Freundeskreis Umoja - Friends of Umoja e.V.

Schmuck

Die Herstellung von Schmuck ist eine Einnahmequelle der Dorfgemeinschaft. ...

Schmuck

Am Fluss

Früher waren die Frauen auf Wasser aus dem Fluss angewiesen. Seit 2017 gibt es ein Wasserreservoir und einen Tiefenbrunnen. ...

Am Fluss

Die Schule

Die Schule befindet sich im Aufbau und wird nach und nach ausgebaut, um alle Klassen unterzubringen. ...

Die Schule
16 Sep 2017
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Trömmelchen meets African Drum

Trömmelchen meets African Drum

Am 16.09.2017 fand im Rahmen der Benefizveranstaltung „Trömmelchen meets African Drum“ im Bistro RichARTS am Grevenbroicher Bahnhof ein Trommelworkshop statt. Viki und Paply konnten die Teilnehmer und Zuschauer mit Gesang, guter Laune und einfacher Anleitung für afrikanische Rhythmen begeistern.

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Text: Andrea Heinrich, Fotos: Waltraud Sarna

15 Sep 2017
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Rebecca Lolosoli im Robert-Wetzlar-Berufskolleg

Rebecca Lolosoli im Robert-Wetzlar-Berufskolleg

© Text und Fotos: Heide Schütz, Frauennetzwerk für Frieden, Bonn

Unter dem Titel „Wie funktioniert nachhaltige Entwicklung? Das Beispiel Umoja.“ fand im Rahmen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit im Robert-Wetzlar-Berufskolleg ein Vortrag statt.
VeranstalterInnen waren das Frauennetzwerk für Frieden e.V. in Kooperation mit dem Robert-Wetzlar-Berufskolleg und dem Freundeskreis Umoja-Friends of Umoja e.V.; mit finanzieller Unterstützung durch die Bundesstadt Bonn.

Schülerinnen und Schülern Informationen aus erster Hand weiterzugeben und zu zeigen, wie lebensnotwendig die tatsächliche Erfüllung der nachhaltigen Entwicklungsziele in einem Kontinent wie Afrika sind, das war das Ziel der Kooperation mit der UNESCO-Schule Robert-Wetzlar-Berufskolleg in Bonn.

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Sechs Klassen und ihre Lehrer*innen waren gekommen, der große Raum war bis auf den letzten Platz mit den etwa 130 Schüler*innen gefüllt. Auch die Schulleiterin nahm an der Veranstaltung teil. Rebecca Lolosoli sprach auf Englisch, Ise Stockums gab jeweils eine deutsche Zusammenfassung, sodass niemand ausgeschlossen wurde.

Auch das mitgebrachte Bildmaterial und die Powerpoint Präsentation (auf Deutsch) gaben wichtige Impulse zum Verständnis, auch zur Unverzichtbarkeit der Sustainable Development Goals (der Nachhaltigen Entwicklungsziele), deren Umsetzung ja im Frauendorf Umoja längst angegangen wurde, ehe sie auf UN-Ebene formuliert und verabschiedet wurden.

Es gab viele kluge Fragen seitens der jugendlichen Zuhörer*innen. Auch vom Kollegium kamen viele Fragen und alle bemühten sich, die Fragen auf Englisch zu stellen. Die authentischen Antworten der Referentin, Rebecca Lolosoli, waren eine zusätzliche, große Bereicherung für alle.

Mehrere Schüler äußerten den Wunsch, das Frauendorf zu besuchen, ob das auch für junge Männer möglich sei. Rebecca Lolosoli antwortete lächelnd: „Ja, freundliche Männer sind willkommen.“

Ein lang anhaltender Applaus und Sonnenblumen zur Verabschiedung gaben ein deutliches Zeichen der Verbundenheit. Es war mit Sicherheit eine beeindruckende Begegnung für die Jugendlichen.

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Ob sich aus dieser Veranstaltung eine Kooperation entwickeln könnte, blieb als Option offen. Die Schule organisiert bereits verschiedene Partnerschaftsprojekte.

14 Sep 2017
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Kenya meets Germany – Rebecca Lolosoli zu Besuch in Bonn

Kenya meets Germany – Rebecca Lolosoli zu Besuch in Bonn

Unter dem Titel „Das Frauendorf Umoja in Kenia – Vorbild und Ansporn für die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs)“ fand im Rahmen der Bonner Friedenstage im MIGRApolis Haus der Vielfalt ein Vortragsabend statt. VeranstalterInnen waren das Frauennetzwerk für Frieden e.V. in Kooperation mit dem Freundeskreis Umoja-Friends of Umoja e.V.; mit finanzieller Unterstützung durch die Bundesstadt Bonn.

