen:

Allerdings berichtet Tom Lolosoli, dass die Gärten der umliegenden Lodges und auch das naheliegende Kalama-Schutzgebiet von den Schwärmen heimgesucht wurden.

Umoja blieb wie ein Wunder bis jetzt verschont, worüber wir uns natürlich alle sehr freuen. Das gesamte Gelände des Frauendorfes ist noch wie eine grüne Oase.

Leider ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis die Schwärme auch in Umoja einfallen werden. Ostafrika kämpft mit der schlimmsten Heuschrecken-Plage seit Jahrzehnten und die Schwärme fressen alles kahl, wo sie einfallen. In absehbarer Zeit drohen dort Hungersnöte durch Lebensmittelknappheit.

Wir bitten schon jetzt um Spenden für die Bevorratung von Lebensmitteln für das Frauendorf und für die Schulmahlzeiten an der Umoja Muehlbauer Academy sowie den Kauf von Saatgut und Setzlingen.

Danke für Ihre Hilfe.

Ein Schulbus für Umoja

Für unsere Schule in Umoja/Kenia muss dringend ein gebrauchter Schulbus angeschafft werden. Wir bitten hierfür ganz gezielt um Spenden, damit wir Schülerinnen und Schüler aus den weiter entfernten Busch-Regionen den Schulbesuch wieder ermöglichen können!

In der Schule werden die Jahrgangsstufen 1-8 unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus der näheren Umgebung sowie aus Dörfern, die mehr als 10 km – teilweise bis zu 20 km – entfernt liegen. Da keine öffentlichen Verkehrsmittel in der Region existieren, müssen sie entweder laufen oder sind von Schultransporten abhängig.
Der bisherige private Betreiber des Schulbusses hat die Fahrpreise um ein Dreifaches erhöht, sodass viele Familien es sich nicht mehr leisten können, ihre Kinder mit dem Bus zur Umoja Schule zu schicken. Hiervon sind derzeit 86 Kinder betroffen.

Auch für die Kinder aus der näheren Umgebung ist der fußläufige Schulweg sehr beschwerlich und gefährlich. Die Wege führen durch den Busch und den Uaso-Nyiro-Fluss, aber auch über die gefährliche Autobahntrasse Isiolo–Marsabit. Das Gefahrenpotential ist immens: Elefanten, Löwen, Krokodile, Schlangen wie z.B. Black Mamba sind immer und überall zu erwarten und die Gefahr, auf der Autobahn überfahren zu werden, ist bedrohlich, speziell für die jüngeren Kinder.

Mit dem Kauf eines erschwinglichen gebrauchten Busses in gutem Zustand kann die Schule als Betreiber die Schulbusfahrten selber übernehmen. Die laufenden jährlichen Kosten für das Fahrzeug würden von den Eltern und den Umoja-Frauen finanziert.
Die Eltern sind bereit, für den sicheren Schulweg ihrer Kinder einen entsprechenden Beitrag zu leisten, so wie schon vorher geschehen, bevor der private Autoverleiher die Preise für die Schulbus-Fahrten verdreifachte.
Die benötigte Spendensumme liegt bei mindestens 12.000 Euro für die Anschaffung eines kleinen Schulbusses.

Das neue Schuljahr in Kenia hat bereits im Januar begonnen, es muss schnell gehandelt werden, damit die Kinder noch im laufenden Jahr wieder an die Schule zurückkehren und wieder am Unterricht teilnehmen können.

Ihr Engagement hilft direkt!
Bitte helfen Sie mit einer Spende an unser Spendenkonto bei der Sparkasse Neuss:

Wenn Sie das Stichwort „Schulbus“ angeben, werden die Mittel ausschließlich hierfür verwendet. Das Stichwort „Schulbus und Schule“ ermöglicht uns, die Spende auch für den Unterhalt der Schule einzusetzen, falls die Spenden höher wären als die Kosten, die für den Bus entstehen.

Für Ihre Unterstützung sagen wir
Herzlichen Dank!

