Patinnen und Paten gesucht!

UPDATE 09.07.2021

Herzlichen DANK!

In diesem Jahr ist es gelungen, für 17 Mädchen eine Patenschaft zu vermitteln, die ihnen den Schulbesuch ermöglicht und sie vor Frühverheiratung und Genitalverstümmelung schützt.
Die Kinder werden Ende Juli eingeschult.
Wir berichten natürlich regelmäßig über die Entwicklung diesen Paten-Jahrganges und danken allen Patinnen und Paten für ihr Engagement.

UPDATE 22.06.2021

Countdown: Noch 5 Patenschaften bis 30. Juni 2021

Wir suchen noch 5 Patinnen oder Paten für die Übernahme einer langfristigen Patenschaft für kleine Mädchen aus dem Einzugsgebiet des Frauendorfs Umoja. (siehe unten)

Mit einer P+7-Patenschaft ermöglichen Sie einem Mädchen aus einer mittellosen Familie den Zugang zu einer sehr guten Primärbildung an der Umoja Muehlbauer Academy und zusätzlich wird das Mädchen vor Frühverheiratung und Genitalverstümmelung geschützt.
Gerne senden wir Ihnen unsere Projektbeschreibung und das Teilnahmeformular zu.

Werden Sie Patin oder Pate und schenken Sie einem kleinen Mädchen eine bessere Zukunft mit gleichzeitigem Schutz vor Genitalverstümmelung.

13.05.2021

Wir schützen Mädchen wirksam durch Verknüpfung von Bildung und Schutz vor Genitalverstümmelung

Seit 2017 finanzieren wir über Patenschaften den Schulbesuch für Kinder, deren Eltern auf Genitalverstümmelung und Zwangsverheiratung verzichten. Für den Einschulungsjahrgang im Juli 2021 möchten wir, wie in den Jahren zuvor, wieder mindestens 20 Patenschaften für Mädchen vermitteln.

Mit 180,00 Euro pro Jahr übernehmen Patinnen und Paten für 8 oder 9 Jahre die Zahlung des Schulgeldes für ein Kind aus einer mittellosen Familie, das sonst nie eine Chance auf gute Primärbildung erhalten hätte. Dabei sollen vorrangig 20 Mädchen berücksichtigt werden, aber auch Jungen werden als Multiplikatoren einbezogen, wenn sich mehr als 20 Paten für einen Jahrgang finden. Dieses Projekt wird von der gesamten Klassengemeinschaft getragen!

Im Gegenzug verpflichten sich die Eltern der Mädchen, die in diese Klasse aufgenommen werden, vertraglich gegenüber der Schule, auf Früh- und Zwangsverheiratung sowie die grausame Genitalverstümmelung zu verzichten. Diese Verknüpfung von Chance auf Bildung mit dem gleichzeitigen Schutz der Mädchen vor Genitalverstümmelung ist eine richtungsweisende Weiterentwicklung der uns bislang bekannten Patenschafts-Modelle.

Wenn Sie gerne den Mädchen die Chance auf Bildung und Schutz vor unendlichem Leid geben möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, damit wir Ihnen detaillierte Unterlagen und ein Teilnahmeformular zusenden können.

Ansprechpartnerinnen:

Ansprechpartnerinnen:
KontaktIse Ise Stockums, Fon siehe Seite Kontakt

KontaktCorinna Corinna Wiechern

Die I-Dötzchen in Umoja warten voller Zuversicht und Hoffnung auf Ihre Hilfe und Ihren Schutz!

Anmeldungen bitte bis zum 30.06.2021.

Bitte unterstützen Sie uns durch Übernahme einer Patenschaft.

Die Schulbusse sind fertig!

Liebe Freundinnen und Freunde von Umoja,
wir haben bereits mehrfach über die Anschaffung von zwei Schulbussen berichtet, die eine große Erleichterung für den Schulweg der Kinder bedeuten. Sie ermöglichen auch Kindern aus entfernten Busch-Siedlungen den Schulbesuch in Umoja. Inzwischen sind die Busse fertig und bereits im Einsatz.

