Freundeskreis Umoja - Friends of Umoja e.V.

28 Apr 2019
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Heidi Hetzer

Heidi Hetzer

Die bekannte Berliner Rally-Fahrerin und Weltenbummlerin ist Ostern im Alter von 81 Jahren in Berlin verstorben. Sie war erst kürzlich von einer Afrika-Reise zurückgekommen, bei der sie im Januar 2019 das Frauendorf Umoja in Kenia besuchte und dort auch ausgiebig mit Rebecca Lolosoli sprach.

Auf Instagram veröffentlichte sie danach den folgenden Text:
„Im Umoja Campground gibt es gegenüber die #umojavillage Umoja Village. Jetzt habe ich einen Ort gefunden, den ich unbedingt unterstützen werde. Dort leben Frauen mit ihren Kindern, die von ihren Männern geschlagen werden oder alte Männer heiraten sollen oder nicht beschnitten sind und ein Baby bekommen, dann kann der Mann das Baby töten. Oder die Mutter möchte nicht das Ihr Kind mit 6 bis 10 Jahren beschnitten wird. Alles das sind Gründe hier in Sicherheit zu kommen. Eine Organisation die funktioniert. Rebecca Lolosoli hat sie vor 28 Jahren gegründet.„ Beitrag Instagramm

Nun haben Ihre Kinder, Frau Marla Breuss und Herr Dylan Mackay, das Vermächtnis Ihrer Mutter umgesetzt und rufen zu Spenden für das Frauendorf Umoja auf, welches wir tatkräftig unterstützen und die eingehenden Spenden zu 100 % nach Umoja weiterleiten werden.

HeidiHetzer

Wir waren natürlich total überrascht und auch sehr bewegt, als uns diese Nachricht erreichte. Als Heidi Hetzer in Umoja Rebecca Lolosoli besuchte, trafen sich zwei mutige, unerschrockene Power-Frauen, die zielstrebig und konsequent Ihren Weg gingen bzw. noch gehen.

Den Angehörigen von Heidi Hetzer gehört unser Dank und unsere Anteilnahme.

Möge Heidi Hetzer in Frieden ruhen.

Der Vorstand
Freundeskreis Umoja-Friends of Umoja e.V.

15 Apr 2019
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Dürre in Umoja

Dürre in Umoja

Die weltweiten Katastrophen durch den Klimawandel sind allgegenwärtig und nicht mehr zu ignorieren. Heute möchten wir Ihnen einen Situationsbericht über die allgemeine Lage in Kenia und speziell im Frauendorf Umoja geben.

Dürre-Situation in Kenia

Die kurze Regenzeit von Oktober bis Dezember 2018 war deutlich unterdurchschnittlich und führte in der kurzen Trockenzeit von Januar-März 2019 zu einer schweren Dürre. Die Nationale Meteorologische Abteilung berichtet, dass die Regenfälle der Saison von April bis Mai 2019 in Kenia möglicherweise nicht sehr vielversprechend sein werden und die Situation in der anschließenden langen Trockenzeit von Juni bis September 2019 noch schlimmer werden wird.

Dürre-Situation in Umoja

In Umoja ist der Einfluss von Dürreperioden vielschichtig.

Die Frauen, die ein paar Tiere besitzen, halten sie nicht im Dorf, da seit dem letzten Überfall durch Viehdiebe am 1. März 2017 in Umoja kein Vieh mehr gehalten werden darf. Diese Entscheidung wurde getroffen, um kein Angriffsziel für bewaffnete Viehdiebe mehr zu sein.

Die Frauen, die noch einige Tiere besitzen, haben diese bei Verwandten untergebracht, wo sie in gemeinsamen Herden bei der Futtersuche gehütet werden. Die Frauen sind am Ende davon abhängig, dass ihre Angehörigen die Tiere gut behandeln. Dadurch werden den Frauen die Verantwortung und die Möglichkeit der Sichtprüfung über den Zustand ihrer Tiere genommen. Sie wissen also nicht, wie viele Tiere die Dürreperiode überleben werden.

Auch Elefanten werden zu einer Bedrohung, da die Weiden in den Nationalparks erschöpft sind. Deshalb wandern die Elefanten sogar bis nach Archer’s Post und in die Dörfer und Siedlungen. Dort ernähren sie sich dann von den Gartenpflanzen und Bäumen, die in den Gehöften gepflanzt werden. Auch das Frauendorf Umoja ist davon betroffen und die Dung-Spuren der nächtlichen Elefanten-Besuche sind deutlich sichtbar:
2019 04 Duerre

Die Elefanten zerstören auch Akazienbäume, die sie überall fällen, um die Kerne der Früchte zu erreichen, die normalerweise in der Jan-März-Saison reifen. In Umoja wurde ein riesiger Akazienbaum, unter dem die Frauen an heißen, sonnigen Tagen Schutz suchen, von einem Elefanten gefällt. Ebenso werden die Gemüsebeete von den Jumbos stark geplündert und zerstört.