Heuschreckenplage in Umoja

Ostafrika ist derzeit von einer dramatischen Heuschreckenplage betroffen. Hierüber berichtete das ZDF am 28.01.2020: Beitrag ansehen

Leider haben die Heuschrecken nun auch Umoja erreicht und die Kinder versuchen vergebens, dagegen anzugehen. Das nachstehende Video stammt vom 29.01.2020.

Für das Frauendorf Umoja und die Umoja Muehlbauer Academy ist das kein guter Start in das Jahr 2020.

Erst die schreckliche Überschwemmung und nun die furchtbare Heuschrecken-Plage! Die WHO warnt schon jetzt vor Hungersnot und Lebensmittelknappheit in Ostafrika.

In diesem Zusammenhang möchten wir gerne unsere Kampagne für Schulmahlzeiten intensivieren.

Dazu sind zum Beispiel „Schulläufe“ bestens geeignet, um Spendengelder zu sammeln.

Die Kinder hier in Deutschland lassen sich sicher von der guten Tat überzeugen, für die gleichaltrigen Kinder an der Umoja-Schule die täglichen Mahlzeiten zu sichern.

Wenn Sie also Kontakt zu Schulen haben, wären wir für Ihre Hilfe dankbar, dort Schulläufe zugunsten der Schule im Frauendorf Umoja anzuregen.

Wir sind auch für jede sonstige Spende dankbar.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe. Jeder Cent zählt!

Überflutung in Umoja – Die Schule blieb verschont


Das gesamte Schulgelände mit allen Gebäuden, dem Waschplatz und den Sanitäranlagen blieb Gott sei Dank von Überflutungen verschont.
Auch das Kühlhaus und die neue Küche mit dem neuen Kochofen sind intakt.
Allerdings kam das Wasser schon recht nahe an das Gelände, wie man hier sehen kann.

Wir sind erleichtert, dass an den bestehenden Schulgebäuden und auch am Neubau keine Schäden entstanden sind. Erfreulich ist auch, dass der neue Schultrakt, der mit Fördermitteln des BMZ finanziert wird, schon früher als erwartet fertig wurde.

Durch den Erweiterungsbau der Schule mit 4 Standard-Klassenzimmern dürfen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 auf schöne und geräumige Klassenzimmer freuen. Da macht Lernen Spaß!

Der neue Schultrakt wird am 8. Januar 2020 mit einer feierlichen Zeremonie im Beisein der Geschäftsführerin des Tatort-Vereins Köln, Frau Ulrike Thönniges, eingeweiht. Unser Kooperationspartner, der Tatort-Verein ist federführend bei der gesamten Abwicklung des Ausbau-Projektes mit dem BMZ. Darüber haben wir schon ausführlich berichtet.

In unserem Newsletter 02/2019 vom September 2019 hatten wir um Spenden für die Reparatur von Schulbänken und der Beschaffung von neuen Pulten gebeten.
Hierfür bitten wir nochmals um Spenden unter dem Stichwort „Schule“, um weiteres Schulmobiliar anschaffen zu können.

Auch für die Behebung aller Schäden im Wohndorf der Frauen und und an den Bandas im Camp als Einkommensquelle benötigen wir noch weitere Spenden unter dem Stichwort „Fluthilfe“.

Mit Ihrer Spende machen Sie die Welt der Frauen und Kinder in Umoja um ein vielfaches besser und geben ihnen eine Menge Hoffnung für die Zukunft.

Dankbar und auch Im Namen der Frauen und Kinder aus Umoja sagen wir
Asante sana

Den ausführlichen Bericht mit weiteren Fotos können Sie HIER ansehen.

Überflutung in Umoja – Camp, Bandas und Gärten

Als Einkommensquellen verfügen die Umoja-Frauen über 3 Standbeine, den Verkauf von Perlenschmuck, die Vermietung der Bandas im Camp und den Anbau von Gemüse.
Diese 3 Standbeine sollen kontinuierlich ausgebaut werden, um den Frauen stabile Einkommen zu sichern und sie unabhängig von Spenden zu machen. Es soll den Frauen mit ihren Kindern auf Dauer ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben ermöglichen.

