Freundeskreis Umoja - Friends of Umoja e.V.

13 Sep 2017
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Hoffnung beflügelt die Frauen in Umoja

Hoffnung beflügelt die Frauen in Umoja

Unter dem Titel „Eine Pflanze Hoffnung“ fand in der Stadtbücherei die Lesung mit Vortrag statt. VeranstalterInnen waren die Gleichstellungsstelle der Stadt Grevenbroich in Kooperation mit dem
Freundeskreis Umoja e.V. und in Zusammenarbeit mit Tatort-Straßen der Welt e.V.

Den zahlreichen, sehr interessierten Besuchern wurde durch die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Grevenbroich, Andrea Heinrich, zunächst Rebecca Lolosoli vorgestellt. Anschließend las sie dann Passagen aus dem Buch „Mama Mutig“. Die Lesung vermittelte dem Publikum eindringlich, wie die Lebenswirklichkeit der Samburu-Frauen in Kenia ist. Dann konnten die Besucher in einen direkten Dialog mit Rebecca treten und vieles noch hinterfragen. Besonders die Themen Frauenrechte und Genitalverstümmelung wurden ausgiebig diskutiert und viele der BesucherInnen waren erschüttert ob der archaischen Traditionen. Tief beeindruckt war das Publikum von dem Mut und dem unermüdlichen Kampf von Rebecca Lolosoli, in ihrer Heimat einen kulturellen Wandel zu bewirken.

12 Sep 2017
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Willkommen Mama Mutig

Willkommen Mama Mutig

Ein schöneres Willkommen zu Beginn ihrer diesjährigen Deutschlandreise, als das von den Kindern der Grundschule am Welchenberg in Grevenbroich, hätte sich Rebecca Lolosoli nicht wünschen können.
Rebecca

Rebecca besuchte die Schule, um sich bei den Schülern und Schülerinnen für die Spende von 1.500 € für die Schulkinder im Frauendorf Umoja in Kenia zu bedanken und ganz herzliche Grüße von den Schülerinnen und Schülern aus Umoja zu überbringen.

Schule Umoja

31 Jul 2017
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Rebecca Lolosoli kommt nach Deutschland

Rebecca Lolosoli ist die Gründerin des Frauendorfes Umoja in Kenia, dessen Bewohnerinnen ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt für sich und ihre Kinder fordern. Ferner entwickeln sie neue Modelle, um Gesundheit und Selbstbestimmung von Frauen zu fördern.

Bei ihren regelmäßigen Vortragsreisen durch Deutschland berichtet Rebecca Lolosoli eindrucksvoll über das Spannungsfeld zwischen archaischen Traditionen einerseits sowie Entwicklung und Gleichberechtigung andererseits. Bei ihrem Besuch in Deutschland im Jahr 2015 hat Rebecca Lolosoli die Besucher ihrer Lesungen nachhaltig beeindruckt.

Nun berichtet sie über die Fortschritte, die seither in Umoja realisiert werden konnten, wie der Ausbau der Schule, die Sicherung der Wasserversorgung, der Kampf gegen Genitalverstümmelung und der Anbau von Gemüse.
Sie zeigt auf, wie wirkungsvoll Hilfe sein kann, wenn sie unmittelbar beim Volk ankommt, und wie die Erfolge des Dorfes eine ganze Region verändern.

Die Terminplanung für die Lesereise können Sie HIER herunterladen. Nähere Angaben erfahren Sie unter „Veranstaltungen“ in der rechten Seitenleiste.

27 Mai 2017
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Zu dumm zum Schafe hüten

oder: Wozu Bildung führen kann

Der Samburu Turoop Losenge galt als Kind für zu dumm um Schafe zu hüten. Heute ist er Professor für Gartenbau an der Universität von Nairobi.
Lesen Sie den beeindruckenden Beitrag der Frankfurter Rundschau vom 26. Mai 2017: Bericht lesen

Dieser Bericht ist ein Spiegelbild unserer eigenen Erfahrungen in der interkulturellen Zusammenarbeit mit dem Frauendorf Umoja in Kenia. Auf der einen Seite steht die Jahrhunderte alte Lebensweise der sehr traditionsbewussten Samburu-Bevölkerung und auf der anderen Seite die Notwendigkeit der Anpassung an die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts.

