Freundeskreis Umoja - Friends of Umoja e.V.

Schmuck

Die Herstellung von Schmuck ist eine Einnahmequelle der Dorfgemeinschaft. ...

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Am Fluss

Früher waren die Frauen auf Wasser aus dem Fluss angewiesen. Seit 2017 gibt es ein Wasserreservoir und einen Tiefenbrunnen. ...

Am Fluss

Die Schule

Die Schule befindet sich im Aufbau und wird nach und nach ausgebaut, um alle Klassen unterzubringen. ...

Die Schule
30 Nov 2015
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Die Verwendung der Spenden

Um allen Interessierten einen Überblick zu geben, wofür die Spenden und Sponsoringbeiträge verwendet werden, veröffentlichen wir nachstehend eine Liste der Bedarfsgüter und der dafür entstehenden Kosten.

1 Huhn 8 €
1 Hühnerfamilie (6 Hennen + 1 Hahn) 56 €
1 Ziege (ausgewachsen und milchgebend) 70 €
1 Sack Bohnen, 90 kg 50 €
1 Sack Reis, 50 kg 35 €
1 Sack Maismehl, 60 kg 40 €
1 Kanister Öl, 20 l 30 €
Zucker, 5 kg 10 €
Schulmahlzeit für ein Kind
Pro Monat 15,42 €
vierteljährlich 46,25 €
halbjährlich 92,50 €
Pro Jahr (37 Schulwochen) 185 €

Daneben sind jährlich ca. 2000 € pro Lehrer für die dorfeigene Schule zu zahlen. Die Frauen von Umoja sehen in der Bildung der Kinder den Schlüssel dafür, ein selbstbestimmtes Leben mit ausreichendem Einkommen in ihrer Heimat Kenia führen zu können.

Spendenkonto: Freundeskreis Umoja e.V., Sparkasse Neuss, IBAN: DE87 3055 0000 0093 4932 86, BIC: WELADEDNXXX

Wir bitten um Angabe Ihrer vollständigen Anschrift für die Spendenbescheinigung.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe und Unterstützung!

13 Nov 2015
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Die Lage in Umoja normalisiert sich

Die Lage in Umoja normalisiert sich

Nach wochenlangen Unruhen (siehe unten) führen die friedensstiftenden Maßnahmen nun zum Erfolg. Auch die Frauen von Umoja konnten in ihr Dorf zurückkehren.

Lagebericht vom 7.11.2015 aus Umoja:
Originaltext von Tom Lolosoli und nachfolgend die Übersetzung.

Hi Ise,
I have been so much busy with errands and travelling. I was able to negotiate Red Cross support to people and now food for 1,800 households, about 7,200 people from the county government. I had a meeting with the Governor at his office in Maralal and also doing fundraising to compensate victims of cattle rustling, deaths and injuries, to restore them back to their previous economic position or somewhat giving them another start.
There is now relative calm after so many efforts have been put in place. People are returning back home. Even in Umoja Village, the first few women are back and living like usual.
Thanks
Tom

Hallo Ise,
ich war sehr mit Besorgungen und Reisen beschäftigt.
Ich habe mit dem Roten Kreuz verhandelt die Leute zu unterstützen und nun auch erreicht, dass die Kreisverwaltung Lebensmittel für 1.800 Haushalte mit 7.200 Leuten bereit stellt.
Ich hatte eine Besprechung mit dem Gouverneur in seinem Büro in Maralal und sammle auch hier vor Ort Spenden um die Opfer zu entschädigen, z.B. für gestohlenes Vieh oder um die Familien der getöteten und verletzten Mitbürger in ihre ursprüngliche wirtschaftliche Lage zu versetzen oder ihnen einen anderen Neustart zu ermöglichen.
Nachdem sehr viel unternommen wurde um wieder Frieden zu schaffen ist es nun relativ ruhig. Die Leute kehren wieder nach Hause zurück. Selbst nach Umoja sind die ersten Frauen zurück gekehrt und nehmen wieder ihr normales Leben auf.
Danke
Tom

Die friedensstiftenden Aktivitäten von Rebecca und ihrem Sohn Tom zeigen also Wirkung. Das sind erfreuliche und ermutigende Nachrichten. Wir hoffen sehr, dass die Lage sich weiter stabilisiert und dauerhaft wieder Ruhe und Frieden einkehrt in der Region um Umoja.

