{"id":265,"date":"2015-05-27T19:26:46","date_gmt":"2015-05-27T17:26:46","guid":{"rendered":"http:\/\/fk-umoja.com\/?p=265"},"modified":"2019-10-11T09:59:47","modified_gmt":"2019-10-11T07:59:47","slug":"die-samburu-in-kenia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fk-umoja.com\/en\/die-samburu-in-kenia\/","title":{"rendered":"Die Samburu in Kenia"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein indigener Volksstamm<\/strong><br \/>\nDie Samburu leben n\u00f6rdlich vom \u00c4quator in der Rift Valley Provinz in Nord-Kenia.<br \/>\nEthnisch geh\u00f6ren die Samburu zu den nilotischen St\u00e4mmen Ostafrikas und sind enge Verwandte der Massai (Vettern).<br \/>\nGemeinsam mit den Massai- und Turkana- St\u00e4mmen geh\u00f6ren sie zu den sehr wenigen afrikanischen Eingeborenenst\u00e4mmen, die ihre kulturelle Authentizit\u00e4t behalten haben und immer noch an ihrem traditionellen Lebensstil festhalten.<br \/>\nDie Kleidung ist der der Massai sehr \u00e4hnlich und es ist oft schwer, zwischen den beiden St\u00e4mmen zu unterscheiden. Beide, M\u00e4nner und Frauen, tragen farbenfrohe traditionelle Umh\u00e4nge, die lose um den K\u00f6rper gewickelt werden.<br \/>\nDie Samburu gelten als noch traditioneller und abgeschiedener als ihre Massai-Verwandten.<br \/>\nSie haben sich ihre authentische Kultur dadurch erhalten, dass sie ihre an ihren \u00fcberlieferten Traditionen festhalten und mehr oder weniger moderne Trends und Lebensweisen ablehnen. Deshalb tragen viele Samburu ihre sehr farben-freudige traditionelle Kleidung voller Stolz, w\u00e4hrend andere moderne, westliche Kleidung und Schmuck tragen, die sie nicht mehr unterscheidbar von anderen kosmopolitischen Einwohnern macht.<br \/>\nSogar w\u00e4hrend der britischen Kolonialzeit galt die Samburu-Region als wenig attraktiv und es gab nur einige verstreute Milit\u00e4rposten und Kasernen. Deshalb wurde der normale Lebensstil der Samburu nicht so stark britisch beeinflusst wie das Leben der Bev\u00f6lkerung in anderen Teilen Kenias.<\/p>\n<p><strong>Die Geschichte der Samburu<\/strong><br \/>\nHistorisch betrachtet, ist die Geschichte der Samburu eng verflochten mit der anderer nilotischer St\u00e4mme in Kenia.<br \/>\nEs ist \u00fcberliefert, dass die Samburu urspr\u00fcnglich aus dem Sudan kamen und sich n\u00f6rdlich des Mount Kenya und s\u00fcdlich des Turkana-Sees aufgehalten haben. Nach ihrem Eintreffen in Kenia im 15. Jahrhundert trennten sich die Wege von denen der Massai, die weiter s\u00fcdlich zogen, w\u00e4hrend die Samburu n\u00f6rdlich wanderten.<br \/>\nWie die Massai sind die Samburu ein nomadischer Hirtenstamm. Rinder ebenso wie Schafe, Ziegen oder Kamele sind von h\u00f6chster Wichtigkeit in der Samburu-Kultur und f\u00fcr die Lebensweise. Das \u00dcberleben der Samburu ist in h\u00f6chstem Ma\u00dfe abh\u00e4ngig von ihren Viehherden. Dabei sind ihre Herden mehr als Vieh, sie sind Teil ihrer Kultur. Als nomadisches Hirtenvolk wandern sie von einem Ort zu anderen und folgen den Regenf\u00e4llen auf der Suche nach frischem Weideland und Wasser f\u00fcr ihre \u201elebenden Vorr\u00e4te\u201c. Sesshaftigkeit und jede Art von Landwirtschaft wird von den Samburu verp\u00f6nt.<\/p>\n<p><strong>Die Sprache der Samburu<\/strong><br \/>\nGenauso wie die Massai, sprechen die Samburu die Maa-Sprache. Aber obwohl sie sich den Wortschatz teilen, sprechen die Samburu viel schneller. Sie haben eine sehr starke m\u00fcndliche \u00dcberlieferung \u00fcber ihre eigene Geschichte und Traditionen, die mittels Erz\u00e4hlungen und R\u00e4tseln weitergegeben werden.<br \/>\nDie faszinierenden Sagen werden den Kindern des Stammes erz\u00e4hlt, wenn sie in ihren H\u00fctten um die knisternden Feuerstellen sitzen oder aber unter mondhellem Sternenhimmel um ihre H\u00fctten in den trockenen Ebenen.