Am Donnerstag, dem 14.09.2017, war Rebecca Lolosoli, Gründerin des ersten Frauendorfes in Kenia, zum zweiten Mal nach 2015 zu Gast bei uns in Bonn. Noch lange Zeit nach diesem Abend sind wir voll von den Eindrücken, die sie mit uns zu ihrem Leben im Frauendorf Umoja geteilt hat. Wie die Frauen aus dem Stamm der Samburu gegen die patriarchalen Traditionen und Strukturen, mit denen sie aufgewachsen sind, ankämpfen – das ist wirklich sehr beeindruckend.

Rebecca schilderte, wie wenig das Leben einer Frau in ihrer Region wert ist, wie selbstverständlich es bisher für viele Menschen war, dass Männer ihre Frauen vergewaltigen, schlagen und sogar töten, ohne dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Sie erzählte davon, wie es ihr und den anderen Frauen in jahrzehntelangem zähen Ringen gelungen ist, sich ihre Rechte als Frauen und Mädchen zu erkämpfen. Und davon, wie das Frauendorf Umoja so zu einer beispielhaften – und wirtschaftlich erfolgreichen! – Gemeinschaft werden konnte, von der nun die ganze Region profitiert. Denn die Frauen aus Umoja teilen das Wasser aus ihrem modernen Brunnen, das Know-How der Gartenkultur in Pflanz-Säcken, das Bewusstsein des Unrechts der Genitalverstümmelung bei Mädchen sowie die neu gebaute Schule bereitwillig und gerne mit den Menschen aus den umliegenden Dörfern.

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Heide Schütz, Vorsitzende Frauennetzwerk für Frieden e.V., mit Rebecca Lolosoli

Der Bonner Verein „action five e.V.“ unterstützt seit 2015 das Frauendorf Umoja tatkräftig mit Spenden. So auch im Frühjahr 2017 durch die Finanzierung des Stromanschlusses für das Dorf und die Schule.

Bei der Veranstaltung in Bonn konnte Ise Stockums, die Vorsitzende des Freundeskreis Umoja, Herrn Martin Pape von action five nun eine genaue Kostenabrechnung als Verwendungsnachweis für die Spendensumme überreichen. Damit gewährleistet der Freundeskreis Umoja eine hohe Transparenz und stellt sicher, dass jeder gespendete Cent auch im Frauendorf ankommt und zweckgebunden verwendet wird.

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Am nächsten Tag ging es für Rebecca weiter, sie traf mehr als 100 Bonner Schülerinnen und Schüler. Das Frauennetzwerk für Frieden dankt seiner Mitgliedsorganisation, dem Freundeskreis Umoja e.V., für die Vermittlung dieses Kontakts zu einer einzigartigen Fraueninitiative in Kenia. Und wir danken der Bundesstadt Bonn, die die Veranstaltungen finanziell gefördert hat.

(bitte auf „Weiterlesen“ klicken)

13 Sep 2017
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Hoffnung beflügelt die Frauen in Umoja

Hoffnung beflügelt die Frauen in Umoja

Unter dem Titel „Eine Pflanze Hoffnung“ fand in der Stadtbücherei die Lesung mit Vortrag statt. VeranstalterInnen waren die Gleichstellungsstelle der Stadt Grevenbroich in Kooperation mit dem
Freundeskreis Umoja e.V. und in Zusammenarbeit mit Tatort-Straßen der Welt e.V.

Den zahlreichen, sehr interessierten Besuchern wurde durch die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Grevenbroich, Andrea Heinrich, zunächst Rebecca Lolosoli vorgestellt. Anschließend las sie dann Passagen aus dem Buch „Mama Mutig“. Die Lesung vermittelte dem Publikum eindringlich, wie die Lebenswirklichkeit der Samburu-Frauen in Kenia ist. Dann konnten die Besucher in einen direkten Dialog mit Rebecca treten und vieles noch hinterfragen. Besonders die Themen Frauenrechte und Genitalverstümmelung wurden ausgiebig diskutiert und viele der BesucherInnen waren erschüttert ob der archaischen Traditionen. Tief beeindruckt war das Publikum von dem Mut und dem unermüdlichen Kampf von Rebecca Lolosoli, in ihrer Heimat einen kulturellen Wandel zu bewirken.