Durch den derzeit noch ausbleibenden Tourismus und die dadurch fehlenden Einkommensmöglich-keiten sind die Gehaltszahlungen für die 4 Lehrerinnen und 2 Lehrer der dorfeigenen Schule „ Umoja Muehlbauer Academy“ nicht gesichert. Pro Monat müssen ca. 1000 € für die 6 Lehrkräfte gezahlt werden, also durchschnittlich ca. 167 € pro Kopf.

Bitte helfen Sie uns, diese Gehaltszahlungen abzusichern.
Spenden
Stichwort: Lehrer

Herzlichen Dank und bitte immer Ihre vollständige Anschrift mitteilen für die Spendenbescheinigung.

Lagebericht 1.11.2015 aus Umoja

Fotos aus der Region um Umoja während der letzten Wochen.
Alle Fotos wurden von Tom Lolosoli gemacht und dokumentieren, wie die vertriebenen Menschen
irgendwie versucht haben, die Situation zu meistern.

Unruhen3

Unruhen4

Irgendwo einen sicheren Platz finden. Frauen irren mit den Kindern und einigen Habseligkeiten durch das Land. In ihre Dörfer und Hütten trauen sie sich nicht.

Unruhen5
Irgendwo im freien Gelände wird eine Mahlzeit zubereitet.

Unruhen6
Tom hat wohl Milch verteilt und der kleine Kerl hält demonstrativ seinen Becher hin:
Bitte gib mir mehr!

26 Okt 2015
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Aktuelle Lage in Umoja

Aktuelle Lage in Umoja

Telefonat mit Rebecca Lolosoli am 25.10.2015

Am 25.10.2015 konnte ich Rebecca Lolosoli telefonisch kurz erreichen und sie berichtete, dass sie und ihr Sohn Tom alles versuchen, um die Region zu befrieden.
Tom sei unermüdlich damit beschäftigt Hilfsgüter für die betroffene Bevölkerung zu organisieren und nimmt an vielen Meetings teil.
Rebecca sagte, dass die Situation sich leicht entspannt hätte, aber unter den Umoja-Frauen und der Bevölkerung aus den umliegenden Dörfern noch große Angst vor weiteren Überfällen herrscht, und sie deshalb noch nicht wieder permanent in die Dörfer zurück kehren.

Rebecca hat veranlasst, dass der Schulbetrieb in Umoja tagsüber wieder aufgenommen wurde, um so den Kindern einen vertrauten Tagesablauf zu geben und sie zu beschäftigen.
Außerdem werden die Kinder dort notdürftig mit etwas Essen versorgt.

Rebecca erwähnte, dass das Rote Kreuz Hilfsmittel verteilt, aber soweit ich das verstanden habe, keine Lebensmittel. Rebecca versucht die Spendenmittel so effizient einzusetzen, dass alle Dorfbewohnerinnen und die Kinder wenigsten einmal täglich eine Mahlzeit erhalten.

Auch macht sich Rebecca Sorgen wegen der ausbleibenden Touristen, denn dadurch haben die Frauen keine Einkommensmöglichkeiten. Die Bezahlung der Lehrer ist somit auch nicht abgesichert!

Spenden sind also weiterhin sehr willkommen, um die ärgste Not zu lindern und den so wichtigen Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.

Ise Stockums, 25.10.2015

Lagebericht 26. Oktober 2015 von Tom Lolosoli an Ise Stockums.
Übersetzung des unten stehenden Originaltextes.

Liebe Ise,

seit Wochen schlafen die Umoja-Frauen nicht in ihren Hütten in Umoja wegen der unsicheren Lage. Sie gehen jeden morgen nach Umoja und kehren vor Einbruch der Dunkelheit nach Archer’s Post zurück. Das Dorf liegt direkt am Waso-Fluss und die Frauen befürchten, dass die Banditen von Isiolo kommend den Fluß überqueren und sie dann die ersten Ziele für Attacken sind.

