Freundeskreis Umoja - Friends of Umoja e.V.

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Die Herstellung von Schmuck ist eine Einnahmequelle der Dorfgemeinschaft. ...

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Früher waren die Frauen auf Wasser aus dem Fluss angewiesen. Seit 2017 gibt es ein Wasserreservoir und einen Tiefenbrunnen. ...

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Die Schule

Die Schule befindet sich im Aufbau und wird nach und nach ausgebaut, um alle Klassen unterzubringen. ...

Die Schule
12 Dez 2015
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Weihnachtsgrüße aus Umoja

Weihnachtsgrüße aus Umoja

Wir haben in den vergangenen Tagen Weihnachtsgrüße von Rebecca und ihrem Sohn Tom erhalten, die wir gern weitergeben. Die Übersetzungen folgen jeweils im Anschluss an die Texte.

Foto der Frauen in Umoja

Thank and Christmas wishes from UUWG -Umoja Uaso Women Group

UUWG and I would like to thank Friends of Umoja for volunteering coming together for supporting Umoja Women causes. It is a sacrifice indeed as only passion and commitment drives one to believe in this school of thought.

Over a short time, UUWG has experienced good and positive impact from Friends of Umoja like buying of goats, supporting the new academy from its baby steps, assistance of food among others and hopefully in future, there is more to come.

Jane and I had a good trip in Germany, we enjoyed every bit of it and to our understanding, this was just the beginning. It starts small and progressively our presence in Germany will be meaning a lot in coming years courtesy of Friends of Umoja. I would like to express my gratitude to all of you and the support you offered us in many ways.

I would also like to convey my appreciation to Mrs. Doris Krueger who donated two cell phones to me that I currently use.
From the bottom of our hearts all women of Umoja Village and I would like to thank all supporters and donors of Friends of Umoja for their generosity and also the pupils and teachers of Umoja Muehlbauer Academy would like to express their thankfulness. Your support and donations are a great help to all of us.

Let me conclude by saying that we are looking forward for a brighter future with exponential growth to ensure the causes that Umoja drives courtesy of support of Friends of Umoja, makes impact to her beneficiaries to transform the world.

May God shower all of you with His blessings and I am wishing you a Merry Christmas and a Prosperous New Year.

Sincerely
Rebecca

Rebecca Lolosoli
Founder and Matriach Umoja Women Group

Sinngemäße Übersetzung:

UUWG und ich möchten den Gründerinnen des Freundeskreis Umoja – Friends of Umoja e.V. danken für die freiwillige Gründung des gemeinnützigen Vereines zur Unterstützung des Umoja-Frauendorfes. Es ist eine aufopfernde Tat, die getragen wird von Leidenschaft und Engagement, wenn man an diese Schule des Denkens glaubt.

Über einen kurzen Zeitraum hat UUWG bereits gute und positive Auswirkungen der Arbeit von Friends of Umoja erfahren, wie Spenden für den Kauf von Ziegen, für die Unterstützung der neuen Schule seit ihren ersten Baby-Schritten und unter anderem auch Unterstützung für den Kauf von Lebensmitteln. Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird.

Jane und ich hatten eine gute Reise nach Deutschland und genossen jeden Augenblick und nach unserem Verständnis war dies erst der Beginn. Es beginnt klein und nach und nach wird unsere Präsenz in Deutschland in den kommenden Jahren durch die Unterstützung des Freundeskreis Umoja zunehmen. Ich möchte meinen Dank an alle von Euch für die Unterstützung, die Sie uns in vielerlei Hinsicht zukommen lassen auszudrücken.

Ich möchte auch dankend meine Anerkennung an Frau Doris Krüger aussprechen, die mir zwei Handys gespendet hat, die ich derzeit nutze.
Aus der Tiefe unseres Herzens möchten alle Frauen von Umoja und ich mich bei allen Unterstützern und Spendern des Freundeskreis Umoja für ihre Großzügigkeit bedanken und auch die Schüler und Lehrer der Umoja Mühlbauer Academy möchten ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Ihre Unterstützung und Spenden sind eine große Hilfe für uns alle.