<br \/>\nDiese magischen Erz\u00e4hlungen wirken sehr beeindruckend auf die Sinne und \u00fcbertragen so den Respekt f\u00fcr das Land, die Tiere, die \u00c4lteren und Vorfahren auf die n\u00e4chste Generation.<\/p>\n<p><strong>Samburu Kalender\/Zeitrechnung<\/strong><br \/>\nDer Samburu-Kalender dient zur Bestimmung der Jahreszeiten, Zeiten der D\u00fcrre, der Rituale und der Regenzeiten. Die \u00c4lteren des Stammes haben ein mystisches Wissen \u00fcber diese Dinge und k\u00f6nnen ganz ohne Kalender die genauen Zeiten f\u00fcr jede Aktivit\u00e4t benennen. Einige Familien, die solche Vorhersagen treffen k\u00f6nnen, werden vor der Planung von wichtigen Ereignissen konsultiert.<\/p>\n<p><strong>Die Samburu Population<\/strong><br \/>\nBei einer Volksz\u00e4hlung im Jahre 1989 betrug die Bev\u00f6lkerung des Samburu-Distriktes 108.834 Einwohner. Heute sind es etwa 360.000 Menschen.<\/p>\n<p><strong>Der Samburu Bezirk<\/strong><br \/>\nDer Bezirk umfasst eine Fl\u00e4che von 21.022,3 km\u00b2 und grenzt an vier andere Bezirke an, und zwar: Marsabit in Norden und Nordosten, Isiolo im Osten, Turkana im Westen und Nord-Westen, Laikipia und Baringo im S\u00fcdwesten.<\/p>\n<p><strong>Das Klima<\/strong><br \/>\nDer \u00c4quator teilt Kenia in 2 fast gleich gro\u00dfe Teile. Die Region n\u00f6rdlich des \u00c4quators ist hei\u00df und es f\u00e4llt sehr wenig Regen. Der Samburu-Distrikt f\u00e4llt in diese trockene und wasserarme Halbw\u00fcste, charakterisiert durch Hitze und D\u00fcrre. Die Temperaturen liegen zwischen 24\u00b0C und 33\u00b0C und von Juli bis Mitte August wehen sehr starke Winde.<\/p>\n<p><strong>Die traditionelle Samburu Kultur<\/strong><br \/>\nObwohl die Samburu weniger bekannt sind als ihre Maasai-Verwandten, haben sie eine ebenso komplexe und faszinierende Kultur. Die Samburu sind beides; stolz und Sch\u00fctzer ihrer Kultur und des angestammt Landes, mit dem sie sich eng verbunden f\u00fchlen. Als halbnomadisches Hirtenvolk m\u00fcssen sie alle 5 bis 6 Wochen die Weidegr\u00fcnde wechseln, damit ihre Herden genug zu fressen haben.<br \/>\nIhre H\u00fctten werden aus Holzpf\u00e4hlen und Lehm gebaut und mit Fellen und Grasmatten abgedeckt. Eine Dornenhecke wird zum Schutz vor wilden Tieren um die H\u00fctten angelegt. Diese Siedlungen nennt man \u201eManyattas\u201c. Die H\u00fctten sind so konstruiert, dass sie leicht abgebaut und transportabel sind, wenn die Samburu ihre Weidegr\u00fcnde wechseln m\u00fcssen.<br \/>\nTraditionelle Samburu-Siedlungen sind oft an Orten mit gro\u00dfer geografischer Sch\u00f6nheit positioniert, meist an Aussichtspunkten mit spektakul\u00e4rem Ausblick. <\/p>\n<p>Diese \u00e4sthetischen Wertsch\u00e4tzungen der Sch\u00f6nheit sind ein wichtiger Bestandteil der Samburu-\u00dcberzeugungen und zeigt sich auch dadurch, dass sie sehr viel Wert auf ihr Aussehen und ihren Schmuck legen. Die traditionelle Samburu-Frauentracht besteht aus einem markanten roten Tuch, das wie ein Rock um den K\u00f6rper gewickelt wird (genannt Shukkas) und einer wei\u00dfen Sch\u00e4rpe. Diese Tracht wird versch\u00f6nert durch viele bunte Perlenketten, Ohrringe und Armb\u00e4nder.<br \/>\nM\u00e4nner und Frauen tragen Schmuck, obwohl er ausschlie\u00dflich durch die Frauen in Handarbeit gefertigt wird.<br \/>\nDie Samburu schminken auch ihre Gesichter mit markanten Mustern, die ihre Gesichtsz\u00fcge betonen.<br \/>\nNachbarst\u00e4mme bewundern die Sch\u00f6nheit der Samburu und nennen sie deswegen auch \u201cSchmetterlinge\u201d. Die Samburu bezeichnen sich selbst als \u201eLoikop\u201d.