Die Flutkatastrophe vom 10. Dezember 2019 bedeutet einen herben Rückschlag und es bedarf unserer Unterstützung, die notwendigen Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

Nachfolgend finden Sie den Bericht über die entstandenen Schäden.

Das Camp
Das reißende Flussbett des Uaso-Rivers direkt am Umoja-Camp hatte Verwüstungen zur Folge. Durch die Flutkatastrophe wurde auch der Tourismus hart getroffen. Dies führt zu erheblichen Einnahmeverlusten, auch in Umoja.

Die Bandas
Viele der Bandas waren überflutet und in manchen stand das Wasser über 1 Meter hoch. Das Wasser stand höher als die Toiletten und hinterließ Schlamm auf den Toilettensitzen. Die Betten wurden überflutet und die Matratzen schwammen von einer Ecke zur anderen in den Räumen. Das Wasser war so schlammig, dass die Möbel und Matratzen völlig unbrauchbar sind und nicht mehr repariert werden können.
Leider waren auch die erst im Juli 2019 renovierten beiden Bandas davon betroffen und auch dafür müssen wieder neue Möbel und Matratzen beschafft werden.

Bei einem neu renovierten Banda war die Verandadecke aus Rigipsplatten dem Regen ausgesetzt, als der Wind den Regen stark in Richtung der Tür blies und einen Teil der Decke durchtränkte und Farben und Gesims abzulösen begannen; auch Teile der Decke an den Rändern begannen sich vom Dach zu lösen.

Eine Vordachverlängerung der Veranda ist deshalb notwendig und allgemeine Reparaturen an den Rigipsplatten sowie Neuanstriche sind erforderlich.

Die Wannenbeete und Gärten
Die stabil gebauten Wannenbeete sind gut erhalten, aber die extremen Regenfälle zerstörten viele Setzlinge, die nun wieder neu gekauft und gepflanzt werden müssen. Außerdem gab es eine Zunahme von Schädlingen, die die Ernten vernichteten. Dies machte leider den Einsatz von Pestiziden unabwendbar, um wenigstens einen Teil der Ernte zu retten.

Generell waren die Regenfälle jedoch gut für das Wachstum in den Gärten und der gesamten Vegetation. Eine große Herausforderung bei den Gärten ist der löchrige Drahtzaun, durch den die Kinder aus den Nachbarorten eindringen und das begehrte frische Gemüse stehlen.

Wir hoffen sehr, dass wir auch für den Gemüseanbau schnell Mittel bereitstellen können, denn derzeit versprechen die gut gewässerten Böden reiche Ernte.

Wenn Sie dazu beitragen möchten, dass für die Umoja-Frauen die oben beschriebenen Einnahmequellen schnell wieder zur Verfügung stehen und die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können, bitten wir um Ihre Unterstützung. Jeder Cent zählt. Bitte helfen Sie mit einer Spende an unser Spendenkonto bei der Sparkasse Neuss:

Im Namen der Frauen und Kinder aus Umoja sagen wir
Herzlichen Dank – Asante sana

Ausführlichen Bericht mit weiteren Fotos als .pdf-Datei ansehen: 20191229 Lagebericht

Überflutungen in Umoja – Ursache und Auswirkungen

Seit Oktober 2019 gab es in Ostafrika aufgrund der ungewöhnlichen Erwärmung des Indischen Ozeans starke Regenfälle. Das Phänomen, genannt Indischer Ozean Dipol, tritt etwa alle 10 Jahre auf und löst in Ostafrika zerstörerische Regenfälle und Überschwemmungen aus. Mehr als eine Million Menschen wurden in Kenia, Somalia, Süd-Sudan, Äthiopien und Tansania vertrieben. Es war sehr ungewöhnlich, dass die Wettervorhersagen für normalerweise sehr trockene Gebiete in Kenia die höchsten Niederschlagsmengen prognostizierten.

Links sehen Sie das Wettermuster von Satellitenbildern. Umoja im Samburu County liegt in einer der roten Zonen, die für die höchsten Niederschläge im Herzen Kenias angezeigt wird.