Die Elefanten verursachen auch Unsicherheit bei den Bewohnern, wenn sie in die Dörfer eindringen, weil es keine Zäune oder Mauern gibt und sie so ungehindert zwischen den Hütten und Gärten umherstreifen können.

Die Ernährungssicherheit ist in Umoja im Moment nicht so prekär, aber die Frauen machen sich doch Sorgen, falls die Dürre weiter anhält. Die nationale Regierung scheint Notstandsmaßnahmen zu ergreifen, da es an adäquaten und frühen Vorbereitungen mangelt. Die am stärksten betroffenen Regionen haben derzeit Vorrang bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Hilfsgütern.
Allerdings steigen während der Dürre die Nahrungsmittelpreise ständig wegen des geringen Angebots bei hoher Nachfrage. Bei dem geringen Einkommen der Frauen wirkt sich das sofort negativ aus. Auch die Kosten für die Schulmahlzeiten erhöhen sich dadurch erheblich.

Der Uaso-Fluss ist nun flussaufwärts fast völlig trocken und es fließt nur wenig Wasser durch Umoja. Dies führt zu einer schlechten Rückhaltung und Ableitung von Wasser in das Flussbett und in die Grundwasseradern. Dies wirkt sich auf die Brunnenleistung ausw, da bereits festgestellt wurde, dass es bei großer Trockenheit zu einem relativen Rückgang der Wassermenge beim Pumpvorgang kommt. Das Befüllen der Tanks dauert wegen der geringeren Wassermenge länger als üblich.

201904 Duerre1

Unsicherheit wegen drohender Viehdiebstähle verbreitet sich in den von der Dürre betroffenen Regionen. Während der Dürre ziehen Hirten auf der Suche nach Weide und Wasser für ihre Tiere auf weite Strecken durchs Land. Auf diese Weise überschreiten sie Grenzen zu den Nachbarregionen und treffen auf „unfreundliche Nachbarn“, die ihre eigenen Ressourcen vor Überweidung schützen wollen. Dies löst Konflikte aus, die hauptsächlich Viehdiebstähle oder andere kriminelle Vorfälle betreffen, um vermeintliche Angreifer abzuschrecken.
Es ist Aufgabe der Regierung und der Friedensakteure, rechtzeitig einzugreifen, um Missverständnisse und den Wettbewerb um die immer knapper werdenden Ressourcen zu vermeiden, die ansonsten zu Gewaltausbrüchen zwischen benachbarten Hirtengemeinschaften führen.

Lösungen

1. Umoja investiert und engagiert sich verstärkt für Gartenprojekte zur Ernährungssicherung, da Wasser zur Verfügung steht und genügend Lagerstätten für den fruchtbaren roten Vulkanboden aus den Kenia-Highlands auf dem Umoja-Gelände vorhanden sind.
2. Umoja-Frauen, die ihren Viehbestand bei Angehörigen untergebracht haben, sollten die Tiere verkaufen, um das Risiko zu minimieren, die Tiere durch Dürre oder Überfälle ganz zu verlieren.
3. Die Sicherung des gesamten Umoja-Geländes mit einer Mauer wird immer dringlicher.
4. Durch den gerade fertiggestellten Kühl-/Lagerraum können kostengünstige Großeinkäufe von Lebensmitteln für Schulmahlzeiten getätigt werden.
5. Die Umoja-Frauengruppe beteiligt sich an friedensstiftenden Aktionen als Stimme der Frauen, wie sie es in der Vergangenheit schon oft getan haben.
6. Falls die Regierung für Samburu den Notstand erklärt, können die Umoja-Frauen staatliche Hilfe anfordern (Nahrungsmittel und Hilfsgüter).
7. Die Umoja-Frauen sollen trotz ihres geringen Einkommens sparen, um für Notfälle gerüstet zu sein.

Den vollständigen Bericht können Sie hier ansehen und herunterladen: 2019 Dürre

09 Mrz 2019
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Selbstbewusste Umoja-Frauen feiern den Internationalen Frauentag und demonstrieren in Archer’s Post

Selbstbewusste Umoja-Frauen feiern den Internationalen Frauentag und demonstrieren in Archer's Post

Bericht und Fotos von Tom Lolosoli

Angeführt von Rebecca Lolosoli feierten die Umoja-Frauen am 8. März 2019 und werden immer mutiger, ihre Rechte einzufordern. Zunächst versammelten sie sich im Dorf und zogen zum UASO-Fluss, um dort spezielle grüne Zweige zu holen, die ein Symbol für Harmonie, Frieden und Segen bedeuten.

Dann zogen die Frauen nach Archer’s Post, um dort lautstark und nachdrücklich auf den Internationalen Frauentag aufmerksam zu machen und ihre Rechte für Gleichberechtigung und ein selbstbestimmtes Leben einzufordern.

Eine mutige Demonstration, die vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre.

Diesen Bericht mit vielen Fotos können Sie HIER einsehen.