Tom Lolosoli hat einen Bericht mit vielen Fotos über das gesamte Projekt verfasst (englisch), der HIER eingesehen werden kann. Darin ist wie immer die Verwendung der Spendengelder, die seitens des Tatort-Vereins Köln und seitens des Freundeskreises zur Verfügung gestellt wurden, detailliert dokumentiert.

Wir hatten das große Glück, in der Beurer-Stiftung aus Ulm einen Sponsor für die Unterhaltskosten der Busse zu gewinnen. Die Themen Erreichbarkeit der Schule und Sicherheit auf dem Schulweg beeinflusst die Entscheidung der Familien maßgeblich, ob ein Kind zur Schule gehen kann.

Mit der Unterstützung der Beurer-Stiftung können die Eltern für 6 Monate von der Zahlung der Transportkosten befreit werden. Dies ermöglicht auch Kindern aus den überwiegend sehr armen Familien den Schulbesuch und eine sehr gute Primärbildung.

Hierfür danken wir von Herzen.

Kampf gegen Genitalverstümmelung (FGM)

Wir arbeiten zur Durchführung unserer Projekte sowohl hier in Deutschland als auch in Kenia mit bewährten Partnern zusammen. Hierzu gehören in Kenia unter anderem
Antonia Waskowiak mit Ihrem Verein Zinduka e.V. Zinduka ist Kiswahili und bedeutet Hoffnungsschimmer. Ziel ist es, jungen Frauen und Mädchen in Kenia, die von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM), Kinderehen und Jugendschwangerschaften bedroht sind, einen Hoffnungsschimmer zu geben. Mehr unter: https://www.zinduka-ev.com/
Jeremia Kipainoi: Er ist ein preisgekrönter Multimedia-Journalist, der den End FGM-Podcast und die End FGM Live-Show produziert und moderiert. Mehr unter https://www.kipainoi.com/

Gerade wurde eine bemerkenswerte und sehr lesenswerte Reportage von Stephanie Sinclair mit Videos von Jeremia Kipainoi in der New York Times veröffentlicht und steht unter https://www.nytimes.com/2020/12/10/opinion/kenya-covid-child-marriage.html in englischer Sprache zur Verfügung.

Der Bericht schildert eindrucksvoll die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf junge Mädchen in Kenia. Während der monatelangen Schulschließungen lebten sie wieder bei ihren Familien und wurden von diesen mit älteren Männern zwangsverheiratet. Einer alten Tradition folgend, geht der Zwangsheirat die Genitalverstümmelung voraus. Beides ist in Kenia verboten, kommt jedoch häufig nicht zur Anzeige.
Der Samburu Girls Foundation wurden von März bis September 2020 allein 500 neue Fälle im Samburu County bekannt, eine signifikante Steigerung gegenüber vorherigen Zahlen. Die sexuelle Gewalt nahm in diesem Zeitraum um 230% zu.
Die Mädchen wissen häufig nicht um ihre Rechte und an wen sie sich in ihrer Not wenden können. Sie werden nach der Zwangsheirat schnell schwanger und sind nicht mehr in der Lage, weiterhin die Schule zu besuchen.

Die Bekämpfung von Genitalverstümmelung und Zwangsheirat durch Aufklärung war schon immer einer der Schwerpunkte von Rebecca Lolosoli und der Umoja-Frauengruppe. Antonia und Jeremia unterstützen tatkräftig diese Arbeit und haben schon mehrfach gemeinsam Workshops durchgeführt, die sehr eindrücklich und nachhaltig waren. Vor allem werden in diesen Workshops auch Männer einbezogen. Diese Workshops sollen auch in Zukunft weitergeführt werden. Die Finanzierung der Umoja-Workshops übernimmt dabei unser Kooperationspartner, Tatort-Straßen der Welt e.V. aus Köln. Unser Kooperationspartner action five e.V. in Bonn unterstützt ebenfalls die Arbeit von Zinduka e.V.

