Überflutung in Umoja – Die Schule blieb verschont


Das gesamte Schulgelände mit allen Gebäuden, dem Waschplatz und den Sanitäranlagen blieb Gott sei Dank von Überflutungen verschont.
Auch das Kühlhaus und die neue Küche mit dem neuen Kochofen sind intakt.
Allerdings kam das Wasser schon recht nahe an das Gelände, wie man hier sehen kann.

Wir sind erleichtert, dass an den bestehenden Schulgebäuden und auch am Neubau keine Schäden entstanden sind. Erfreulich ist auch, dass der neue Schultrakt, der mit Fördermitteln des BMZ finanziert wird, schon früher als erwartet fertig wurde.

Durch den Erweiterungsbau der Schule mit 4 Standard-Klassenzimmern dürfen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 auf schöne und geräumige Klassenzimmer freuen. Da macht Lernen Spaß!

Der neue Schultrakt wird am 8. Januar 2020 mit einer feierlichen Zeremonie im Beisein der Geschäftsführerin des Tatort-Vereins Köln, Frau Ulrike Thönniges, eingeweiht. Unser Kooperationspartner, der Tatort-Verein ist federführend bei der gesamten Abwicklung des Ausbau-Projektes mit dem BMZ. Darüber haben wir schon ausführlich berichtet.

In unserem Newsletter 02/2019 vom September 2019 hatten wir um Spenden für die Reparatur von Schulbänken und der Beschaffung von neuen Pulten gebeten.
Hierfür bitten wir nochmals um Spenden unter dem Stichwort „Schule“, um weiteres Schulmobiliar anschaffen zu können.

Auch für die Behebung aller Schäden im Wohndorf der Frauen und und an den Bandas im Camp als Einkommensquelle benötigen wir noch weitere Spenden unter dem Stichwort „Fluthilfe“.

Mit Ihrer Spende machen Sie die Welt der Frauen und Kinder in Umoja um ein vielfaches besser und geben ihnen eine Menge Hoffnung für die Zukunft.

Dankbar und auch Im Namen der Frauen und Kinder aus Umoja sagen wir
Asante sana

Den ausführlichen Bericht mit weiteren Fotos können Sie HIER ansehen.

Überflutung in Umoja – Camp, Bandas und Gärten

Als Einkommensquellen verfügen die Umoja-Frauen über 3 Standbeine, den Verkauf von Perlenschmuck, die Vermietung der Bandas im Camp und den Anbau von Gemüse.
Diese 3 Standbeine sollen kontinuierlich ausgebaut werden, um den Frauen stabile Einkommen zu sichern und sie unabhängig von Spenden zu machen. Es soll den Frauen mit ihren Kindern auf Dauer ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben ermöglichen.

Die Flutkatastrophe vom 10. Dezember 2019 bedeutet einen herben Rückschlag und es bedarf unserer Unterstützung, die notwendigen Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

Nachfolgend finden Sie den Bericht über die entstandenen Schäden.

Das Camp
Das reißende Flussbett des Uaso-Rivers direkt am Umoja-Camp hatte Verwüstungen zur Folge. Durch die Flutkatastrophe wurde auch der Tourismus hart getroffen. Dies führt zu erheblichen Einnahmeverlusten, auch in Umoja.

Die Bandas
Viele der Bandas waren überflutet und in manchen stand das Wasser über 1 Meter hoch. Das Wasser stand höher als die Toiletten und hinterließ Schlamm auf den Toilettensitzen. Die Betten wurden überflutet und die Matratzen schwammen von einer Ecke zur anderen in den Räumen. Das Wasser war so schlammig, dass die Möbel und Matratzen völlig unbrauchbar sind und nicht mehr repariert werden können.
Leider waren auch die erst im Juli 2019 renovierten beiden Bandas davon betroffen und auch dafür müssen wieder neue Möbel und Matratzen beschafft werden.

Bei einem neu renovierten Banda war die Verandadecke aus Rigipsplatten dem Regen ausgesetzt, als der Wind den Regen stark in Richtung der Tür blies und einen Teil der Decke durchtränkte und Farben und Gesims abzulösen begannen; auch Teile der Decke an den Rändern begannen sich vom Dach zu lösen.

Eine Vordachverlängerung der Veranda ist deshalb notwendig und allgemeine Reparaturen an den Rigipsplatten sowie Neuanstriche sind erforderlich.