Diese gewaltsame Verdrängung beeinträchtigt das tägliche Leben und die Einkommensmöglich-keiten. Dort wo die Frauen nachts schlafen herrscht drangvolle Enge, weil auch viele andere vertriebene Menschen aus den Dörfern rund um Archer’s Post ebenfalls hier Schutz suchen. Dort sind sie dann möglichen Krankheiten, wie zum Beispiel einem Cholera-Ausbruch, Tuberkulose oder anderen übertragbaren Krankheiten ausgesetzt.

Vor zwei Wochen ist es mir gelungen das Rote Kreuz zu bewegen für 620 entwurzelte Familien, wobei durchschnittlich 5 Familienmitglieder zugrunde gelegt wurden (3.100), die notwendigsten Dinge bereitzustellen, wie z.B. Planen, Koch- und Essensgeschirr, Seife, Decken, Moskitonetze, Wasserkanister und bestückte Kulturbeutel für Frauen und Männer.

Derzeit ist es relativ ruhig weil Führungspersönlichkeiten, Unterstützer und Interessengruppen sich zusammengetan haben, um friedensstiftende Maßnahmen durchzuführen um z.B. eine Waffenruhe
zu erreichen.
(Anmerkung: Eine große Versammlung dieser Gruppen fand auf Initiative von Tom Lolosoli bereits kurz nach dem Überfall am 26.9.2015 statt und Tom arbeitet ständig – gemeinsam mit seiner Mutter Rebecca – für den Frieden in der Region).
Man kann noch keine endgültigen Schlüsse ziehen und es bleibt, die weitere Entwicklung zu beobachten, da derartiges nie zuvor in der Region Archer’s Post passiert ist und es hoffentlich auch das letzte mal sein wird.

National Cohesion & Intergration Commission (NCIC), vertreten durch den Vorsitzenden und ehemaligen Sprecher der Nationalversammlung, Herr Francis Ole Kaparo, hat kürzlich, vom 21.bis 23. Oktober 2015 die beiden Stämme zusammengebracht, um Wege aufzuzeigen die zu Frieden führen und es wurde eine 22 Punkte-Erklärung für ein Friedensabkommen erarbeitet.

Beigefügt sind einige Fotos, die die vertriebenen Familien zeigen – unter denen auch Frauen aus Umoja sind, sowie die Ausgabe der Hilfsgüter durch das Rote Kreuz vor der CITAM Kirche, wo die Umoja Frauen nachts Zuflucht suchen.

Danke
Tom Lolosoli

Unruhen1

Unruhen2

Ausgabe

Dear Ise
For weeks Umoja Women have not slept in their homes because of insecurity. They have been resuming in the morning and departing at 5 PM before dusk. Umoja is near Waso River and they fear if bandits from Isiolo cross over, they would be among first targets.
This displacement affects their day to day lives and income generation. Also where they sleep is crowded with other internally displaced people from other areas of Archer’s Post exposing them to diseases like cholera outbreak, TB and other communicable diseases.
Two weeks ago, I reached out to Red Cross to supply 620 families with basics like tarpaulin, cooking and eating utensils of a family of five averagely, bar soaps for hygiene, blankets, mosquito nets, water jerricans and women and men sanitary bags.
There is relative calm as leaders, conservation and peace stakeholders have stepped in running peace causes calling for cease fire, peace declaration among other sorts of efforts.
You can’t make conclusions now but it is subject to monitoring, this had never happened before in Archer’s and hopefully this will be the last.
National Cohesion & Integration Commission ( NCIC) led by its Chair and former Speaker of National Assembly Mr. Francis Ole Kaparo recently brought the two communities together to chart a way forward for peace that took 3 days from 21st-23rd Oct 2015 where a 22 point declaration was made for peace accord.
Attached find a few pictures of displaced families of which Umoja Women are among and Red Cross distribution at CITAM Church where Umoja Women seek refuge at evenings.
Thanks
Tom Lolosoli

16 Okt 2015
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In eigener Sache

In eigener Sache

Vortragsreise von Rebecca Lolosoli im September und Oktober 2015

Zunächst möchten wir uns, auch im Namen von Rebecca und Jane, auf diesem Weg bei allen Kooperationspartnern, Unterstützern, Besuchern der Veranstaltungen und den Spendern ganz herzlich für die tatkräftige Hilfe und die großzügigen Spenden bedanken.