Lassen Sie mich zusammenfassend sagen, dass wir uns durch die Unterstützung des Freundeskreis Umoja und der großzügigen Spender auf eine bessere Zukunft mit exponentiellem Wachstum freuen können. Die Auswirkungen Ihres Handelns bedeutet für uns Begünstigte die Transformation unserer Welt.

Möge Gott Sie überschütten mit all seinem Segen und ich wünschen Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr.

Ihre
Rebecca Lolosoli
Gründerin und Matriarchin der
Umoja Uaso Women Group

Foto der Frauen in Umoja

X-mas wishes from Umoja

Dear Ise

First and foremost, the Umoja Women would wish to thank you and Waltraud as a person for all the efforts in giving them a turning point. It is a new beginning this year seeing the formation of Friends of Umoja and the efforts it is making like sponsoring a fundraising trip for two ladies to Germany for a month’s time, donating for school’s roof repair after getting blown out by Apr strong rain winds, a window for beadwork orders beaconing and sourcing of two teachers‘ salaries sponsor with more to come.

UUWG therefore wishes Friends of Umoja a Merry X-Mass and a Prosperous Happy New Year. They say in Samburu, ‚tibiko nebik Lkuruk te nkishon supat‘, meaning they wish Friends of Umoja Fraternity a longlasting life like an eagle with much blessings.

Yours sincerely
Tom Lolosoli

Sinngemäße Übersetzung:

Liebe Ise,

zunächst möchten die Mitglieder der Umoja Uaso Women Group Dir und Waltraud persönlich für all Eure Mühe danken, die für sie einen Wendepunkt bedeuten. Es ist ein neuer Beginn durch die Gründung des „Freundeskreis Umoja – Friends of Umoja e.V.“ und die gemachten Anstrengungen, indem zwei unserer Mitglieder zu einer vierwöchigen Fundraising-Reise nach Deutschland eingeladen wurden, Spenden für die Reparatur des durch einen Sturm stark beschädigten Schuldaches überwiesen, Möglichkeiten der Vermittlung von Bestellungen für den traditionellen Glasperlenschmuck erörtert und abschließend auch noch ein Spender für die Zahlung von 2 Jahresgehältern für 2 Lehrkräfte an unserer Schule gefunden wurde und noch vieles mehr.

Die Mitglieder der UUWG (Umoja Uaso Women Group) wünschen allen Mitgliedern des Freundeskreis Umoja – Friends of Umoja e.V, ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches und gutes Neues Jahr. In der Samburu-Sprache Maa sagt man: ‚tibiko nebik Lkuruk te nkishon supat‘ was sinngemäß übersetzt bedeutet, dass wir der Gemeinschaft des Freundeskreis Umoja eine langlebige und gesegnete Zukunft wünschen

Euer
Tom Lolosoli

02 Dez 2015
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Rebecca Lolosoli

Rebecca Lolosoli

Rebecca Lolosoli – eine afrikanische Heldin!
Frauenrechtsaktivistin, Gründerin und Matriarchin des Frauendorfes Umoja in Kenia.

“Männern ist es verboten im Dorf zu leben, aber sie können uns jederzeit besuchen, solange sie unsere Regeln befolgen“
, sagt Rebecca Lolosoli, eine indigene Samburu-Frau.

Die Tochter des großen Chief
Rebecca wurde 1962 als Tochter von Ditan und Naisaba Lesankurikuri in dem kleinen Ort Wamba im Samburu-Distrikt in Kenia geboren. Sie war das vierte Kind von sechs: drei Brüder und drei Schwestern. Ihr Vater lebte polygam mit 3 Frauen.
Rebecca ist die Lieblingstochter ihres Vaters Ditan Lesankurikuri, eines großen Samburu Chiefs. Sie klebt an seinen Lippen und wird von ihm als Chief erzogen, obwohl das in ihrer Kultur gar nicht für Mädchen vorgesehen ist. Er schenkt seiner Tochter kleine Ziegen, damit sie lernt, auf sie aufzupassen, ungewöhnlich in der traditionellen Männergesellschaft. Sie darf sogar zuschauen, wenn er eine schlachtet. Ihre Mutter stärkt ihren Sozialsinn. Als Frau des Chiefs sorgt sie dafür, dass Rebecca den Witwen und Frauen, die keine Kinder haben, hilft.