Zudem wurde die Demonstration filmisch dokumentiert:

03 Feb 2019
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Zweite Nationale End-FGM Konferenz Kenia

Am 4. und 5. Februar 2019 findet in Narok, Kenia in der Maasai Mara University die zweite nationale End-FGM Konferenz statt. Der Anti FGM Board Kenia veranstaltet in Kooperation mit Partnern diverser Organisationen die Konferenz mit dem Schwerpunkt:

Es ist meine Verantwortung, FGM (Genitalverstümmelung) zu beenden.

Insgesamt 300 Stellvertreter aus regionalen, staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen werden sämtliche Themen diskutieren, die zur Beendigung von FGM in Kenia führen sollen. Unter anderem wird diskutiert:
1.Die Rolle von Entscheidungsträgern bei der Beendigung von FGM
2.Die Rolle der strafrechtlichen Verfolgung und des Gerichts bei der Beendigung von FGM in Kenia
3.Die Beteiligung von Jungen und Männern in der Kampagne gegen FGM
4.Partnerschaften und Netzwerke auf Ebene mit der Gesellschaft

Der internationale Tag gegen FGM am 6. Februar 2019 wird in Loita/Kenia gefeiert. Schwerpunkt wird die Ablegung einer Vereinbarung zur Beendigung von FGM durch die Stammesältesten der Maasai aus Kenia und Tansania sein. Der Anti FGM Board lädt alle Interessierten herzlich ein, dieses Event zu besuchen und zu unterstützen.

Kenia gehört zu den Ländern Afrikas, in denen die Rate der Genitalverstümmelungam schnellsten sinkt. Zinduka e.V. aus Lahntal und der Freundeskreis Umoja e.V. aus Grevenbroich unterstützen die Bena Academy und das Rescue Camp in Sentadem Stammesgebiet der Kuria und das Frauendorf Umoja nahe Archers Post im Stammesgebiet der Samburu. So besteht eine enge Kooperation in Kenia zum Erfahrungsaustausch und Nutzung von Synergien.
Delegationen aus Zinduka Kenya und Umoja nehmen an den Veranstaltungen teil.

Autorin:Antonia Sophia Waskowiak, Gründerin von Zinduka e.V. und Mitglied desOrganisationskomiteesdesAnti-FGM Board
Kenia.30.01.2019, Nairobi, Kenia

08 Dez 2018
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Weihnachtsgrüße aus Umoja

Die Kinder der Umoja Mühlbauer Academy und die gesamte Dorf- und Schulgemeinschaft bedanken sich bei allen Sponsoren, Unterstützern und Vereinsmitgliedern für die nachhaltige Hilfe aus Deutschland und wünschen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr.

Das Video wurde von Tom Lolosoli anlässlich der Jahresabschlussfeier aufgenommen.

Auch Rebecca und Tom Lolosoli bedanken sich für die vielfältige Unterstützung und wünschen ein Frohes Weihnachtsfest, verbunden mit dem Dank an alle, die die Entwicklung des Dorfes durch persönliche und finanzielle Hilfe möglich machen.

09 Apr 2018
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April 2018: Besuch von Tom Lolosoli

April 2018: Besuch von Tom Lolosoli

Was im vergangenen Jahr nicht gelungen ist, konnte nun verwirklicht werden: Tom Lolosoli hat ein Visum für seinen Besuch erhalten und wird im April mit den Freunden und Sponsoren des Frauendorfes Umoja zusammentreffen.

Am Freitag, 20. April 2018 um 15:00 Uhr berichtet Tom Lolosoli in seiner Eigenschaft als Manager des Frauendorfes über seine friedensstiftenden Aktivitäten.

Genauere Informationen erhalten Sie in dieser Beschreibung: Information zum Vortrag Tom Lolosoli 20. April 2018

Alle an diesem Thema interessierten Menschen sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.

VeranstalterInnen: Frauennetzwerk für Frieden e.V., Bonn in Kooperation mit dem Internationalen Frauenzentrum e.V., Bonn und Freundeskreis Umoja-Friends of Umoja e.V., Grevenbroich.
Weitere Informationen unter www.fk-umoja.org oder 02181-7046203

Tom Lolosoli

Poster-Tom April 2018 Bonn

03 Jan 2018
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Spendenbescheinigungen

Damit Sie Ihre Spenden steuerlich geltend machen können, übersenden wir im 1. Quartal 2018 die Spendenbescheinigungen für 2017, sofern Sie Ihre Anschrift auf dem Überweisungsträger vermerkt haben.

Für Einzelspenden bis 200 Euro gibt es den „Vereinfachten Spendennachweis“. Hier genügt es, dem Überweisungsbeleg die Vereinfachte Spendenbescheinigung des Vereins beizufügen, die Sie hier herunterladen können: Vereinfachter Spendennachweis

Barspenden sind auch weiterhin willkommen. Allerdings können wir aufgrund der anfallenden hohen Kosten für personenbezogene Bareinzahlungen künftig dafür leider keine Spendenbescheinigungen mehr ausstellen.