Die Wannenbeete und Gärten
Die stabil gebauten Wannenbeete sind gut erhalten, aber die extremen Regenfälle zerstörten viele Setzlinge, die nun wieder neu gekauft und gepflanzt werden müssen. Außerdem gab es eine Zunahme von Schädlingen, die die Ernten vernichteten. Dies machte leider den Einsatz von Pestiziden unabwendbar, um wenigstens einen Teil der Ernte zu retten.

Generell waren die Regenfälle jedoch gut für das Wachstum in den Gärten und der gesamten Vegetation. Eine große Herausforderung bei den Gärten ist der löchrige Drahtzaun, durch den die Kinder aus den Nachbarorten eindringen und das begehrte frische Gemüse stehlen.

Wir hoffen sehr, dass wir auch für den Gemüseanbau schnell Mittel bereitstellen können, denn derzeit versprechen die gut gewässerten Böden reiche Ernte.

Wenn Sie dazu beitragen möchten, dass für die Umoja-Frauen die oben beschriebenen Einnahmequellen schnell wieder zur Verfügung stehen und die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können, bitten wir um Ihre Unterstützung. Jeder Cent zählt. Bitte helfen Sie mit einer Spende an unser Spendenkonto bei der Sparkasse Neuss:

Im Namen der Frauen und Kinder aus Umoja sagen wir
Herzlichen Dank – Asante sana

Ausführlichen Bericht mit weiteren Fotos als .pdf-Datei ansehen: 20191229 Lagebericht

Überflutungen in Umoja – Ursache und Auswirkungen

Seit Oktober 2019 gab es in Ostafrika aufgrund der ungewöhnlichen Erwärmung des Indischen Ozeans starke Regenfälle. Das Phänomen, genannt Indischer Ozean Dipol, tritt etwa alle 10 Jahre auf und löst in Ostafrika zerstörerische Regenfälle und Überschwemmungen aus. Mehr als eine Million Menschen wurden in Kenia, Somalia, Süd-Sudan, Äthiopien und Tansania vertrieben. Es war sehr ungewöhnlich, dass die Wettervorhersagen für normalerweise sehr trockene Gebiete in Kenia die höchsten Niederschlagsmengen prognostizierten.

Links sehen Sie das Wettermuster von Satellitenbildern. Umoja im Samburu County liegt in einer der roten Zonen, die für die höchsten Niederschläge im Herzen Kenias angezeigt wird.

Einerseits wird die Regenzeit mit ausgiebigen Regenmengen von den Hirtenvölkern in den trockenen Landesregionen sehnlich erwartet, weil dann genügend Weideland für ihre Viehherden zur Verfügung steht. Andererseits kann zu viel Regen in kurzer Zeit auch ein Fluch sein und zu Überschwemmungen führen, die Verwüstungen mit sich bringen.

Diese Verwüstungen führten dazu, dass in Kenia Menschen ihr Leben verloren, ausgelöst durch Erdrutsche in hügeligen Gebieten, Sturzfluten, die ganze Dörfer wegspülten, zerstörte und unpassierbar gewordene Straßen. Menschen verbrachten schlaflose Nächte und mussten tagelang bei beißender Kälte im Freien ausharren. Eine echte Katastrophe für die Betroffenen.

Die aus dem Hinterland nach Archer’s Post führenden Schotterstraßen verwandelten sich in unpassierbare Schlammpisten und schnitten den Ort ab.
Die dort verlaufende Hauptwasserleitung der Gemeinde wurde ebenfalls weggespült, so dass die Anwohner nun verunreinigtes Wasser aus dem Fluss holen und trinken müssen.

Glück im Unglück für Umoja:
Die Brunnenanlage im Frauendorf ist intakt und liefert sauberes Trinkwasser.

Die lange Regenzeit findet normalerweise jährlich im April/Mai statt, aber ungewöhnlicherweise gab es in diesem Jahr in vielen Teilen des Landes nur 2 Wochen Regen, der zudem so spät außerhalb der normalen Regenzeit in den ersten beiden Juniwochen kam und schnell wieder verebbte!