Nachdem Mama Meronie, eine Samburu-Frau, vor Rebeccas Augen von ihrem Mann erschlagen wird, schwört sich Rebecca, gegen die Missachtung von Frauen in ihrer Kultur zu kämpfen. Doch die junge Rebecca muss noch viel lernen.
Sie hat Glück. Italienische Missionare kommen ins Dorf und unterrichten die Kinder der Samburu, auch die Mädchen. Rebecca wird mit 9 Jahren eingeschult und lernt lesen und schreiben. Mit 13 wird Rebecca beschnitten und stirbt fast an den Folgen der Beschneidung. Das traumatische Erlebnis prägt sie für immer. Sie müsste eigentlich stolz sein, weil sie jetzt eine richtige Frau ist, doch sie fühlt sich niedergeschlagen und erholt sich erst sehr langsam.
Junge Männer wagen sich nicht an diese außer-gewöhnlich selbstbewusste junge Samburu-Frau heran. Nur ein alter Mann zeigt Interesse, doch ihre Mutter lehnt ihn als Heiratskandidaten ab – glücklicherweise.
Zu aufmüpfig!

01 Dez 2015
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Eine Schule für Umoja

Eine Schule für Umoja

Einer von Rebecca Lolosolis Träumen geht in Erfüllung!

Mächtige Unterstützung durch die Josef Mühlbauer-Stiftung.

Am 22. November 2005 gründete Firmenchef Josef Mühlbauer die gleichnamige Stiftung in Roding in Bayern. Ziel der Stiftung ist es, „überall dort zu helfen, wo Hilfe auch dringend benötigt wird“, so Josef Mühlbauer. Besonders inspiriert wird der Unternehmer dabei von seinen zahlreichen Reisen nach Afrika. Das Leid und die Armut vieler Menschen bewegen ihn so sehr, „dass man hier einfach helfen muss“.
2011 wurde Stiftungsgründer Josef Mühlbauer auf Rebecca Lolosoli und ihr Frauendorf Umoja aufmerksam. Die Leistung von Lolosoli und all den anderen Frauen beeindruckte ihn dermaßen, dass er beschloss, diese im Rahmen der Stiftung zu unterstützen. Nach einigen Gesprächen kam Rebecca Lolosoli im Juni 2012 persönlich nach Roding, um im Rahmen des 8. Mühlbauer Spendenlaufs einen Scheck der Josef Mühlbauer Stiftung über 50.000 Euro entgegenzunehmen. Mit diesem Geld unterstützt die Stiftung des bayerischen Unternehmers den Bau einer eigenen Grundschule im Frauendorf Umoja.
Nachdem einiges an Vorarbeit geleistet wurde, erfolgte am 18. März 2013 der erste Spatenstich für den Bau der „Umoja Mühlbauer Akademie“.

Am 6. Mai 2014 wurde die Schule eröffnet. Das Schuljahr gliedert sich in 3 Abschnitte, die Term genannt werden. Nach dem 2. Term begannen am 1. August 2014 die Sommerferien und das wurde mit einer schönen Feier für die Kinder und deren Eltern abgerundet.
Neben dem Schulbau wurden auch die Kosten für Schulbänke, Bücher und die Gehälter der Lehrer getragen.
Wegen dieser außergewöhnlichen Unterstützung durch die Josef Mühlbauer Stiftung konnte der Traum von einer eigenen Schule in Umoja schon zum Teil realisiert werden.
Mehr Informationen finden Sie unter: www.muehlbauer.com oder foundation.muehlbauer.de

30 Nov 2015
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Die Verwendung der Spenden

Um allen Interessierten einen Überblick zu geben, wofür die Spenden und Sponsoringbeiträge verwendet werden, veröffentlichen wir nachstehend eine Liste der Bedarfsgüter und der dafür entstehenden Kosten.