Auch unsere neuen Vereinsmitglieder möchten wir hiermit herzlich willkommen heißen. In den kommenden Tagen werden wir mit Ihnen den persönlichen Kontakt aufnehmen.
Danke, dass Sie sich mit uns gemeinsam dauerhaft und nachhaltig für die Unterstützung des Frauendorfes Umoja einsetzen werden.

Ebenfalls möchten wir uns für die zahlreichen Hinweise und Ideen zur besseren Wasserversorgung und vielen anderen Themen bedanken. Nicht nur die finanzielle Unterstützung ist wichtig, sondern auch das Aufzeigen von Möglichkeiten und unterstützenden Netzwerken für die Verbesserung der Lebenssituation im Frauendorf Umoja und in der Samburu-Region ist von großem Wert für uns.
Wir werden all Ihre Anregungen und Hinweise in den nächsten Wochen aufgreifen und aufarbeiten. Da wir gerade als kleiner Verein starten bitten wir um etwas Geduld bis wir wieder auf Sie zukommen, wir brauchen halt etwas Zeit für die Nachbearbeitung und bitten um Verständnis.

Unruhen in Umoja

Bezüglich des Konfliktes können wir nur hoffen, dass es Rebecca Lolosoli gemeinsam mit ihrem Sohn Tom gelingt, friedensstiftende Maßnahmen einzuleiten.
Unser wichtigstes Anliegen derzeit ist der Schutz von Rebecca und des Frauendorfes Umoja, damit der so gute und erfolgreiche Weg weiter beschritten werden kann.

Natürlich steht derzeit an erster Stelle, dass der bewaffnete Konflikt in der Samburu-Region befriedet werden muss. Wir können nur hoffen und beten, dass die Lage nicht weiter eskaliert und weder Rebecca noch den anderen Frauen und Kindern etwas geschieht.
Nach Informationen der Umoja-Frauen trauen sie sich, genauso wie die Bewohner der umliegenden Region, noch nicht in ihre Dörfer zurück und sind wie Flüchtlinge im eigenen Land. Die meisten versammeln sich jetzt in Archer’s Post und hoffen, dass die Regierung für Schutz und Frieden sorgt – obwohl bislang keine wirkliche Hilfe durch den Staat erfolgt ist!
Daher ist zunächst die Versorgung der Frauen und Kinder mit Lebensmitteln wie Bohnen, Reis, Maismehl, Milch etc. wichtig, weil Ihnen derzeit die Grundlage zur Erzielung eigenen Einkommens durch den Tourismus entzogen ist.
Auch der Kauf von Ziegen wird zunächst zurück gestellt, damit diese nicht sofort wieder gestohlen werden. Sobald sich die Lage beruhigt und alle wieder unter sicheren Verhältnissen in ihre Dörfer zurück kehren können, werden dann sofort die neue Ziegen und auch Hühner angeschafft. Solange wird das gespendete Geld für Ziegen und Hühner auf dem Bankkonto der Frauengruppe deponiert.
Danach können wir dann hoffentlich die begonnene Projektarbeit fortsetzen und auch neue Projekte in Angriff nehmen.
Wir lassen uns jedenfalls durch die derzeitige Situation nicht entmutigen. Im Gegenteil, unsere Hilfe ist gerade jetzt für die Frauen und Kinder überlebenswichtig.

Nachtrag 19.10.2015: Rückkehr nach Umoja

Rebecca Lolosoli und Jane Karato sind inzwischen wieder zu Hause eingetroffen.
Von beiden soll ich nochmals herzlichen Dank für die große Unterstützung und die vielen Spenden ausrichten. Damit ist kurzfristig die Versorgung der Frauen und Kinder aus Umoja und auch der Umoja-Schulkinder aus den umliegenden Dörfern in dieser kritischen Phase gesichert.