Eine permanente Gradwanderung zwischen der Wertschätzung für die erhaltenswerten Traditionen und dem Überlebenskampf dieses indigenen Stammes in einer sich radikal verändernden und durch den Klimawandel bedrohten Lebenswirklichkeit.

Aber dann gibt es auch sehr viele positive und hoffnungsvolle Entwicklungen, die durch einige Führungspersönlichkeiten aus den Reihen der Samburu für einen langsamen aber stetigen kulturellen Wandel sorgen.

07 Mai 2017
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Morani gegen FGM

Junge Samburu-Krieger aus Kenia kämpfen gegen Genitalverstümmelung

Nach 25 Jahren unermüdlichem Kampf gegen Genitalverstümmelung durch Rebecca Lolosoli und die Umoja-Frauen scheint sich tatsächlich langsam aber sicher ein kultureller Wandel bei den Samburu zu vollziehen. Die im Frauendorf Umoja aufgewachsenen jungen Krieger kämpfen nun mit ihren Altersgenossen aus Archer’s Post und Umgebung gemeinsam mit den Frauen gegen diese archaische Tradition, die so tief in der Samburu-Kultur verwurzelt ist. Nun scheint endlich ein Umdenken zu erfolgen, das hoffentlich unumkehrbar ist.

Dazu möchten wir auf folgenden lesenswerten Bericht verweisen:
Bericht auf Globalcitizen

Beim Lesen kamen uns einige Gesichter auf den Fotos bekannt vor und deshalb haben wir bei Tom Lolosoli nachgefragt, ob das ein Bericht über die jungen Morani aus Umoja ist, was er wie folgt bestätigt hat:

“Yes Ise. I have seen 3 Umoja Women in the picture. Everyone in the picture is from our home area in Archer’s Post. Yes Rebecca is the Pioneer here and the cause has flourished making sense to many including the warriors.”

Obwohl sie in diesem Bericht nicht genannt wird, trägt Rebeccas Kampf gegen Genitalverstümmelung endlich Früchte! Es ist wieder ein Sieg für Rebecca Lolosoli, deren visionäres Denken und unbeirrbares Handeln trotz aller Widerstände nun endlich zum Erfolg führt. Wir sind stolz, diese charismatische Frau bei der Realsierung ihrer Lebensträume unterstützen zu können. Sie verdient höchsten Respekt und Anerkennung weil sie unermüdlich zum Wohle der Menschen in Kenia und speziell der Samburu arbeitet.

01 Feb 2017
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Toller Schullauf der Neuenhausener Kinder für die Kinder in Umoja

Toller Schullauf der Neuenhausener Kinder für die Kinder in Umoja

Ein ganz großes Dankeschön gilt den Kindern, den Lehrkräften und dem Förderverein der Grundschule am Welchenberg in Grevenbroich-Neuenhausen für den Schullauf am 30.09.2016 zugunsten der Schule in Umoja.

Am Morgen des Sponsorenlaufs haben zunächst die Vorstandsmitglieder Ise Stockums und Waltraus Sarna sowie das Vereinsmitglied Reinhilde Kulbe den Kindern in Neuenhausen von der Schule in Umoja berichtet und darauf hingewiesen, dass die Schule Spendengelder gut gebrauchen kann, um den afrikanischen Kindern tägliche Schulmahlzeiten zu geben. Für manche Kinder sei das oft die einzig richtige Mahlzeit, die sie bekommen würden.
Die Wissbegierde der Kinder war riesengroß und es wurden sehr viele kluge Fragen gestellt über die Lebensbedingungen der Altersgenossen in Umoja.
Dermaßen motiviert ging es dann auf die Strecke und die Kinder erbrachten eine wirklich beeindruckende und beispielhafte Leistung.

Am 17.11.2016 wurde dem Freundeskreis Umoja-Friends of Umoja ein Scheck über die beachtliche Summe von 1.500,00 Euro für die Schulmahlzeiten an der Umoja Muehlbauer Academy in Umoja/Kenia überreicht.