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den Maasai-Kriegern, die ihren ganzen K\u00f6rper und die Haare mit ockerroter Paste einreiben, bemalen die Samburu-Krieger ihre Gesichter und Oberk\u00f6rper mit komplizierten Mustern, betonen die Lidstriche und arrangieren ihre Haare mit aufw\u00e4ndigen Z\u00f6pfen und einem markanten Visier auf der Stirn. Die Krieger tragen ebenfalls Shukkas, wobei das rote Tuch um die H\u00fcfte gewickelt und mit einer markanten wei\u00dfen Sch\u00e4rpe gehalten wird.<br \/>\nSie f\u00e4rben die Haare ebenfalls mit roter Ockerpaste, w\u00e4hrend die Frauen beeindruckende, vielfarbige Perlenketten und anderen traditionellen Schmuck tragen.<br \/>\nDie Samburu-Krieger tragen ihre langen Haare in Z\u00f6pfen und auch die traditionelle Tracht und unterscheiden sich so von den anderen M\u00e4nnern des Stammes. Diese Feinheit und Sch\u00f6nheit steht im krassen Gegensatz zu ihrem furchterregenden Ruf als J\u00e4ger und K\u00e4mpfer. Kriegertum und Einweihungsriten bilden das R\u00fcckgrat der Samburu-Gesellschaft.<\/p>\n<p><strong>Beschneidung<\/strong><br \/>\nDie Beschneidung von Jungen und M\u00e4dchen ist eines der wichtigsten Rituale f\u00fcr die Samburu.<br \/>\nF\u00fcr Jungen bedeutet die Beschneidung die Initation als Krieger.<br \/>\nF\u00fcr M\u00e4dchen bedeutet es, eine richtige Frau zu werden. Sobald beschnitten, werden die M\u00e4dchen in arrangierte Ehen gegeben, um ihre eigene Familie zu gr\u00fcnden. Leider bedeutet diese Praxis Zwangsverheiratung gegen den Willen der oft erst 12-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen, die dann mit M\u00e4nnern verheiratet werden, die ihre Gro\u00dfv\u00e4ter sein k\u00f6nnten.<br \/>\nAltersgruppen von Jugendlichen, die gemeinsam initiiert wurden, pflegen lebenslange Freundschaften und Verbindungen.<br \/>\nDiese, durch den Brauch als Olpiroi (Feuerstock) bezeichnete Krieger-Generation ist f\u00fcr die moralische und kulturelle Bildung der n\u00e4chsten Generation verantwortlich.<br \/>\nSo wird der Feuerstock buchst\u00e4blich durch die Jahrhunderte weitergegeben als Einrichtung einer Altershierarchie und aus Respekt vor den Traditionen, die die gesamte Samburu-Gesellschaft st\u00e4rkt und pr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Samburu-Clans<\/strong><br \/>\nEs gibt 8 bedeutende Familien und etwa 17 kleinere Clans; alle in der Erbfolge, der v\u00e4terlichen Stammeslinie folgend.<br \/>\nDie 8 Clans sind, beginnend mit ihrer Bedeutung von gro\u00df nach klein die Lmasula, Lukumae, Lorukushu, Long\u2019eli, Lpisikishu, Loimisi, Ngwesi und Nyaparae.<\/p>\n<p>Paramount-Chiefs<br \/>\nDie Samburu hatten urspr\u00fcnglich keine \u201eH\u00e4uptlinge\u201c, dies wurde erst durch die britische Kolonialverwaltung eingef\u00fchrt und sie wurden \u201eParamount-Chief\u201c genannt, was soviel wie Oberh\u00e4uptling bedeutet. Ein Oberh\u00e4uptling ist in der englischen Sprache die Bezeichnung f\u00fcr die politischen F\u00fchrer auf h\u00f6chster Ebene in einem regionalen oder lokalen Gemeinwesen oder Land.<br \/>\nBei Dorfversammlungen sitzen die M\u00e4nner in einem inneren Kreis, er\u00f6rtern Fragen und treffen Entscheidungen. Frauen k\u00f6nnen in einem \u00e4u\u00dferen Kreis sitzen und ihre Meinung \u00e4u\u00dfern, aber die endg\u00fcltigen Entscheidungen werden ausschlie\u00dflich von den M\u00e4nnern getroffen.<\/p>\n<p><strong>Alltag<\/strong><br \/>\nDie Samburu leben in der Regel in Gruppen von 5 bis 10 Familien. Traditionell k\u00fcmmern die M\u00e4nner sich um die Herden und sind f\u00fcr die Sicherheit des Stammes verantwortlich. Als Krieger sch\u00fctzen sie den Stamm vor Angriffen durch Mensch und Tier. Sie bilden auch Sto\u00dftrupps, um weiteres Vieh zu erobern. Samburu Jungen lernen schon sehr fr\u00fch, wie man mit Herden umgeht und sie lernen auch zu jagen.