Der Freundeskreis Umoja hat zur Bekämpfung von FGM und Zwangsheirat des Projekt P+7 ins Leben gerufen.
Hierbei zahlen Klassenpaten für den Schulbesuch eines Kindes, unter der Voraussetzung, dass die Elten vertraglich auf FGM und Zwangsverheiratung des Kindes verzichten. Dieses Projekt zum Schutz der Kinder hat sich nun insbesondere während der Corona-Pandemie bewährt. Die Familien der Projektkinder erhielten Lebensmittel und Hygieneartikel. Dadurch waren sie nicht auf Gelder angewiesen, die sie durch die Zwangsverheiratung ihrer Kinder bekommen hätten. Nach Angaben aus Umoja sind dort und an auch an der Schule – Umoja Muehlbauer Academy – keine derartigen Auswirkungen der Corona-Pandemie aufgetreten.

Wenn Sie sich für eine Patenschaft für den Einschulungsjahrgang 2022 interessieren, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Die Lackierung der Schulbusse

Wie schon berichtet, konnten im September 2 Mini-Vans als Schulbusse für die Umoja Muehlbauer Academy gekauft werden.
Die Umlackierung zu Schulbussen wurde am 29.10.2020 begonnen, nachdem die keniansiche nationale Transport- und Sicherheitsbehörde (NTSA) eine Änderung der Fahrzeugfarbe in gelb genehmigt hatte.


© Tom Lolosoli

Ursprünglich sollten die Umrüstungsarbeiten in einer Werkstatt in Meru erfolgen, die aber leider von Einbrüchen heimgesucht wird. Deshalb wurde umdisponiert und die Werkstatt kommt nun mit der gesamten Ausrüstung nach Umoja. Die Wagen werden auf dem Gelände des Frauendorfes in gelb lackiert.

Durch diese Maßnahme hat Tom Lolosoli dafür Sorge getragen, dass die Fahrzeuge unter Bewachung sicher auf dem Umoja-Gelände stehen und nicht gestohlen oder Teile abmontiert werden können. Eine sehr umsichtige Entscheidung, selbst wenn nun die Kosten für die Umrüstung sich dadurch möglicherweise etwas erhöhen.

Wir werden weiter berichten.

Rebecca bittet um Lebensmittel für Umoja

Bedrohung durch Corona-Virus und Hungersnot

Bedingt durch die Restriktionen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben die Umoja-Frauen keine Einkommensmöglichkeiten mehr. Der Tourismus war vorher schon durch die Überflutungen und die Heuschreckenplage eingebrochen und kam nun im März total zum Erliegen.

Ende März stellte sich dann heraus, dass schon einige Familien abends hungrig ins Bett gingen, weil die Lebensmittel nicht ausreichten. Auch für die anderen Familien zeichneten sich die gleichen Probleme ab.

Derart alarmiert verschafften sich Rebecca und Tom Lolosoli einen Überblick über die Lage und stellten fest, dass die Lebensmittelvorräte bei allen zur Neige gingen und Hunger drohte. Sie bitten daher nun um Lebensmittel für das Frauendorf.

Gott sei Dank erreichte bereits eine Spende aus Bayern von 1.000,00 € Ende März die Frauengruppe.

In Eile wurden dafür Lebensmittel und Hygieneartikel beschafft und am 31. März 2020 an die Frauen verteilt. Die Waren wurden portioniert und jede Familie erhielt genug Lebensmittel für ein paar Tage, der Rest wurde eingelagert für die kommende Woche.

Die Verteilung erfolgte in 10er-Gruppen. In Kenia sind Gruppen bis zu 15 Personen derzeit noch erlaubt. Wir haben weitere Informationen bezüglich des Abstands von 2 m gegeben.
Um weitere Einkäufe zu ermöglichen, wurden am 7. April 2020 Spendengelder aus dem ersten Quartal 2020 überwiesen, die eine Versorgung für den Monat April sicherstellen.

Gleichzeitig baten wir Tom, uns eine Bedarfsliste für die folgenden 3 Monate (Mai bis Juli) zukommen zu lassen. Laut dieser Liste fallen Kosten in Höhe von 5.356,00 € an. Den ausführlichen bebilderten Bericht mit der detaillierten Bedarfsliste finden Sie hier:
Bedrohung durch Corona-Virus und Hungersnot

Im Frauendorf Umoja leben derzeit 38 Frauen mit ihren Kindern, wobei sich dort auch oft Kinder von Verwandten einfinden oder auch Waisenkinder mit versorgt werden.