1 Huhn 8 €
1 Hühnerfamilie (6 Hennen + 1 Hahn) 56 €
1 Ziege (ausgewachsen und milchgebend) 70 €
1 Sack Bohnen, 90 kg 50 €
1 Sack Reis, 50 kg 35 €
1 Sack Maismehl, 60 kg 40 €
1 Kanister Öl, 20 l 30 €
Zucker, 5 kg 10 €
Schulmahlzeit für ein Kind
Pro Monat 15,42 €
vierteljährlich 46,25 €
halbjährlich 92,50 €
Pro Jahr (37 Schulwochen) 185 €

Daneben sind jährlich ca. 2000 € pro Lehrer für die dorfeigene Schule zu zahlen. Die Frauen von Umoja sehen in der Bildung der Kinder den Schlüssel dafür, ein selbstbestimmtes Leben mit ausreichendem Einkommen in ihrer Heimat Kenia führen zu können.

Spendenkonto: Freundeskreis Umoja e.V., Sparkasse Neuss, IBAN: DE87 3055 0000 0093 4932 86, BIC: WELADEDNXXX

Wir bitten um Angabe Ihrer vollständigen Anschrift für die Spendenbescheinigung.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe und Unterstützung!

13 Nov 2015
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Die Lage in Umoja normalisiert sich

Die Lage in Umoja normalisiert sich

Nach wochenlangen Unruhen (siehe unten) führen die friedensstiftenden Maßnahmen nun zum Erfolg. Auch die Frauen von Umoja konnten in ihr Dorf zurückkehren.

Lagebericht vom 7.11.2015 aus Umoja:
Originaltext von Tom Lolosoli und nachfolgend die Übersetzung.

Hi Ise,
I have been so much busy with errands and travelling. I was able to negotiate Red Cross support to people and now food for 1,800 households, about 7,200 people from the county government. I had a meeting with the Governor at his office in Maralal and also doing fundraising to compensate victims of cattle rustling, deaths and injuries, to restore them back to their previous economic position or somewhat giving them another start.
There is now relative calm after so many efforts have been put in place. People are returning back home. Even in Umoja Village, the first few women are back and living like usual.
Thanks
Tom

Hallo Ise,
ich war sehr mit Besorgungen und Reisen beschäftigt.
Ich habe mit dem Roten Kreuz verhandelt die Leute zu unterstützen und nun auch erreicht, dass die Kreisverwaltung Lebensmittel für 1.800 Haushalte mit 7.200 Leuten bereit stellt.
Ich hatte eine Besprechung mit dem Gouverneur in seinem Büro in Maralal und sammle auch hier vor Ort Spenden um die Opfer zu entschädigen, z.B. für gestohlenes Vieh oder um die Familien der getöteten und verletzten Mitbürger in ihre ursprüngliche wirtschaftliche Lage zu versetzen oder ihnen einen anderen Neustart zu ermöglichen.
Nachdem sehr viel unternommen wurde um wieder Frieden zu schaffen ist es nun relativ ruhig. Die Leute kehren wieder nach Hause zurück. Selbst nach Umoja sind die ersten Frauen zurück gekehrt und nehmen wieder ihr normales Leben auf.
Danke
Tom

Die friedensstiftenden Aktivitäten von Rebecca und ihrem Sohn Tom zeigen also Wirkung. Das sind erfreuliche und ermutigende Nachrichten. Wir hoffen sehr, dass die Lage sich weiter stabilisiert und dauerhaft wieder Ruhe und Frieden einkehrt in der Region um Umoja.

Durch den derzeit noch ausbleibenden Tourismus und die dadurch fehlenden Einkommensmöglich-keiten sind die Gehaltszahlungen für die 4 Lehrerinnen und 2 Lehrer der dorfeigenen Schule „ Umoja Muehlbauer Academy“ nicht gesichert. Pro Monat müssen ca. 1000 € für die 6 Lehrkräfte gezahlt werden, also durchschnittlich ca. 167 € pro Kopf.

Bitte helfen Sie uns, diese Gehaltszahlungen abzusichern.
Spenden
Stichwort: Lehrer

Herzlichen Dank und bitte immer Ihre vollständige Anschrift mitteilen für die Spendenbescheinigung.

Lagebericht 1.11.2015 aus Umoja

Fotos aus der Region um Umoja während der letzten Wochen.
Alle Fotos wurden von Tom Lolosoli gemacht und dokumentieren, wie die vertriebenen Menschen
irgendwie versucht haben, die Situation zu meistern.

