{"id":1250,"date":"2019-04-10T17:09:27","date_gmt":"2019-04-10T15:09:27","guid":{"rendered":"http:\/\/fk-umoja.com\/?p=1250"},"modified":"2019-10-11T10:04:34","modified_gmt":"2019-10-11T08:04:34","slug":"eindrucksvolle-gespraeche-in-umoja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fk-umoja.com\/en\/eindrucksvolle-gespraeche-in-umoja\/","title":{"rendered":"Eindrucksvolle Gespr\u00e4che in Umoja"},"content":{"rendered":"<p>Bericht und Fotos von Margret Schnetg\u00f6ke<\/p>\n<p>Mit einem \u00dcberlandbus fuhren wir im Januar 2019 von Nairobi bis Isiolo und stiegen dann um in ein Matatu (Kleinbus) bis Archer\u00b4s Post. Die Art der Anreise mit Bus und Matatu erleichterte das Eintauchen in eine andere Welt: es wurde immer karger und sandiger, die Halbw\u00fcste der Samburu zeigte ihr faszinierendes Gesicht.  Unterwegs hatten wir Tom, Rebecca\u00b4s Sohn informiert, dass wir bald ankommen. Er beauftragte Mohamed, uns in Archer\u00b4s Post abzuholen und zum Camp des Frauendorfes zu begleiten. Sehr herzlich wurden wir von Rebecca und den anderen Samburu Frauen in Umoja begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/201901-Schnetg\u00f6ke2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/201901-Schnetg\u00f6ke2-300x162.png\" alt=\"201901 Schnetg\u00f6ke2\" width=\"300\" height=\"162\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1251\" srcset=\"https:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/201901-Schnetg\u00f6ke2-300x162.png 300w, https:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/201901-Schnetg\u00f6ke2.png 569w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit Ges\u00e4ngen und T\u00e4nzen wurden wir willkommen gehei\u00dfen, und das Sch\u00f6nste war, dass ich eingeladen wurde mit zu tanzen. <\/p>\n<p>Immer wieder sprachen wir \u00fcber die Situation der Samburu-M\u00e4dchen und FGM (Genitalverst\u00fcmmelung). Rebecca berichtete, dass sie in den letzten zwei Monaten fast dauernd unterwegs gewesen sei, um auch in weit entfernt liegenden D\u00f6rfern, zusammen mit weiteren Samburu Frauen aus Umoja, Workshops gegen FGM durchzuf\u00fchren. Der Beginn der gro\u00dfen Ferien vor Weihnachten sei eine besonders gef\u00e4hrliche Zeit f\u00fcr die M\u00e4dchen. Die Ferien um Weihnachten herum sind besonders lange Ferien. Deshalb w\u00fcrden Genitalverst\u00fcmmelungen oft gerade zu Beginn der Ferien durchgef\u00fchrt, damit die Wunden bis zum Ferienende weitestgehend verheilt seien und FGM dadurch unerkannt bleibe. Sobald sie von solch einer geplanten Genitalverst\u00fcmmelung erfahren, machen die Frauen sich auf den Weg und versuchen diese zu verhindern. Workshops f\u00fcr Eltern, f\u00fcr M\u00e4dchen, aber auch f\u00fcr Jungen ver\u00e4ndern die Einstellung zu FGM und helfen Genitalverst\u00fcmmelungen kurz- und langfristig zu verhindern. <\/p>\n<p>Eindrucksvoll berichtete sie von dem Mut zweier M\u00e4dchen in einem umliegenden Dorf, in dem Rebecca und zwei weitere Samburu Frauen einen Workshop zu FGM veranstaltet hatten. Gest\u00e4rkt durch die Information, dass FGM in Kenia nicht erlaubt ist und dass niemand sonst \u00fcber ihren K\u00f6rper entscheiden darf, und das Empowerment durch den Workshop der Samburu Frauen gingen die M\u00e4dchen zur Polizei, als sie erfuhren, dass sie \u201ebeschnitten\u201c werden sollten. Sie erstatteten Anzeige, die Polizei brachte sie in Sicherheit und sorgte dann f\u00fcr eine Unterbringung in einer anderen Region Kenias, damit die Eltern sie nicht finden konnten. <\/p>\n<p>Rebecca bedauerte sehr, dass es zu wenig sichere Orte f\u00fcr M\u00e4dchen in Kenia gibt, die vor drohender FGM fl\u00fcchten m\u00fcssen. <\/p>\n<p>Den ausf\u00fchrlichen Bericht mit weiteren Fotos k\u00f6nnen Sie hier ansehen und herunterladen: <a href=\"http:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190410-Bericht-M.-Schnetgoeke.pdf\" target=\"blank\">Bericht M. Schnetg\u00f6ke<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht und Fotos von Margret Schnetg\u00f6ke Mit einem \u00dcberlandbus fuhren wir im Januar 2019 von Nairobi bis Isiolo und stiegen dann um in ein Matatu (Kleinbus) bis Archer\u00b4s Post. 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