Freundeskreis Umoja - Friends of Umoja e.V.

Schmuck

Die Herstellung von Schmuck ist eine Einnahmequelle der Dorfgemeinschaft. ...

Schmuck

Am Fluss

Früher waren die Frauen auf Wasser aus dem Fluss angewiesen. Seit 2017 gibt es ein Wasserreservoir und einen Tiefenbrunnen. ...

Am Fluss

Die Schule

Die Schule befindet sich im Aufbau und wird nach und nach ausgebaut, um alle Klassen unterzubringen. ...

Die Schule
24 Mrz 2016
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Die Schule – Statusbericht und Ausblick

Die Schule - Statusbericht und Ausblick

Die Umoja Muehlbauer Academy ist die neueste Schule in der Region und macht sich derzeit einen Namen für qualitativ hochwertige Bildung und professionelles ausgebildetes und motiviertes Lehr-Personal.
Die Schule ist keine staatliche Schule, sondern wird von den Frauen der Umoja Uaso Women Group betrieben. Sie bekommt daher keinen Essenszuschuss von der Regierung, keine kostenlosen Lehrer und Schulbücher (Lernmaterialien). Eine sehr mutige Entscheidung und eine große Herausforderung für die Frauen von Umoja, die wegen der niedrigen Schulgebühren zusätzlich Gelder für die Gehälter, Bücher und sonstige Lernmaterialien selbst aufbringen müssen.

Erstklässler 2016

Die Kinder der 1. Klasse der Umoja Mühlbauer Academy mit ihrer Lehrerin Frau Catherine Mugambi. Sie traten der Akademie im Januar dieses Jahrs (2016) bei, nachdem sie verschiedene Kindergärten besucht hatten. Insgesamt sind es 15 Kinder.

22 Mrz 2016
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Aktivitäten zur Friedenssicherung

Aktivitäten zur Friedenssicherung

Ein Rückblick auf die Unruhen im Herbst 2015

Für das Leben eines Hirten bedeutet Dürre das größte Problem. Denn dann konkurrieren benachbarte Gemeinden um magere Weideflächen und Wasser für ihre Tiere, was zu Konflikten führt.
Auch die Nähe der unterschiedlichen ethnischen Bevölkerungsgruppen, ein oder zwei Kriminelle, können die Ursache für Ärger in einer ganzen Gemeinde sein, die für deren Sünden dann bezahlen muss, wenn die andere Seite sich rächt. Dies trifft immer die verletzbarsten Mitglieder der Gemeinschaft. Es ist noch schlimmer, wenn die Politik ins Spiel kommt.
Das Teilen von Führungspositionen, Entwicklung und Bezirks-Arbeitsplätze haben dazu geführt, dass ländliche Gebiete gegenüber städtischen Landkreisen benachteiligt wurden, die sich darum drängten und wo schlussendlich die dominierenden Stämme sich alles aneigneten. Dies kam noch zu den bestehenden Problemen hinzu.
Wegen der Unstimmigkeiten im Samburu County, wo sich Umoja in der Grenzstadt Archer befindet, fanden sich die Bewohner inmitten von Kreuzfeuer und Umbrüchen, deren Ursprung im benachbarten Bezirk lag.
In deren Verlauf passierten viele Angriffe und Gegenangriffe und viele Menschen verloren ihr Leben.
Frauen und Kinder waren sehr betroffen, verbrachten die Nächte in den Büschen und waren immer auf der Flucht. Es war eine Erfahrung, mit der niemand gerechnet hatte und die man nicht für möglich gehalten hätte. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Frauendorf Umoja vollständig verlassen.

Unruhen4

Frauen und Kinder auf der Flucht

Doch schließlich nahmen die politischen Führer und Friedensbewegungen (Organisationen) wie die Northern Rangelands Trust (NRT) – www.nrt-kenya.org den Mittelpunkt des Geschehens ein und versuchten die Probleme zu lösen. Sie luden die National Cohesion und Integration Commission (NCIC) ein. Diese Kommission für Zusammenhalt und Integration wurde angeführt von dem früheren Sprecher der Nationalversammlung Mr. Francis Ole Kaparo und eine 22 Punkte – Friedens – Vereinbarung wurde von allen Krieg führenden Gemeinden unterzeichnet. Die Namen der politischen Führer und Verbrecher der Gewalttaten und Gefechte wurden aufgeführt und von der Regierung verfolgt. Zudem wurden ihre Bankkonten eingefroren und sie mussten vor die Abteilung zur Kriminalaufklärung (CID) treten, um eine Erklärung abzugeben, sowie um unter Beobachtung gestellt zu werden.
Bis heute sind eine Reihe von Verdächtigen verhaftet worden und seit 4 Monaten gab es keine Fälle von Gewalt mehr.