Die Regenzeit am Ende des Jahres findet normalerweise immer im November statt mit sehr leichten Schauern, die sich in ein oder zwei Wochen im Dezember verstreuen. Sie gilt somit als kurze Regenzeit.
Aber in diesem Jahr begann es Anfang Oktober zu regnen und andauernd bis in den Dezember hinein, was letztlich durch die extreme Wetterlage zu der Flut vom 10. Dezember führte.

Überschwemmungen des Uaso Rivers gab es während der gesamten Saison, aber die verheerendste war am 10. Dezember 2019, durch Rekord-Regenfälle an 4 aufeinanderfolgenden Tagen. Die Überschwemmungen dauerten 11 Stunden bei vollem Wasserstand, als alle aus den Uferregionen in Sicherheit flüchteten.

Glücklicherweise konnten die Frauen und Kinder inzwischen nach Umoja zurückkehren.

Kenias Meteorologische Abteilung warnt aber, dass bis Januar 2020 weiter schwere Regenstürme mit Überschwemmungen über das Land fegen werden.

Den vollständigen Bericht mit weiteren Fotos können Sie HIER ansehen.

Tröstliche Nachricht aus Umoja

Die Frauen und Kinder können Weihnachten feiern.

Dank der ersten schnellen Fluthilfen konnten wir schon 2.700,00 € nach Umoja überweisen, die dort tatsächlich schon am Heiligabend 2019 verfügbar waren. Die Freude war riesig und es wurde ein kleinerer Betrag abgehoben und schon an die Frauen verteilt.

Die Frauen versammelten sich und jede bekam einen kleinen Betrag zum Kauf von Lebensmitteln für Weihnachten. Die Kinder durften sich über einen Lutscher freuen.

Außerdem beschloss man eine große, kräftige Ziege zu kaufen. Diese Ziege wurde geschlachtet, zubereitet und von den Frauen und Kindern in einer gemeinschaftlichen Zeremonie als Weihnachtsessen verspeist.

So konnten die Frauen und Kinder in Umoja nach den Schrecken und Widrigkeiten der letzen Tage doch noch ein unerwartet schönes Festessen am Heiligabend einnehmen.

Bei unseren großherzigen Spendern bedanken wir uns, auch im Namen der Frauen und Kinder aus Umoja recht herzlich.

Beitrag mit weiteren Fotos ansehen

Überflutung in Umoja: Erster Lagebericht aus dem Wohndorf

Als uns die ersten Fotos und Videos von der Überflutung in Umoja vom 10.12.2019 erreichten, mussten wir wirklich Schlimmes befürchten.
Am Montag, den 16.12.2019 konnten die Frauen nach Umoja zurückkehren und mit den Aufräum- und Reinigungsarbeiten beginnen. So langsam zeigt sich das ganze Ausmaß der Schäden. Die Bäche formten tiefe Rinnen am Dorfeingang und auch an vielen Stellen im Dorf selbst. Unsere Hilfe ist dringend erforderlich, damit alles wieder repariert und instand gesetzt werden kann. Alleine schaffen die Frauen das nicht!

Im Wohndorf (Village) leben die Umoja-Frauen mit Ihren Kindern in Manyattas. Diese Hütten werden von den Frauen selbst gebaut und die Dächer werden aus einer Mischung aus Lehm und Kuhdung aufgetragen.
Seit die Frauen keine eigenen Kühe mehr halten, müssen sie von den Farmen in der Umgebung Kuhdung kaufen, um ihre Hütten zu reparieren und instand zu halten. Wir haben darüber schon berichtet.

Das Wohndorf ist normalerweise in sicherer Entfernung zum Fluss und wird nicht durch den Fluss überflutet. Durch den Starkregen konnte der Boden das Wasser aber nicht mehr aufnehmen und so bildeten sich innerhalb des Wohndorfes Bäche, die auch direkt durch die Hütten flossen. Die aus Kuhdung gemachten Dächer weichten auf und auch diese moddrige Masse fiel in die Hütten. Das machte die Wohnhütten der Frauen und Kinder tagelang völlig unbewohnbar.

Auf dem nackten Lehmboden stand nun das Wasser-Kuhdung-Gemisch und die Hütten hatten nur noch locker hängende Dachstrukturen auf schwachen und lockeren Stöcken. Es wird viel Mühe und Arbeit kosten, die Hütten wieder zu reparieren und bewohnbar zu machen. Es fehlen ihnen aber die finanziellen Mittel, um die notwendigen Materialien wie Kuhdung und Plastikplanen zu kaufen. Mit den Plastikplanen sollen die Hütten künftig besser bei Starkregen wasserdicht geschützt werden, so dass die Kuhdungschicht darunter nicht mehr aufweicht.