<br \/>\nSamburu-Frauen sind f\u00fcr das Sammeln von Wurzeln und Gem\u00fcse sowie Feuerholz, das Holen von Wasser, den Haushalt sowie die Kindererziehung zust\u00e4ndig. Au\u00dferdem f\u00fcr den Bau und die Instandhaltung der H\u00fctten. Samburu-M\u00e4dchen helfen ihren M\u00fcttern schon sehr fr\u00fch bei den Hausarbeiten.<br \/>\nDie Samburu-Gesellschaft wird von den M\u00e4nnern regiert. Die Macht ist in der Hand der \u00c4ltesten; sie treffen alle Entscheidungen und sind auch verantwortlich f\u00fcr Entscheidungen der gesamten Stammesgruppe.<\/p>\n<p>Die Samburu teilen einige Br\u00e4uche mit den Maasai, die Ges\u00e4nge und T\u00e4nze sind \u00e4hnlich. Wie bei den Maasai sind das Segnen der Herden, die Vorbereitung auf Krieg und eine erfolgreiche Jagd ein Grund zu feiern. Tanzen ist in der Samburu-Kultur sehr wichtig und die M\u00e4nner tanzen in einem inneren Zirkel, wobei sie aus dem Stand hohe Spr\u00fcnge machen. Die musikalische Grundlage der T\u00e4nze bildet eine rhythmische Melodie, die durch sehr tiefe m\u00e4nnliche Stimmen erzeugt wird und dem territorialen Ruf eines L\u00f6wen \u00e4hnlich ist. Einige Krieger vollf\u00fchren eine Serie von vertikalen Spr\u00fcngen und werden dabei durch die Schreie der anderen Krieger angefeuert.<br \/>\nTraditionell benutzen Samburu keine Musik-Instrumente bei ihren Ges\u00e4ngen und T\u00e4nzen. M\u00e4nner und Frauen tanzen nicht im selben Kreis, aber stimmen ihre T\u00e4nze aufeinander ab.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Samburu-Tanz1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Samburu-Tanz1-300x169.jpg\" alt=\"Samburu Tanz1\" width=\"300\" height=\"169\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-272\" srcset=\"https:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Samburu-Tanz1-300x169.jpg 300w, https:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Samburu-Tanz1.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Samburu-Tanz2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Samburu-Tanz2-300x169.jpg\" alt=\"Samburu Tanz2\" width=\"300\" height=\"169\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-273\" srcset=\"https:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Samburu-Tanz2-300x169.jpg 300w, https:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Samburu-Tanz2.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Samburu-Perlenschmuck gleicht im Design und Stil im Wesentlichen dem der Maasai. Er wird in Handarbeit von den Frauen gefertigt, aber von M\u00e4nnern und Frauen gleicherma\u00dfen getragen.<br \/>\nSamburu-Frauen tragen jedoch nicht die markanten gro\u00dfen Flachhalsketten der Maasai. Stattdessen erhalten sie schon als junge Frauen einzelne Perlenschn\u00fcre, die sehr gro\u00dfz\u00fcgig von Bewunderern, meist jungen Kriegern, verschenkt werden und die im Laufe der Zeit zu dicken Kragen verschmelzen.<\/p>\n<p>In j\u00fcngerer Zeit begannen die Samburu auch Kamelherden zu halten und sie als Lasttiere zu nutzen. Die Kunst der Kamelhaltung haben sie vermutlich durch ihre Beziehungen zu den Nachbarst\u00e4mmen Rendille und Turkana aus dem Norden erlernt.<br \/>\nMilch und Blut sind Grundnahrungsmittel, und manchmal werden die Tiere auch zu besonderen feierlichen Zeiten geschlachtet. Dabei werden bestimmte Fleischst\u00fccke und Organe gem\u00e4\u00df der Stellung in der sozialen Hierarchie verteilt.<br \/>\nEs muss erw\u00e4hnt werden, dass Frauen die niedrigste soziale Stellung haben. Das bedeutet, dass sie oft nur die minderwertigen Reste essen d\u00fcrfen, wenn \u00fcberhaupt etwas \u00fcbrig bleibt!