Es ergeben sich folgende Kosten:
Mutter mit 2 Kindern: Monatlich 48 Euro, für drei Monate 145 Euro.
Mutter mit 3 Kindern: Monatlich 64 Euro, für drei Monate 192 Euro.

Wir halten die Bedarfsliste aus Umoja gemessen an der Anzahl der zu versorgenden Personen für sehr bescheiden.
Es sind nicht nur die Kosten für Lebensmittel berücksichtigt, sondern auch Hygiene-Artikel zum Schutz vor dem Corona-Virus. Jeder Haushalt soll unter anderem mit speziellen Wasserkanistern und desinfizierender Flüssigseife ausgestattet werden, wie auf dem Video zu sehen ist.

Sollte es Ihnen möglich sein, bitten wir Sie herzlich, sich bei Ihren Zuwendungen an dem Bedarf für eine 4-köpfige Familie auszurichten. Es ist aber auch jede andere Spende willkommen!

Dem Corona-Virus sind derzeit alle Menschen weltweit nahezu hilflos ausgeliefert, aber wir können durch solidarisches Handeln dafür sorgen, dass im Frauendorf Umoja kein Mensch verhungern muss. Danke für Ihr Mitgefühl und Ihre großherzigen Spenden!

Gemüseernte in Umoja

Wir wundern uns immer noch!

Auf unserer Homepage berichteten wir am 31. Januar 2020 über die einfallenden Heuschrecken auf dem Gelände des Frauendorfes. Die Kinder der Umoja Muehlbauer Academy haben damals laut lärmend die Heuschrecken vertrieben und wir alle haben es für nicht möglich gehalten, dass es so erfolgreich sein würde.

Am 3. März 2020 berichteten wir auf der Homepage, dass die Heuschrecken nicht wieder in Umoja eingefallen sind und die Frauen Süßkartoffel ernten konnten.

Tom berichtete, dass bis heute (03.04.2020) die Heuschrecken zwar in der Umgebung sind, aber (noch) nicht wieder auf dem Dorfgelände gesichtet wurden.
Somit können die Frauen weiterhin ernten, was in der jetzigen Zeit besonders vorteilhaft ist. Hier Fotos von der Tomaten-Ernte.

Gerade jetzt, wo die Frauen kein Einkommen mehr haben, ist das Gemüse eine sehr willkommene Verpflegung.

Wir möchten den Umoja-Frauen und Ihre Familien in den kommenden Monaten den weiteren Gemüseanbau ermöglichen und freuen uns über Spenden für Saatgut und Setzlinge unter dem Stichwort GARTEN.

Schülertransport gesichert!

Am 8. Februar 2020 hatten wir auf der Homepage um Spenden für den Kauf eines Schul-busses gebeten.

In einer weiteren gemeinsamen Aktion mit dem Tatort-Verein Köln ist es nun gelungen, den Kauf von 2 kleinen Schulbussen zu ermöglichen.

Das entspannt die Situation sehr und die Tourenplanung wird erheblich vereinfacht. Auch ist dadurch eine höhere Sicherheit für den Schultransport gegeben, sollte einmal eines der Fahrzeuge wegen Reparatur/Inspektion ausfallen.
Ein riesiger Dank geht deshalb an das Team des Tatort-Vereins und deren Sponsoren. Die Zusammenarbeit ist einfach grandios!

Wir konnten 6.000 € durch die großzügige Unterstützung von „action five“ in Bonn beisteuern und sagen dafür herzlichen Dank.
„action five“ gehört seit vielen Jahren zu den treuen Unterstützern unserer Umoja-Projekte und dafür sind wir sehr dankbar.

Die beiden kleinen Busse können im April gekauft und umgerüstet werden. Sie sollen ab Mai 2020 zur Verfügung stehen, wenn in Kenia hoffentlich die Schulen wieder geöffnet werden können.

Wir werden weiter berichten!