Unruhen3

Unruhen4

Irgendwo einen sicheren Platz finden. Frauen irren mit den Kindern und einigen Habseligkeiten durch das Land. In ihre Dörfer und Hütten trauen sie sich nicht.

Unruhen5
Irgendwo im freien Gelände wird eine Mahlzeit zubereitet.

Unruhen6
Tom hat wohl Milch verteilt und der kleine Kerl hält demonstrativ seinen Becher hin:
Bitte gib mir mehr!

26 Okt 2015
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Aktuelle Lage in Umoja

Aktuelle Lage in Umoja

Telefonat mit Rebecca Lolosoli am 25.10.2015

Am 25.10.2015 konnte ich Rebecca Lolosoli telefonisch kurz erreichen und sie berichtete, dass sie und ihr Sohn Tom alles versuchen, um die Region zu befrieden.
Tom sei unermüdlich damit beschäftigt Hilfsgüter für die betroffene Bevölkerung zu organisieren und nimmt an vielen Meetings teil.
Rebecca sagte, dass die Situation sich leicht entspannt hätte, aber unter den Umoja-Frauen und der Bevölkerung aus den umliegenden Dörfern noch große Angst vor weiteren Überfällen herrscht, und sie deshalb noch nicht wieder permanent in die Dörfer zurück kehren.

Rebecca hat veranlasst, dass der Schulbetrieb in Umoja tagsüber wieder aufgenommen wurde, um so den Kindern einen vertrauten Tagesablauf zu geben und sie zu beschäftigen.
Außerdem werden die Kinder dort notdürftig mit etwas Essen versorgt.

Rebecca erwähnte, dass das Rote Kreuz Hilfsmittel verteilt, aber soweit ich das verstanden habe, keine Lebensmittel. Rebecca versucht die Spendenmittel so effizient einzusetzen, dass alle Dorfbewohnerinnen und die Kinder wenigsten einmal täglich eine Mahlzeit erhalten.

Auch macht sich Rebecca Sorgen wegen der ausbleibenden Touristen, denn dadurch haben die Frauen keine Einkommensmöglichkeiten. Die Bezahlung der Lehrer ist somit auch nicht abgesichert!

Spenden sind also weiterhin sehr willkommen, um die ärgste Not zu lindern und den so wichtigen Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.

Ise Stockums, 25.10.2015

Lagebericht 26. Oktober 2015 von Tom Lolosoli an Ise Stockums.
Übersetzung des unten stehenden Originaltextes.

Liebe Ise,

seit Wochen schlafen die Umoja-Frauen nicht in ihren Hütten in Umoja wegen der unsicheren Lage. Sie gehen jeden morgen nach Umoja und kehren vor Einbruch der Dunkelheit nach Archer’s Post zurück. Das Dorf liegt direkt am Waso-Fluss und die Frauen befürchten, dass die Banditen von Isiolo kommend den Fluß überqueren und sie dann die ersten Ziele für Attacken sind.

Diese gewaltsame Verdrängung beeinträchtigt das tägliche Leben und die Einkommensmöglich-keiten. Dort wo die Frauen nachts schlafen herrscht drangvolle Enge, weil auch viele andere vertriebene Menschen aus den Dörfern rund um Archer’s Post ebenfalls hier Schutz suchen. Dort sind sie dann möglichen Krankheiten, wie zum Beispiel einem Cholera-Ausbruch, Tuberkulose oder anderen übertragbaren Krankheiten ausgesetzt.

Vor zwei Wochen ist es mir gelungen das Rote Kreuz zu bewegen für 620 entwurzelte Familien, wobei durchschnittlich 5 Familienmitglieder zugrunde gelegt wurden (3.100), die notwendigsten Dinge bereitzustellen, wie z.B. Planen, Koch- und Essensgeschirr, Seife, Decken, Moskitonetze, Wasserkanister und bestückte Kulturbeutel für Frauen und Männer.