21 Mrz 2016
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Unser jüngstes Vereinsmitglied

Unser jüngstes Vereinsmitglied

Wir begrüßen unser jüngstes Vereinsmitglied.
Jolina Steiner, ein 12-jähriges Mädchen aus Offingen bei Ulm, ist zu Weihnachten 2015 gemeinsam mit ihren Eltern unserem Verein beigetreten. Im Mai 2016 wird Jolina 13 Jahre alt und ist damit unser Nesthäkchen.

Jolina

Außer den Mitgliedsbeiträgen leistet die Familie Steiner-Ringeis durch zusätzliche Spenden nachhaltige Hilfe für den laufenden Unterhalt der Dorfschule in Umoja.
Das beispielhafte Engagement von Jolina trägt dazu bei, dass gleichaltrige Samburu-Kinder durch Bildung eine bessere Zukunftsperspektive haben.

Wir würden uns sehr über weitere junge Vereinsmitglieder freuen, die, genau wie Jolina, gleichaltrige Mädchen und Jungen in Umoja unterstützen möchten.
Unser Mitgliedsbeitrag für Schüler und Studenten ist 3,00 Euro pro Monat.

Jolina und Ihren Eltern sprechen wir hiermit nochmals Dank und Anerkennung für die tolle Unterstützung aus.

21 Mrz 2016
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Happy end für Everlyne Nkopita!

Happy end für Everlyne Nkopita!

Im Herbst 2013 wurde Rebecca Lolosoli von Birgit Virnich und einigen Plan Aktionsgruppen im Rheinland nach Deutschland eingeladen. Während der Vortragsreise wurden Spenden gesammelt für die Lehramts-Ausbildung von 2 jungen Samburu-Frauen. Inzwischen haben 2 junge Frauen das Studium aufgenommen und darüber werden wir noch separat berichten.

Everlyne gehörte 2013/2014 zu den zuerst ausgewählten Anwärterinnen für die Stipendien zur Lehramtsausbildung, aber leider war ihr Notendurchschnitt nicht gut genug. Der Grund sie auszuwählen war folgender: Sie kommt aus einer sehr glücklosen, armen Familie mit keinerlei Aussichten, jemals ein Studium antreten zu können als mittelloses Mädchen. Sie ist am 8.12.1999 geboren und jetzt 16 Jahre alt. Das Stipendium durch die deutschen Spendengelder war damals ihre wirklich große Chance.

Im Rahmen von gewalttätigen Unruhen Anfang 2014 in Baragoi im Norden des Samburu Distriktes, in der Gegend, wo Everlyne mit ihrer Familie lebte, mussten wir damals voller Besorgnis erfahren, dass ihr Vater und zwei Brüder von Banditen ermordet wurden. Die Banditen kamen, um das gesamte Vieh der Familie zu stehlen, und hinterließen die restlichen Familienmitglieder mit nichts außer dem nackten Überleben.
Als Everlyne erfuhr, dass sie das Studium am TTC nicht antreten konnte, war sie zutiefst enttäuscht.
Aber ihre ohnehin schlechte Lage verschlimmerte sich noch um ein Vielfaches durch die Ermordung ihres Vaters und der Brüder. Seitdem sind Everlyne und die restliche Familie in einer verheerenden Lage.

Everlyne ging im August 2014 – 8 Monate nach dem Überfall – in die Stadt Maralal und versuchte, sich mit Gelegenheitsjobs, z.B. in Hotels, über Wasser zu halten. Damit war sie einem sehr schlechten Leben ausgesetzt.
Ihre derzeitige Station bis voraussichtlich Ende März 2016 ist eine Tätigkeit beim National Youth Service (NYS), wo Jugendliche für eine gewisse Zeit rekrutiert werden. Dort können sie sich einige Fähigkeiten aneignen und bekommen auch ein Zertifikat. Eine Bezahlung gibt es dafür aber nicht.
Es zeugt aber von Everlynes starkem Willen, irgendwie, so gut es geht zu überleben und für sich und ihre Familie zu sorgen.

Weil Everlyne sehr engagiert und lernbereit ist, gibt es nun eine andere, gute Möglichkeiten für sie: die Ausbildung zur professionellen Sekretärin. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und kostet etwa 1.500 €. Everlyne kann dann im Anschluss sofort als Sekretärin der Umoja Uaso Women Group und für die Schule eingestellt werden und somit Rebecca Lolosoli und ihren Sohn Tom entlasten.

Everlyne

Nun gibt es ein happy end für Everlyne, denn eine Familie aus Grevenbroich-Kapellen wird die Ausbildung für Everlyne finanzieren. Wir bedanken uns ganz herzlich für diese großzügige Unterstützung.
Aus Umoja erreichen uns ebenfalls Dankesnachrichten und Everlyne sieht es als eine göttliche Fügung an, dass sich ihr Schicksal nun wendet. Sie ist überwältigt vor Glück und der festen Überzeugung, dass ihr durch diese erneute Chance ein neues Leben geschenkt wird.