Einerseits wird die Regenzeit mit ausgiebigen Regenmengen von den Hirtenvölkern in den trockenen Landesregionen sehnlich erwartet, weil dann genügend Weideland für ihre Viehherden zur Verfügung steht. Andererseits kann zu viel Regen in kurzer Zeit auch ein Fluch sein und zu Überschwemmungen führen, die Verwüstungen mit sich bringen.

Diese Verwüstungen führten dazu, dass in Kenia Menschen ihr Leben verloren, ausgelöst durch Erdrutsche in hügeligen Gebieten, Sturzfluten, die ganze Dörfer wegspülten, zerstörte und unpassierbar gewordene Straßen. Menschen verbrachten schlaflose Nächte und mussten tagelang bei beißender Kälte im Freien ausharren. Eine echte Katastrophe für die Betroffenen.

Die aus dem Hinterland nach Archer’s Post führenden Schotterstraßen verwandelten sich in unpassierbare Schlammpisten und schnitten den Ort ab.
Die dort verlaufende Hauptwasserleitung der Gemeinde wurde ebenfalls weggespült, so dass die Anwohner nun verunreinigtes Wasser aus dem Fluss holen und trinken müssen.

Glück im Unglück für Umoja:
Die Brunnenanlage im Frauendorf ist intakt und liefert sauberes Trinkwasser.

Die lange Regenzeit findet normalerweise jährlich im April/Mai statt, aber ungewöhnlicherweise gab es in diesem Jahr in vielen Teilen des Landes nur 2 Wochen Regen, der zudem so spät außerhalb der normalen Regenzeit in den ersten beiden Juniwochen kam und schnell wieder verebbte!

Die Regenzeit am Ende des Jahres findet normalerweise immer im November statt mit sehr leichten Schauern, die sich in ein oder zwei Wochen im Dezember verstreuen. Sie gilt somit als kurze Regenzeit.
Aber in diesem Jahr begann es Anfang Oktober zu regnen und andauernd bis in den Dezember hinein, was letztlich durch die extreme Wetterlage zu der Flut vom 10. Dezember führte.

Überschwemmungen des Uaso Rivers gab es während der gesamten Saison, aber die verheerendste war am 10. Dezember 2019, durch Rekord-Regenfälle an 4 aufeinanderfolgenden Tagen. Die Überschwemmungen dauerten 11 Stunden bei vollem Wasserstand, als alle aus den Uferregionen in Sicherheit flüchteten.

Glücklicherweise konnten die Frauen und Kinder inzwischen nach Umoja zurückkehren.

Kenias Meteorologische Abteilung warnt aber, dass bis Januar 2020 weiter schwere Regenstürme mit Überschwemmungen über das Land fegen werden.

Den vollständigen Bericht mit weiteren Fotos können Sie HIER ansehen.

Tröstliche Nachricht aus Umoja

Die Frauen und Kinder können Weihnachten feiern.

Dank der ersten schnellen Fluthilfen konnten wir schon 2.700,00 € nach Umoja überweisen, die dort tatsächlich schon am Heiligabend 2019 verfügbar waren. Die Freude war riesig und es wurde ein kleinerer Betrag abgehoben und schon an die Frauen verteilt.

Die Frauen versammelten sich und jede bekam einen kleinen Betrag zum Kauf von Lebensmitteln für Weihnachten. Die Kinder durften sich über einen Lutscher freuen.

Außerdem beschloss man eine große, kräftige Ziege zu kaufen. Diese Ziege wurde geschlachtet, zubereitet und von den Frauen und Kindern in einer gemeinschaftlichen Zeremonie als Weihnachtsessen verspeist.

So konnten die Frauen und Kinder in Umoja nach den Schrecken und Widrigkeiten der letzen Tage doch noch ein unerwartet schönes Festessen am Heiligabend einnehmen.

Bei unseren großherzigen Spendern bedanken wir uns, auch im Namen der Frauen und Kinder aus Umoja recht herzlich.

Beitrag mit weiteren Fotos ansehen