Die beiden sind bei Ankunft in Nairobi noch 2 weitere Tage dort geblieben, um einige Kontakte zu aktivieren bezüglich friedensstiftender Maßnahmen in der gesamten Samburu-Region.
Von Nairobi ging es dann nach Isiolo und auch dort sind sie noch einen Tag geblieben, um einige Dinge zu regeln und das Spendengeld für die Ziegen auf dem Bankkonto der Frauengruppe zu deponieren.
Gestern sind sie dann in Archer’s Post angekommen. Rebecca berichtete über eine leichte Entspannung der Situation – was hoffentlich ein gutes Zeichen ist.

Nun warten wir auf einen detaillierteren Bericht von Rebeccas Sohn Tom, der allerdings derzeit vollauf mit den friedensstiftenden Maßnahmen beschäftigt ist.
Das ist jetzt auch die dringlichste Aufgabe und alle anderen Aktivitäten – auch die Projektarbeit mit uns – müssen erst einmal zurückstehen.
Hoffentlich stabilisiert sich die Lage in den nächsten Wochen. Sobald wir weitere Informationen erhalten, werden wir berichten.

Erst wenn sich die Situation dort beruhigt hat und auch wieder Touristen die Region besuchen, können die Frauen durch den Verkauf von traditionellem Perlenschmuck und Einnahmen aus dem
dorfeigenen Camp wieder eigenes Einkommen erwirtschaften.
So lange sind unsere Spenden zum Kauf von Lebensmitteln für die Dorfgemeinschaft und die Schule noch dringend erforderlich.

14 Okt 2015
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Ehrung für Rebecca Lolosoli

Ehrung für Rebecca Lolosoli

Zum Abschluss ihres Besuches in Deutschland wurde Rebecca Lolosoli die Ehre zuteil, sich in das Goldene Buch der Stadt Grevenbroich eintragen zu dürfen. Bürgermeisterin Ursula Kwasny zeichnete sie damit für das Engagement aus, mit dem Rebecca Lolosoli Frauen in ihrer Heimat einen Ort des Schutzes und der Selbständigkeit errichtet hat.

Die anwesenden Vertreter der Ratsfraktionen zeigten sich beeindruckt von der starken Persönlichkeit Rebecca Lolosolis und ihrem Mut, trotz fortgesetzter Bedrohungen für die Rechte der Frauen in ihrer Heimat einzustehen.

Eintrag Goldenes Buch GV2 1200

Rebecca Lolosoli beim Eintrag ins Goldene Buch (sitzend)
stehend von rechts: Leo Oehmen (1. stellv. Fraktionsvorsitzender UWG), Bürgermeisterin Ursula Kwasny, Edmund Feuster (1. stellvertretender Bürgermeister und Mitglied der SPD-Fraktion), Markus Schumacher (FDP-Fraktionsvorsitzender), Rolf Göckmann (ABG-Fraktionsvorsitzender), Walter Rogel-Obermanns (Fraktionsvorsitzender Die Linke/Piraten), Susanne Wasen (Mitglied der CDU-Fraktion), Andrea Heinrich (Gleichstellungsbeauftragte), Jane Karato (Gründungsmitglied des Frauendorfes Umoja), Ise Stockums und Waltraud Sarna (Freundeskreis Umoja – Friends of Umoja e.V.)

28 Sep 2015
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Überfall auf das Frauendorf Umoja im Samburu-Distrikt in Kenia

„Mama Mutig“-Rebecca Lolosoli und Jane Karato verzweifelt.

Während ihrer Vortragsreise in Deutschland vom 16.9. bis 14.10.2015 zur interkulturellen Begegnung an Veranstaltungsorten im Rheinland und Sachsen erreichten uns dramatische Nachrichten aus dem Frauendorf.
Am Donnerstag, den 24.9.2015 gegen 13.00 Uhr kamen die ersten Anrufe aus Umoja. Es wurde berichtet, dass marodierende, bewaffnete Banden eines anderen Stammes das Dorf attackieren und alle Frauen, Kinder und die Lehrkräfte der Dorfschule sich auf der Flucht befinden. Es wurde über heftige Schießereien berichtet, die weithin zu hören waren.
Rebecca, Jane und auch wir waren geschockt und verzweifelt. Plötzlich hatten wir den bewaffneten Konflikt aus Afrika in unserem Wohnzimmer. Man wird starr vor Entsetzen!
Wir haben gezittert und gehofft, dass alle fliehen konnten und keine Toten zu beklagen sind.