22 Dez 2015
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FDP spendet für die Frauen von Umoja

FDP spendet für die Frauen von Umoja

Der Freundeskreis freut sich über einen Betrag von 300 Euro, der von der FDP Grevenbroich für die Frauen von Umoja gespendet wurde. Der Erft-Kurier hat hierüber in seiner Ausgabe am 19.12.2015 berichtet:

Erftkurier berichtet über FDP-Spende

15 Dez 2015
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Aktueller Bericht von Tom Lolosoli vom 14.12.2015 zur Lage in Umoja

Aktueller Bericht von Tom Lolosoli vom 14.12.2015 zur Lage in Umoja

Es ist wieder Frieden eingekehrt und die Leute gehen so langsam in ihre Dörfer zurück. Ich habe beim Gouverneur um weitere Lebensmittelhilfe gebeten und auch erhalten und dann in allen Zonen verteilt. Ich habe Rebecca ebenfalls Lebensmittelrationen gegeben zur Verteilung in ihrer Zone Lorubae B, unter die auch Umoja fällt.
Alle Frauen, auch die Umoja-Frauen, haben jetzt erst einmal für die nächsten Wochen genug zu essen. Rebecca hatte sofort nach ihrer Rückkehr aus Deutschland Spendengeld an die Frauen verteilt für den Kauf von Lebensmitteln, da zu der Zeit noch keine staatliche Hilfe erfolgte.
Nun wurden auch schon 5 neue Ziegen gekauft, aber die Frauen haben diese Ziegen in einen Stall in Laresoro gebracht, wo viele Leute zur Zeit aus Sicherheitsgründen ihr Vieh untergebracht haben.
Die Frauen haben noch kein Vertrauen, dass der Frieden auch wirklich dauerhaft hält. Diese Unsicherheit ist auch noch überall zu spüren.

Führungspersönlichkeiten und Friedensgruppierungen tun ihr bestes um sicherzustellen, dass laufend Friedensverhandlungen stattfinden, bei denen die Krieger beider Stämme, der Turkana und Samburu, mit einbezogen sind.
Der Tourismus hat sich noch nicht erholt und es wird sicher noch Monate dauern. Sogar die einheimischen Nachbarn aus Städten in der Nähe, wie Isiolo und Meru, sind immer noch zu ängstlich den Bereich Archer’s Post zu besuchen. Normalerweise nutzen viele die Wochenenden für einen Trip in den Samburu-Nationalpark, weil es hier einige gute Restaurants gibt, die Delikatessen anbieten.
Die Geschäfte gehen nicht gut, aber es gibt leichte Anzeichen einer Belebung. Alles hängt aber mit dem derzeit noch geringen Vertrauen in einen stabilen Frieden zusammen.

Die Frauen aus Umoja haben deswegen auch nur extrem geringe Einkünfte aus dem Schmuckverkauf. Vermutlich wird diese finanzielle Durststrecke auch bis Mai anhalten. Trotzdem hoffen die Frauen, dass sich vielleicht doch schon zu Weihnachten die einheimischen Besucher wieder trauen zu kommen und wenigstens ein bisschen Geld in die Kasse fließt.

Erklärung zu den Bildern:
Der Verkaufsstand für den Schmuck ist leer und wird als Verteilungspunkt für die Lebensmittel genutzt. Die Frauen kommen dorthin, um sich ihre Rationen zu holen.

Verteilung Lebensmittel1

Verteilung Lebensmittel2

Verteilung Lebensmittel3

Spenden

12 Dez 2015
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Weihnachtsgrüße 2015 des Freundeskreis Umoja

Weihnachtsgrüße 2015 des Freundeskreis Umoja

Zunächst möchten wir uns bei allen Kooperationspartnern, Unterstützern, Besuchern der Veranstaltungen und den Spendern ganz herzlich für die tatkräftige Hilfe und die großherzigen Spenden bedanken.
Obwohl jede einzelne Spende für uns sehr wertvoll ist und wir nicht alle Spender namentlich nennen können, möchten wir an dieser Stelle doch eine Ausnahme machen und zwei Spenden hervorheben und zwar einmal die enorm wichtige Starthilfe von 2.000 € für unseren Verein durch Cho-Time GmbH und die Finanzierung der Jahresgehälter 2016 für zwei Lehrkräfte der dorfeigenen Schule in Umoja durch die Stiftung „Ein Körnchen Reis“ in Höhe von 3.900 €.

Mit großer Freude können wir die Aufnahme von 7 neuen Vereinsmitgliedern vermelden, die wir hiermit nochmals herzlich begrüßen.
Seit unserer Gründung im Juli hat sich sehr viel getan und wir bekommen positive Resonanz aus ganz Deutschland.

Wir wünschen Ihnen allen noch eine schöne Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, hoffentlich friedvolles Jahr 2016.

Der Vorstand
Freundeskreis Umoja – Friends of Umoja e.V.

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