Derzeit ist es relativ ruhig weil Führungspersönlichkeiten, Unterstützer und Interessengruppen sich zusammengetan haben, um friedensstiftende Maßnahmen durchzuführen um z.B. eine Waffenruhe
zu erreichen.
(Anmerkung: Eine große Versammlung dieser Gruppen fand auf Initiative von Tom Lolosoli bereits kurz nach dem Überfall am 26.9.2015 statt und Tom arbeitet ständig – gemeinsam mit seiner Mutter Rebecca – für den Frieden in der Region).
Man kann noch keine endgültigen Schlüsse ziehen und es bleibt, die weitere Entwicklung zu beobachten, da derartiges nie zuvor in der Region Archer’s Post passiert ist und es hoffentlich auch das letzte mal sein wird.

National Cohesion & Intergration Commission (NCIC), vertreten durch den Vorsitzenden und ehemaligen Sprecher der Nationalversammlung, Herr Francis Ole Kaparo, hat kürzlich, vom 21.bis 23. Oktober 2015 die beiden Stämme zusammengebracht, um Wege aufzuzeigen die zu Frieden führen und es wurde eine 22 Punkte-Erklärung für ein Friedensabkommen erarbeitet.

Beigefügt sind einige Fotos, die die vertriebenen Familien zeigen – unter denen auch Frauen aus Umoja sind, sowie die Ausgabe der Hilfsgüter durch das Rote Kreuz vor der CITAM Kirche, wo die Umoja Frauen nachts Zuflucht suchen.

Danke
Tom Lolosoli

Unruhen1

Unruhen2

Ausgabe

Dear Ise
For weeks Umoja Women have not slept in their homes because of insecurity. They have been resuming in the morning and departing at 5 PM before dusk. Umoja is near Waso River and they fear if bandits from Isiolo cross over, they would be among first targets.
This displacement affects their day to day lives and income generation. Also where they sleep is crowded with other internally displaced people from other areas of Archer’s Post exposing them to diseases like cholera outbreak, TB and other communicable diseases.
Two weeks ago, I reached out to Red Cross to supply 620 families with basics like tarpaulin, cooking and eating utensils of a family of five averagely, bar soaps for hygiene, blankets, mosquito nets, water jerricans and women and men sanitary bags.
There is relative calm as leaders, conservation and peace stakeholders have stepped in running peace causes calling for cease fire, peace declaration among other sorts of efforts.
You can’t make conclusions now but it is subject to monitoring, this had never happened before in Archer’s and hopefully this will be the last.
National Cohesion & Integration Commission ( NCIC) led by its Chair and former Speaker of National Assembly Mr. Francis Ole Kaparo recently brought the two communities together to chart a way forward for peace that took 3 days from 21st-23rd Oct 2015 where a 22 point declaration was made for peace accord.
Attached find a few pictures of displaced families of which Umoja Women are among and Red Cross distribution at CITAM Church where Umoja Women seek refuge at evenings.
Thanks
Tom Lolosoli

16 Okt 2015
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In eigener Sache

In eigener Sache

Vortragsreise von Rebecca Lolosoli im September und Oktober 2015

Zunächst möchten wir uns, auch im Namen von Rebecca und Jane, auf diesem Weg bei allen Kooperationspartnern, Unterstützern, Besuchern der Veranstaltungen und den Spendern ganz herzlich für die tatkräftige Hilfe und die großzügigen Spenden bedanken.

Auch unsere neuen Vereinsmitglieder möchten wir hiermit herzlich willkommen heißen. In den kommenden Tagen werden wir mit Ihnen den persönlichen Kontakt aufnehmen.
Danke, dass Sie sich mit uns gemeinsam dauerhaft und nachhaltig für die Unterstützung des Frauendorfes Umoja einsetzen werden.

Ebenfalls möchten wir uns für die zahlreichen Hinweise und Ideen zur besseren Wasserversorgung und vielen anderen Themen bedanken. Nicht nur die finanzielle Unterstützung ist wichtig, sondern auch das Aufzeigen von Möglichkeiten und unterstützenden Netzwerken für die Verbesserung der Lebenssituation im Frauendorf Umoja und in der Samburu-Region ist von großem Wert für uns.
Wir werden all Ihre Anregungen und Hinweise in den nächsten Wochen aufgreifen und aufarbeiten. Da wir gerade als kleiner Verein starten bitten wir um etwas Geduld bis wir wieder auf Sie zukommen, wir brauchen halt etwas Zeit für die Nachbearbeitung und bitten um Verständnis.

