{"id":1077,"date":"2017-09-22T23:09:30","date_gmt":"2017-09-22T21:09:30","guid":{"rendered":"http:\/\/fk-umoja.com\/?p=1077"},"modified":"2019-10-11T10:18:05","modified_gmt":"2019-10-11T08:18:05","slug":"wasser-und-bildung-fuer-die-samburu-in-kenia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fk-umoja.com\/en\/wasser-und-bildung-fuer-die-samburu-in-kenia\/","title":{"rendered":"Wasser und Bildung f\u00fcr die Samburu in Kenia"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Motto \u201eDas Frauendorf Umoja -Wasser und Bildung f\u00fcr die Samburu in Kenia\u201c fand in der Citykirche M\u00f6nchengladbach die Veranstaltung statt. VeranstalterInnen: Freundeskreis Umoja-Friends of Umoja e.V. in Kooperation mit der Plan Aktionsgruppe M\u00f6nchengladbach und Tatort-Stra\u00dfen der Welt e.V. Mit freundlicher Unterst\u00fctzung durch City Kirche Alter Markt M\u00f6nchengladbach.<\/p>\n<p>Als wir 2013 die erste Veranstaltung in M\u00f6nchengladbach durchf\u00fchrten, lernten wir eine bemerkenswerte Frau mit Visionen kennen, die sie wie folgt formulierte:<br \/>\n<strong>Wir fordern folgende Rechte: Wir wollen unsere Ehem\u00e4nner selbst aussuchen, wir wollen Land besitzen, wir wollen zur Schule gehen, wir wollen nicht mehr beschnitten werden, wir wollen unsere eigenen Entscheidungen treffen, wir fordern Respekt in der Politik und wir wollen F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten sein.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr diese Ziele k\u00e4mpft die Menschenrechtsaktivistin und Gr\u00fcnderin des ersten Frauendorfes in Afrika seit 1990 in ihrer Heimat unerm\u00fcdlich. Ihre gr\u00f6\u00dften Tr\u00e4ume waren damals die Gr\u00fcndung einer Schule und ein Brunnen mit sauberem Trinkwasser.<\/p>\n<p>Nach weiteren Besuchen in den Jahren 2014 und 2015 war Rebecca nun erneut hier, um \u00fcber die Entwicklung des Frauendorfes zu berichten und sich zu bedanken. Der Freundeskreis Umoja unterst\u00fctzt seit 2015 gezielt das Frauendorf und lud Rebecca zu dieser Vortragsreise ein.<br \/>\nLeider kam nur eine sehr \u00fcberschaubare Besuchergruppe zu dieser Veranstaltung, da zeitgleich wegen einer Sportveranstaltung die Citykirche und der alte Markt gro\u00dfr\u00e4umig abgesperrt wurden.<br \/>\nDar\u00fcber waren wir nicht informiert und so war es f\u00fcr interessierte Besucher fast unm\u00f6glich, den Veranstaltungsort zu erreichen. Einige Unentwegte fanden dann aber doch den Weg und es wurde eine sehr kleine aber intensive Veranstaltung. Leider k\u00f6nnen wir keine Fotos von der Veranstaltung zeigen, da unserer Vorstandskollegin auf dem nach Hause Weg die Kamera gestohlen wurde \u2013 sehr schade!<\/p>\n<p>Der Vortragsabend wurde mit einem Gru\u00dfwort der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt M\u00f6nchengladbach, Frau Monika Hensen-Busch, er\u00f6ffnet. Frau Hensen-Busch hob hervor, wie wichtig die Gleichstellung von Mann und Frau ist und die Einhaltung der Menschenrechte. Deshalb sei es wichtig, Menschen zu unterst\u00fctzen, die selbstlos f\u00fcr diese Rechte k\u00e4mpfen \u2013 so wie \u201eMama Mutig\u201c.<\/p>\n<p>Danach berichtete Rebecca \u00fcber die Schule, die sich gro\u00dfer Beliebtheit erfreut. Die Sch\u00fclerzahl sei auf etwa 200 angewachsen. Obwohl erst 2014 er\u00f6ffnet, geh\u00f6re sie schon zu den besten Schulen im Samburu-Distrikt. Die Schule mit derzeit 4 Klassenr\u00e4umen und 3 Behelfsr\u00e4umen platze aus allen N\u00e4hten und m\u00fcsse dringend weiter ausgebaut werden.