12 Sep 2017
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Willkommen Mama Mutig

Willkommen Mama Mutig

Ein schöneres Willkommen zu Beginn ihrer diesjährigen Deutschlandreise, als das von den Kindern der Grundschule am Welchenberg in Grevenbroich, hätte sich Rebecca Lolosoli nicht wünschen können.
Rebecca

Rebecca besuchte die Schule, um sich bei den Schülern und Schülerinnen für die Spende von 1.500 € für die Schulkinder im Frauendorf Umoja in Kenia zu bedanken und ganz herzliche Grüße von den Schülerinnen und Schülern aus Umoja zu überbringen.

Schule Umoja

31 Jul 2017
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Rebecca Lolosoli kommt nach Deutschland

Rebecca Lolosoli ist die Gründerin des Frauendorfes Umoja in Kenia, dessen Bewohnerinnen ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt für sich und ihre Kinder fordern. Ferner entwickeln sie neue Modelle, um Gesundheit und Selbstbestimmung von Frauen zu fördern.

Bei ihren regelmäßigen Vortragsreisen durch Deutschland berichtet Rebecca Lolosoli eindrucksvoll über das Spannungsfeld zwischen archaischen Traditionen einerseits sowie Entwicklung und Gleichberechtigung andererseits. Bei ihrem Besuch in Deutschland im Jahr 2015 hat Rebecca Lolosoli die Besucher ihrer Lesungen nachhaltig beeindruckt.

Nun berichtet sie über die Fortschritte, die seither in Umoja realisiert werden konnten, wie der Ausbau der Schule, die Sicherung der Wasserversorgung, der Kampf gegen Genitalverstümmelung und der Anbau von Gemüse.
Sie zeigt auf, wie wirkungsvoll Hilfe sein kann, wenn sie unmittelbar beim Volk ankommt, und wie die Erfolge des Dorfes eine ganze Region verändern.

Die Terminplanung für die Lesereise können Sie HIER herunterladen. Nähere Angaben erfahren Sie unter „Veranstaltungen“ in der rechten Seitenleiste.

30 Jul 2017
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Pilot-Projekt Wannenbeete Teil 2

Pilot-Projekt Wannenbeete Teil 2

In unserem Newsletter 2017-1 und auf der Homepage haben wir dieses Pilot-Projekt angekündigt und beschrieben. Diesmal berichtet unser Vereinsmitglied Simon Häglsperger über die Errichtung der ersten Wannenbeete in Umoja.

10. April 2017:
Simon Häglsperger mit Sohn und Bruder nach der Landung auf dem Airstrip in der Nähe von Umoja und Abholung durch Tom Lolosoli:
Ankunft

Ankunft in Umoja und Begrüßung durch Rebecca Lolosoli und einige der Dorffrauen.
Begruessung

Danach wurden das Dorf, das Gewächshaus und der Sack-Garten besichtigt sowie die bereits beschafften und gelagerten die Materialien für die anzulegenden Wannenbeete, z.B. die Folien, fruchtbare rote Vulkanerde aus Meru sowie die Rohre und sonstige Materialien. Diese sind möglichst diebstahlsicher im kleinen Dorfmuseum gelagert.
Material

Dann wurde der Platz für das Demo-Wannenbeet inspiziert.
Inspektion Beetplatz

Am 11. April 2017 fand zunächst ein Workshop statt, in dem der Bau eines Wannenbeetes erklärt wurde.
Workshop
Workshop2

Anschließend ging es an die Umsetzung:
Sandschicht aufbringen, Rohrsystem verlegen und Folie auslegen. Kieselsteine auf Folie verteilen.
Sandschicht

Kiesel

Alle helfen mit, schauen und lernen, wie es gemacht wird. Learning by doing!
Lernen

Beet fertig

Nun ist auch der Tank angeschlossen für das Wasser-Recycling-System.
Zwei große Beete haben wir in Umoja gebaut und auch getestet, ob die Be- und Entwässerung einwandfrei funktioniert.
Tank

Beim Bau der Beete waren Bewohner umliegender Dörfer sowie zwei Vertreter der lokalen Regierung von Samburu County anwesend, denen das Konzept sehr gut gefallen hat. Es wurden auch gleich die benötigten Materialien, Folien und Kunststoffrohre an die umliegenden Dörfer verteilt, damit dort ebenfalls Wannenbeete angelegt werden können.
Die Vertreter der Bezirksregierung nahmen regen Anteil am Geschehen und waren begeistert.
Regierungsvertreter

Am 12. und 13. April 2017 wurde das Pilot-Projekt überregional vorgestellt.