Unruhen in Umoja

Bezüglich des Konfliktes können wir nur hoffen, dass es Rebecca Lolosoli gemeinsam mit ihrem Sohn Tom gelingt, friedensstiftende Maßnahmen einzuleiten.
Unser wichtigstes Anliegen derzeit ist der Schutz von Rebecca und des Frauendorfes Umoja, damit der so gute und erfolgreiche Weg weiter beschritten werden kann.

Natürlich steht derzeit an erster Stelle, dass der bewaffnete Konflikt in der Samburu-Region befriedet werden muss. Wir können nur hoffen und beten, dass die Lage nicht weiter eskaliert und weder Rebecca noch den anderen Frauen und Kindern etwas geschieht.
Nach Informationen der Umoja-Frauen trauen sie sich, genauso wie die Bewohner der umliegenden Region, noch nicht in ihre Dörfer zurück und sind wie Flüchtlinge im eigenen Land. Die meisten versammeln sich jetzt in Archer’s Post und hoffen, dass die Regierung für Schutz und Frieden sorgt – obwohl bislang keine wirkliche Hilfe durch den Staat erfolgt ist!
Daher ist zunächst die Versorgung der Frauen und Kinder mit Lebensmitteln wie Bohnen, Reis, Maismehl, Milch etc. wichtig, weil Ihnen derzeit die Grundlage zur Erzielung eigenen Einkommens durch den Tourismus entzogen ist.
Auch der Kauf von Ziegen wird zunächst zurück gestellt, damit diese nicht sofort wieder gestohlen werden. Sobald sich die Lage beruhigt und alle wieder unter sicheren Verhältnissen in ihre Dörfer zurück kehren können, werden dann sofort die neue Ziegen und auch Hühner angeschafft. Solange wird das gespendete Geld für Ziegen und Hühner auf dem Bankkonto der Frauengruppe deponiert.
Danach können wir dann hoffentlich die begonnene Projektarbeit fortsetzen und auch neue Projekte in Angriff nehmen.
Wir lassen uns jedenfalls durch die derzeitige Situation nicht entmutigen. Im Gegenteil, unsere Hilfe ist gerade jetzt für die Frauen und Kinder überlebenswichtig.

Nachtrag 19.10.2015: Rückkehr nach Umoja

Rebecca Lolosoli und Jane Karato sind inzwischen wieder zu Hause eingetroffen.
Von beiden soll ich nochmals herzlichen Dank für die große Unterstützung und die vielen Spenden ausrichten. Damit ist kurzfristig die Versorgung der Frauen und Kinder aus Umoja und auch der Umoja-Schulkinder aus den umliegenden Dörfern in dieser kritischen Phase gesichert.

Die beiden sind bei Ankunft in Nairobi noch 2 weitere Tage dort geblieben, um einige Kontakte zu aktivieren bezüglich friedensstiftender Maßnahmen in der gesamten Samburu-Region.
Von Nairobi ging es dann nach Isiolo und auch dort sind sie noch einen Tag geblieben, um einige Dinge zu regeln und das Spendengeld für die Ziegen auf dem Bankkonto der Frauengruppe zu deponieren.
Gestern sind sie dann in Archer’s Post angekommen. Rebecca berichtete über eine leichte Entspannung der Situation – was hoffentlich ein gutes Zeichen ist.

Nun warten wir auf einen detaillierteren Bericht von Rebeccas Sohn Tom, der allerdings derzeit vollauf mit den friedensstiftenden Maßnahmen beschäftigt ist.
Das ist jetzt auch die dringlichste Aufgabe und alle anderen Aktivitäten – auch die Projektarbeit mit uns – müssen erst einmal zurückstehen.
Hoffentlich stabilisiert sich die Lage in den nächsten Wochen. Sobald wir weitere Informationen erhalten, werden wir berichten.

Erst wenn sich die Situation dort beruhigt hat und auch wieder Touristen die Region besuchen, können die Frauen durch den Verkauf von traditionellem Perlenschmuck und Einnahmen aus dem
dorfeigenen Camp wieder eigenes Einkommen erwirtschaften.
So lange sind unsere Spenden zum Kauf von Lebensmitteln für die Dorfgemeinschaft und die Schule noch dringend erforderlich.