{"id":1027,"date":"2017-09-13T20:38:27","date_gmt":"2017-09-13T18:38:27","guid":{"rendered":"http:\/\/fk-umoja.com\/?p=1027"},"modified":"2019-10-11T10:20:00","modified_gmt":"2019-10-11T08:20:00","slug":"hoffnung-befluegelt-die-frauen-in-umoja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fk-umoja.com\/en\/hoffnung-befluegelt-die-frauen-in-umoja\/","title":{"rendered":"Hoffnung befl\u00fcgelt die Frauen in Umoja"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Titel  \u201eEine Pflanze Hoffnung\u201c fand in der Stadtb\u00fccherei die Lesung mit Vortrag statt. VeranstalterInnen waren die Gleichstellungsstelle der Stadt Grevenbroich in Kooperation mit dem<br \/>\nFreundeskreis Umoja e.V. und in Zusammenarbeit mit Tatort-Stra\u00dfen der Welt e.V.<\/p>\n<p>Den zahlreichen, sehr interessierten Besuchern wurde durch die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Grevenbroich, Andrea Heinrich, zun\u00e4chst Rebecca Lolosoli vorgestellt. Anschlie\u00dfend las sie dann Passagen aus dem Buch \u201eMama Mutig\u201c. Die Lesung vermittelte dem Publikum eindringlich, wie die Lebenswirklichkeit der Samburu-Frauen in Kenia ist. Dann konnten die Besucher in einen direkten Dialog mit Rebecca treten und vieles noch hinterfragen. Besonders die Themen Frauenrechte und Genitalverst\u00fcmmelung wurden ausgiebig diskutiert und viele der BesucherInnen waren ersch\u00fcttert ob der archaischen Traditionen. Tief beeindruckt war das Publikum von dem Mut und dem unerm\u00fcdlichen Kampf von Rebecca Lolosoli, in ihrer Heimat einen kulturellen Wandel zu bewirken.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Nach nun 27 Jahren tr\u00e4gt die Arbeit von Rebecca erstmals Fr\u00fcchte und sie konnte berichten, dass so langsam ein Umdenken erfolgt. Vor allem die in Umoja aufgewachsenen jungen M\u00e4nner k\u00e4mpfen nun gemeinsam an der Seite ihrer M\u00fctter und diese seien alle sehr stolz auf ihre S\u00f6hne.<br \/>\nBesonders erw\u00e4hnte Rebecca das vom Freundeskreis Umoja initiierte P+7-Projekt f\u00fcr Klassenpatenschaften, wobei speziell M\u00e4dchen aus mittellosen Familien der Schulbesuch erm\u00f6glicht wird. Daf\u00fcr m\u00fcssen sich die Eltern vertraglich gegen\u00fcber der Schule verpflichten, auf Genitalverst\u00fcmmelung, Fr\u00fch- und Zwangsverheiratung zu verzichten. Alleine die Tatsache, dass viele Eltern dazu bereit sind, ist ebenfalls als Durchbruch zu bezeichnen.<br \/>\nEinige der Anwesenden erkl\u00e4rten sich spontan bereit, eine  Patenschaft  f\u00fcr den Einschulungsjahrgang 2018 zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Pause wurde dann anhand der Pr\u00e4sentation \u201eEine Pflanze Hoffnung\u201c die Projektarbeit des Freundeskreis Umoja detailliert vorgestellt. Rebecca berichtete, wie sehr der Brunnenbau das Leben der Frauen und Kinder ver\u00e4ndert und zu einer enormen Verbesserung gef\u00fchrt hat. Durch die gesicherte Wasserversorgung sei nun auch der Anbau von Gem\u00fcse m\u00f6glich und auch viele andere Projekte w\u00fcrden davon profitieren.<br \/>\nAls Nomadenvolk seien die Samburu nicht mit dem Anbau von Obst und Gem\u00fcse vertraut und m\u00fcssten dies erst Schritt f\u00fcr Schritt erlernen. Die Frauen und Kinder seien aber mit gro\u00dfer Begeisterung bei der Sache. Den Kindern w\u00fcrden vor allen Dingen die gro\u00dfen, saftigen Wassermelonen schmecken. Au\u00dferdem erwirtschafte man bereits \u00dcbersch\u00fcsse, die man an die lokale Bev\u00f6lkerung verkaufen k\u00f6nne und damit ein kleines Zusatzeinkommen erwirtschaftet. Das Geld wird f\u00fcr die Dorfgemeinschaft angespart als Notfallhilfe. An v\u00f6llig mittellose Familien aus den Nachbard\u00f6rfern wird allerdings Wasser und Gem\u00fcse kostenlos abgegeben.<\/p>\n<p>Obwohl Rebecca Lolosoli durch einen heftigen grippalen Infekt beeintr\u00e4chtigt war, schilderte sie dennoch mitrei\u00dfend, was sich durch die Hilfe und Unterst\u00fctzung aus Deutschland im Frauendorf und bei der dorfeigenen Schule alles verbessert hat und wie die Menschen diese Hilfe zur Selbsthilfe mit gro\u00dfer Dankbarkeit und Enthusiasmus annehmen.<\/p>\n<p>Es war ein beeindruckender Abend, der deutlich machte, wie wertvoll Hilfe sein kann, wenn sie direkt vor Ort ankommt.<br \/>\nIn der 2-j\u00e4hrigen Vereinsgeschichte konnten wirklich bahnbrechende Projekte im Frauendorf Umoja umgesetzt werden, ein Beweis, wie effektiv Entwicklungszusammenarbeit sein kann und das jeder etwas tun kann, um die Welt ein bisschen besser zu machen.<\/p>\n<p>Rebecca bedankte sich abschlie\u00dfend  im Namen der Frauen und Kinder von Umoja bei den Besuchern und bat darum, das Frauendorf Umoja auch weiterhin zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170913GV1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/fk-umoja.com\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170913GV1-300x201.png\" alt=\"20170913GV1\" width=\"300\" height=\"201\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1029\" \/><\/a><br \/>\nv.l.n.r. Rebecca Ende, Andrea Heinrich, Rebecca Lolosoli, Waltraud Sarna, Ise Stockums<\/p>\n<p>Text: Ise Stockums, Fotos: Doris Seffern<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Titel \u201eEine Pflanze Hoffnung\u201c fand in der Stadtb\u00fccherei die Lesung mit Vortrag statt. VeranstalterInnen waren die Gleichstellungsstelle der Stadt Grevenbroich in Kooperation mit dem Freundeskreis Umoja e.V. und in Zusammenarbeit mit Tatort-Stra\u00dfen der Welt e.V. Den zahlreichen, sehr interessierten Besuchern wurde durch die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Grevenbroich, Andrea Heinrich, zun\u00e4chst Rebecca Lolosoli vorgestellt. 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