Scheckübergabe

Die Vorstandsmitglieder Ise Stockums und Waltraud Sarna hatten nach der Scheckübergabe die Möglichkeit, sich in den einzelnen Klassen bei den Kindern zu bedanken und verbrachten pro Klasse fast 30 Minuten, um sich erneut den vielen wissbegierigen Fragen der Kinder zu stellen. Das Interesse und die Begeisterung der Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren, sich für die Schulmahlzeiten von gleichaltrigen Kindern in einem kleinen Dorf in Kenia einzusetzen, ist schier überwältigend.

Ise Stockums versprach den Besuch der Dorfgründerin Rebecca Lolosoli mit ihrem Sohn Tom anlässlich deren Deutschlandreise im September 2017 in der Schule in Neuenhausen. Die beiden werden in der Samburu-Stammestracht kommen. Dann haben die Kinder aus Grevenbroich die Möglichkeit, ihre vielen Fragen zum Leben der Kinder in Kenia direkt an die Gäste aus Afrika zu stellen.

Beiden ist es ein Bedürfnis und eine Freude, ein persönliches Dankeschön für das große Engagement im Namen der Kinder aus Umoja zu überbringen.

Heute schon sagen wir im Namen der Kinder aus Umoja
„Asante sana“ – Herzlichen Dank.

Erftkurier 30.11.2016:
Nh 20160001

16 Nov 2016
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Frauendorf Umoja in Kenia bewirkt kulturellen Wandel bei den Samburu

Wir möchten auf einen sehenswerten Film hinweisen, der im Jahr 2015 in Umoja und einigen umliegenden Dörfern gedreht wurde. Der Film ist leider nur in englischer Sprache verfügbar.

Nachfolgend möchten wir Ihnen die Kernaussage gerne vermitteln.
Rebecca Lolosoli, die Gründerin des ersten Frauendorfes in Afrika, kämpft seit mehr als 25 Jahren für Menschenrechte und Frauenrechte und schuf mit dem Frauendorf Umoja einen Zufluchtsort für Mädchen und Frauen vor Gewalt und Unterdrückung.

Viele der Frauen, die im Laufe der Jahre in Umoja Schutz fanden und dort einige Jahre lebten, wurden von Rebecca Lolosoli dermaßen gestärkt und geschult, dass sie den Mut fanden, in ihre Heimatdörfer zurück zu gehen und dort kurzerhand die Rolle der Dorfchefin übernahmen.
Zurück in ihren Dörfern führten sie dort Regeln für das Zusammenleben ein und forderten Gleichberechtigung. Es sind zwar keine reinen Frauendörfer, aber die Männer müssen sich den
neuen Regeln anpassen oder gehen.
Ein erstaunlicher Wandel, den vor allem die jüngeren Männer sogar unterstützen. Ein älterer Mann erklärt vor laufender Kamera, dass er seine eigenen Kinder nicht mehr beschneiden lässt.Man sieht sogar Männer beim Wasser holen, eine vorher typische Frauenarbeit! Das ist bemerkenswert.

Obwohl noch viele Samburu-Männer die „Befreiung“ der Frauen beklagen und missbilligen, können sie
aber offensichtlich eine Umkehr dieses gesellschaftlichen Wandels nicht mehr erreichen. Dazu sind die Frauen einfach viel zu stark und erfolgreich.

Etwa 60 Dörfer im Samburu-Distrikt stehen mittlerweile unter der Schirmherrschaft von Umoja. Hier wird deutlich, welchen immensen Einfluss die „Keimzelle Umoja“ mit der charismatischen
Führungspersönlichkeit Rebecca Lolosoli auf die gesamte Region hat.
Mit Weitblick, Zielstrebigkeit und ungeheurem Mut hat sie trotz aller Rückschläge den kulturellen
und gesellschaftlichen Wandel unaufhaltsam eingeleitet.

Wir freuen uns sehr, Rebecca Lolosoli, die Umoja Uaso Women Group sowie indirekt auch die vielen angeschlossenen Dörfer mit unserer Arbeit nachhaltig unterstützen zu können.
Ise Stockum