<\/p>\n<p>Rebeccas Bericht \u00fcber die gesicherte Wasserversorgung durch einen Tiefenbrunnen mit sauberem Trinkwasser geh\u00f6rte sicher zu den eindrucksvollsten Momenten dieses Abends. Sie sagte, dass ihr die Worte fehlen, um sich bei dem Sponsor des Brunnens, Herrn Cho, in ad\u00e4quater Weise zu bedanken.<br \/>\nDurch den Brunnenbau sei Umoja in ein neues Zeitalter versetzt worden und alle Menschen der Region in Umoja, ob gro\u00df oder klein, w\u00fcssten sofort den Namen des Brunnenspenders, wenn sie danach gefragt w\u00fcrden. <\/p>\n<p>Jetzt k\u00f6nne man auch sehr gut Obst und Gem\u00fcse anbauen, was zu einer besseren Ern\u00e4hrung der Frauen und Kinder beitr\u00e4gt. Allerdings seien die Gem\u00fcsebeete auch bei den Tieren sehr beliebt. So kommen Erdm\u00e4nnchen nachts und knabbern die Wassermelonen an. Auch Elefanten werden angezogen, werden aber (noch) durch die starke Beleuchtung abgehalten.<\/p>\n<p>Im  Fr\u00fchjahr 2017 konnte das Frauendorf und die Schule an das \u00f6ffentliche Stromnetzt angeschlossen werden. Damit ist eine Verbesserung der Sicherheit erreicht worden, weil Diebe und auch die meisten Tiere dadurch abgehalten werden, in das Gel\u00e4nde einzudringen.<\/p>\n<p>Befragt zu der politischen Lage erwiderte Rebecca, dass diese vor allem in den abgelegenen Gebieten des Landes nicht sehr stabil sei und damit ginge eine neue Gefahr einher: Landnahme durch kriminelle Banden oder auch durch Gro\u00dfkonzerne und ausl\u00e4ndische Investoren. So komme es vor, dass die angestammten Einwohner mit unlauteren Mitteln \u2013 oft auch mit Brutalit\u00e4t \u2013 von ihrem Land vertrieben w\u00fcrden. Daher sei sie sehr beunruhigt und halte die m\u00f6glichst schnelle Errichtung eines Zaunes oder besser noch einer hohen Mauer um das gesamte Gel\u00e4nde der Frauengruppe f\u00fcr enorm wichtig. Ein Katasteramt befinde sich zwar im Aufbau und man habe die entsprechenden Dokumente schon angefordert \u2013 es dauere aber.<\/p>\n<p>F\u00fcr Rebecca und die Frauen ist eine hohe Mauer der perfekte Schutz, weil damit \u00f6ffentlich die Besitzrechte sichtbar werden und eine stabile, dicke Mauer eine un\u00fcberwindliche Barriere f\u00fcr Gro\u00dfwild ist. Ein Drahtzaun sei zwar hilfreich, k\u00f6nne aber leicht durchbrochen werden.<br \/>\nVon einigen Besuchern wurde Rebecca weitere Unterst\u00fctzung zugesagt, was uns sehr hoffen l\u00e4sst, im kommenden Jahr die Mittel daf\u00fcr bereit stellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der gesamten Veranstaltung wurden immer wieder Fragen zu den einzelnen Themen gestellt, die Rebecca ausf\u00fchrlich beantwortete. Abschlie\u00dfend bedankte sich Rebecca auch im Namen der Frauen und Kinder f\u00fcr die wertvolle Hilfe, die sie gerade auch von Spendern aus M\u00f6nchengladbach erhalten.<\/p>\n<p>Text: Ise Stockums<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto \u201eDas Frauendorf Umoja -Wasser und Bildung f\u00fcr die Samburu in Kenia\u201c fand in der Citykirche M\u00f6nchengladbach die Veranstaltung statt. VeranstalterInnen: Freundeskreis Umoja-Friends of Umoja e.V. in Kooperation mit der Plan Aktionsgruppe M\u00f6nchengladbach und Tatort-Stra\u00dfen der Welt e.V. Mit freundlicher Unterst\u00fctzung durch City Kirche Alter Markt M\u00f6nchengladbach. 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