Auf Einladung und auf Kosten der Bezirksregierung „County Government of Samburu“ fuhren wir mit Tom Lolosoli ins Great Rift Valley, die Samburu Highlands und zur 230 km entfernten Bezirkshauptstadt Maralal, um dort ebenfalls Workshops abzuhalten.
Auf Initative von Rebecca, die mit anderen Frauengruppen in Wamba (Geburtsort von Rebecca) und Maralal vernetzt ist, soll das Wissen zum Bau von Wannenbeeten auch überregional im Samburu-Distrikt vermittelt werden.
Die ebenfalls an dem Pilot-Projekt beteiligte Abteilung für Kultur, Gender und Soziale Dienste der Bezirksregierung, vertreten durch Chief Officer Lilian Balanga und den Director of Culture Samburu County Government, Daniel Lempushuna, zeigte sich überwältigt von den gewaltigen Fortschritten der Umoja Uaso Women Group und bezeichnen das Frauendorf Umoja als die erfolgreichste Frauengruppe in Nord-Kenia.

Zusammenfassung:
Bei der Zusammenarbeit mit den Frauen von Umoja war sofort deutlich zu erkennen, wie fleißig, wie kräftig und klug sie sind. Nichts wünschen sie sich mehr als die Chance, durch eigene Arbeit die Lebenssituation für ihre Kinder und sich selbst zu verbessern und nicht dauerhaft auf Unterstützung angewiesen zu sein.

Bei den Arbeiten vor Ort stellte sich heraus, dass sinnvolle Verbesserungsmöglichkeiten bestehen bezüglich der Auswahl der Materialien, Folien und Kunststoffzisternen. Der Vorplatz unserer Unterkunftshütten im Camp war eine Betonterrasse. Die Wege zwischen den Hütten sind betoniert und während unseres Aufenthalts waren junge Männer dabei, eine Zisterne zu mauern. Beton ist also genügend vorhanden und wie wir erfahren haben auch viel billiger als die Folien und Kunststoffzisterne, die wir verbaut haben. Deshalb kamen wir zu folgenden Überlegungen:

1. Die Folienbeete haben den Vorteil der Wassereinsparung, jedoch sind Folien auch teuer und sehr empfindlich. Das Hacken der Pflanzen oder der Austausch der Pflanzerde muss sehr vorsichtig durchgeführt werden. Zudem ist die Haltbarkeit der Folien begrenzt.
2. Beton ist in Umoja als Baumaterial relativ günstig und es wäre ein großer Vorteil, künftig sowohl die Beete als auch die Zisternen daraus zu bauen. In Europa haben alle Gewächshäuser einen Betonboden, wenn auch nicht unser Bewässerungssystem. Das ließe sich aber in Kenia problemlos integrieren, weil dort das Bewässerungssystem
nicht durch Frostschäden (wie bei uns) zerstört werden kann.
3. Betonwannen halten ewig, sind einfach auszubessern falls sich kleine Risse bilden, und vor allem kann die Pflanzerde nach jeder Ernte einfach aufbereitet oder ausgetauscht werden. Solche Wannenbeete aus Beton sind einfach zu bauen. Genügend Platz für weitere Beete ist in Umoja vorhanden und diese könnten das Dorf und die Schule mit ausreichend Gemüse versorgen. Darüber hinaus wäre der Verkauf der Überproduktion eine weitere Verdienstmöglichkeit für die Bewohner von Umoja.

Diese Optimierung des Pilot-Projektes wurde beschlossen und nun gilt es, darauf Schritt für Schritt weiter aufzubauen.

Die Bewohner von Umoja und im Samburu-Distrikt sind Nomaden und keine Maurer und keine Gärtner. Die indigenen Volksstämme im Norden Kenias befinden sich derzeit im Umbruch. Die Jahrhunderte alte traditionelle Lebensweise als Nomaden funktioniert aufgrund des Klimawandels und anderer Faktoren nicht mehr, aber die Strukturen für einen neuen Lebensstil im 21. Jahrhundert mit gesicherten Einkommensmöglichkeiten sind nicht gegeben. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein ständiger Kampf ums Überleben.

Jeder Handwerker weiß, dass Auszubildende viele Male mitgeführt werden müssen, bis sie selbständig arbeiten können, auch bei noch so einfach erscheinenden Tätigkeiten. Schnell habe ich erkannt, dass bei diesem Pilot-Projekt weitere Anleitung und Ausbildung erforderlich ist. So entstand bei uns der Eindruck, dass wir mit unserer Abreise die Menschen dort im Stich lassen!

Es bestärkte aber gleichzeitig unseren Willen, die Frauen von Umoja und die Menschen in der Samburu-Region weiter zu begleiten und das Pilot-Projekt zu einem beispielhaften Vorzeigeprojekt zu entwickeln.
Wir bleiben am Ball und werden zu gegebener Zeit über die weitere Entwicklung berichten.

Simon Häglsperger