Außerdem sind die Schäden am Hausrat noch unübersehbar und der Verlust wichtiger Dokumente wie z.B. Geburtsurkunden kommt hinzu. Diese Verluste können vermutlich erst in den kommenden Tagen genau beziffert werden.

Die Schlafstätten in den Wohnhütten bestehen meist aus einer Lage Einstreu, auf denen Häute und Felle liegen, worauf die Frauen und Kinder schlafen. Durch die Überflutungen waren die Schlafstätten völlig unbrauchbar geworden. Auch war das Wetter immer noch bewölkt mit wenig Sonnschein, so dass es Tage dauerte, die Häute und Felle zu reinigen, in Form zu bringen und zu trocknen.

Im Wohndorf befindet sich auch eine kleine Museumsanlage aus gemauertem Gebäude. Dort suchten alle Frauen und Kinder für die ersten kritischen Tage Unterschlupf, was natürlich sehr beengt war und zu ungesunden Verhältnissen führte.

Einige Hütten sind derzeit noch immer völlig unbewohnbar, aber die Frauen und Kinder rücken zusammen und leben nun provisorisch in den einigermaßen bewohnbaren Hütten. Allerdings müssen alle Hütten mehr oder weniger repariert und der beschädigte Hausrat ersetzt werden.

Wir konnten Dank der ersten Spenden schon 2.700,00 € Hilfsgelder nach Umoja überweisen und haben angekündigt, dass wir auch weiter um Spenden bitten, was wir hiermit tun, damit alle Frauen und Kinder wieder wie gewohnt in ihren Hütten leben können.

Dazu erreichten uns noch die folgenden Worte aus Umoja:
„Wir sind mit unserem Verstand und unseren Herzen dankbar für die Unterstützung unserer Wohltäter bei der Wiederherstellung der Situation in Umoja und wir möchten Ihnen unsere höchste Wertschätzung übermitteln! Möge Gott Sie mit mehr segnen, als Sie geben.“

Frohe Festtage und beste Grüße
Rebecca und Tom Lolosoli im Namen der Frauen und Kinder aus Umoja

Bericht mit weiteren Fotos als .pdf-Datei herunterladen: 20191222 Lagebericht

Notruf aus Umoja

Heftige Regenfälle haben den Uaso-River am 10. Dezember 2019 in einen reißenden Fluss verwandelt. Alle Frauen und Kinder konnten aber noch rechtzeitig fliehen und sind in Sicherheit. Gott sei Dank.

Weite Uferregionen wurden überflutet und das Wasser richtet immense Schäden an. Tom Lolosoli berichtet, dass das Camp am stärksten betroffen sein wird. Auch die kürzlich neu renovierten Bandas wurden von der Wasser-und Schlammflut erfasst. Gerade für die Weihnachtszeit war das Camp ausgebucht und nun fällt diese Einnahmequelle für die Frauen aus.

Bei den Hütten im Frauendorf sind durch den Starkregen die Dächer aus Lehm und Kuhdung aufgeweicht und es regnet in die Wohnhütten der Familien. In den nächsten Tagen beginnen dort die Aufräumarbeiten und wir werden weiter berichten.

Die Schule liegt etwas erhöht und scheint weniger betroffen zu sein.

Das Ausmaß der Sachschäden muss aber erst genau ermittelt werden, wir hoffen schnellstens entsprechende Berichte zu erhalten. Wir werden Sie laufend weiter informieren.

Bitte warten Sie unsere weiteren Informationen ab, dawir leider aus Kapazitätsgründen nicht in der Lage sein werden, Ihre individuellen Nachfragen zu beantworten. Wir bitten herzlich um Ihr Verständnis dafür.

Nach der Wasserflut hoffen wir nun auf eine Spendenflut, damit wir möglichst schnell alle Schäden beheben können. Bitte helfen Sie mit einer Überweisung an unser Spendenkonto bei der Sparkasse Neuss, Stichwort: Fluthilfe

Mit zuversichtlichen Grüßen
Die Vorstandsmitglieder