<br \/>\nDas Blut der Rinder wird traditionell durch \u00d6ffnen der Halsschlagader mit einer Pfeilspitze oder einem Messer gewonnen und anschlie\u00dfend wird die Wunde mit hei\u00dfer Asche wieder verschlossen. Auch bei der Schlachtung wird das Blut aufgefangen und mit Milch vermischt getrunken.<\/p>\n<p><strong>Die Samburu heute <\/strong><br \/>\nSchon seit der Kolonialzeit geh\u00f6rt der Samburu-Distrikt zu den wirtschaftlich marginalisierten Bezirken mit schlechter Infrastruktur, schlechtem Gesundheits- und Bildungswesen. Die Wirtschaft im Samburu-Bezirk ist abh\u00e4ngig von den Tieren und der Tierhaltung, wobei sich der Tierbestand und die Verteilung mit der Zeit durch nat\u00fcrliche als auch menschengemachte Katastrophen, wie z.B. D\u00fcrre und Krankheiten, ver\u00e4ndert hat. Wie viele traditionelle St\u00e4mme, stehen die Samburu unter dem Druck ihrer Regierung, um sich in festen D\u00f6rfern niederlassen. Sie sind aber immer noch \u00e4u\u00dferst zur\u00fcckhaltend, dies zu tun, da offensichtlich durch eine dauerhafte Siedlung ihre gesamte bisherige Lebensweise zerst\u00f6rt wird. Die Gegend, in der sie leben, ist sehr trocken und es ist \u00e4u\u00dferst schwierig, in festen Siedlungen durch den Anbau von Pflanzen einen permanenten Lebensunterhalt zu sichern.<\/p>\n<p>Es bedeutet, dass das \u00dcberleben der Samburu von anderen abh\u00e4ngig wird. Dies ist eine herzzerrei\u00dfende Situation f\u00fcr die stolzen Samburu. Seit Status und Reichtum in der Samburu-Kultur gleichbedeutend mit der Menge an Rindern ist, die man besitzt, ist eine sesshafte landwirtschaftliche Lebensweise nicht im Geringsten attraktiv. Das ist durchaus verst\u00e4ndlich, da es fast unm\u00f6glich ist, etwas auf den abgelegenen und d\u00fcrren Fl\u00e4chen anzubauen. Das Fehlen einer angemessenen Wasserversorgung versch\u00e4rft diese Situation noch zus\u00e4tzlich. Samburu Familien, die gezwungen wurden sich anzusiedeln, schicken ihre erwachsenen M\u00e4nner oft in die St\u00e4dte, um dort als W\u00e4chter zu arbeiten. Dies ist eine Form der Besch\u00e4ftigung, die sich nat\u00fcrlich aufgrund ihres guten Rufs als Krieger entwickelt hat. <\/p>\n<p>Zu Beginn des 21. Jahrhundert f\u00fchren die Samburu neben der Tierhaltung und dem Viehhandel wirtschaftlich und kulturell ein \u00e4u\u00dferst vielf\u00e4ltiges Leben.<br \/>\nMan findet sie als Lehrer, im B\u00fcro und anderen Jobs sowie beim Handel mit sonstigen Waren. Tourismus ist ein weiterer Weg, um Einkommen zu erzielen und als Tourist lohnt es sich, dort einige Zeit zu verbringen, um mehr \u00fcber die Samburu und ihre faszinierende Kultur zu erfahren. Der beste Weg, dies zu tun ist, Urlaub auf einer Lodge im Samburu-Distrikt zu machen &#8211; oder noch besser und authentischer auf dem Campingplatz des Frauendorfes Umoja, um damit die Frauen des Dorfes und ihre Kinder zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nKontakt zum Frauendorf Umoja : E-Mail: reservation@umojawomen.or.ke oder Rebecca Lolosoli<br \/>\nTelefon: 00254 \u2013 721 \u2013 659 717<br \/>\n__________________________________________________________________________________<br \/>\nQuellen: www.samburucouncil.com; www.kenya-information-guide.com, Wikipedia und Tom Lolosoli<br \/>\n__________________________________________________________________________________<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein indigener Volksstamm Die Samburu leben n\u00f6rdlich vom \u00c4quator in der Rift Valley Provinz in Nord-Kenia. Ethnisch geh\u00f6ren die Samburu zu den nilotischen St\u00e4mmen Ostafrikas und sind enge Verwandte der Massai (Vettern). 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