Bis etwa 18:00 Uhr kamen pausenlos die Anrufe und es stellte sich heraus, dass die Bande die kleine Ziegenherde des Dorfes und alle Vorräte gestohlen haben und sich nun auf dem Rückzug befänden. Gott sei Dank konnten alle flüchten und sich irgendwie verstecken.

Am Freitag erfuhren wir, dass auch andere Dörfer in der Umgebung von Umoja überfallen wurden und dabei sogar ein junger unbewaffneter Mann, der sich den bewaffneten Dieben in den Weg stellen wollte, getötet wurde. Die Polizei aus Archer’s Post wurde alarmiert und griff ein. Es kam zu heftigen Schusswechseln und es gab auch viele Verletzte.

Jetzt hat sich die Situation beruhigt, aber die Frauen und Kinder sind traumatisiert und trauen sich auch heute, am Montag den 28.9.2015 noch nicht in ihr Dorf zurück.

In Abstimmung mit ihrem Sohn Tom hat Rebecca Lolosoli sofort über friedensstiftende Maßnahmen nachgedacht. Tom Lolosoli hat für Samstag, den 26.9.2015 eine Versammlung einberufen, an der Lokalpolitiker, Parlamentsabgeordnete, der Gouverneur, die Polizei, Mitglieder des Samburu-Ältestenrats, religiöse Führer und Geschäftsleute teilnahmen.
Hoffentlich gelingt es, die Region dauerhaft zu befrieden und die marodierenden Banden dingfest zu machen.

Gerade jetzt sind die Frauen und Kinder des Dorfes dringend auf unsere Hilfe angewiesen, um die entstandenen Verluste auszugleichen.

Bitte helfen Sie uns durch eine entsprechende Spende. Eine Liste der dringend benötigten Tiere und Lebensmittel finden Sie hier:

1 Huhn 8 €
1 Hühnerfamilie (6 Hennen + 1 Hahn) 56 €
1 Ziege (ausgewachsen und milchgebend) 70 €
1 Sack Bohnen, 90 kg 50 €
1 Sack Reis, 50 kg 35 €
1 Sack Maismehl, 60 kg 40 €
1 Kanister Öl, 20 l 30 €
Zucker, 5 kg 10 €
Schulmahlzeit für ein Kind
Pro Woche 5 €
Pro Monat 20 €
Pro Jahr (37 Schulwochen) 185 €

Spendenkonto: Freundeskreis Umoja e.V., Sparkasse Neuss, IBAN: DE87 3055 0000 0093 4932 86, BIC: WELADEDNXXXSpenden

Wir bitten um Angabe Ihrer vollständigen Anschrift für die Spendenbescheinigung.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe und Unterstützung!

Bericht in der Daily Nation Kenia über den Konflikt

22 Sep 2015
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Rebecca Lolosoli auf Vortragsreise

Rebecca Lolosoli auf Vortragsreise

Rebecca Lolosoli ist im September und Oktober 2015 auf Vortragsreise in Deutschland.

Grevenbroich

Die Auftaktveranstaltung fand am 18.09.2015 in Grevenbroich statt, wo sie von Bürgermeisterin Ursula Kwasny begrüßt wurde und vor einem interessierten Publikum ihr Leben und ihre Projekte im Frauendorf Umoja schilderte.

20150922 ngz

Zeitungsbeitrag online lesen

FKGBRJ

Ise Stockums und Waltraud Sarna vom Freundeskreis Umoja e.V., Rebecca Lolosoli und Jane Karato, Gleichstellungsbeauftragte Andrea Heinrich

BMR

Bürgermeisterin Ursula Kwasny und Rebecca Lolosoli

Mönchengladbach

Am 22. Sptember las Rebecca Lolosoli in Mönchengladbach.
Bericht der Rheinischen Post vom 24.09.2015 online lesen